PayPal unterbewertet?

Übernahme treibt Kurs! 24.02.2026, 14:03 Uhr Jetzt kommentieren: 0

PayPal
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PayPal 37,66 EUR +0,19 % Baader Bank

Bloomberg-Bericht löst Kurssprung von bis zu 10 Prozent aus

Nach einer monatelangen Talfahrt rückt PayPal plötzlich wieder in den Fokus des Marktes. Wie Bloomberg unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, gibt es zunehmend Interessenten für eine Übernahme des Zahlungsdienstleisters. Die Reaktion an der Börse ließ nicht lange auf sich warten: Der Aktienkurs sprang zwischenzeitlich um fast 10 Prozent nach oben.

Demnach soll mindestens ein „Rivale“ Interesse an einer vollständigen Übernahme von PayPal signalisiert haben. Andere potenzielle Bieter prüfen offenbar den Erwerb einzelner Vermögenswerte. PayPal selbst habe bereits Gespräche mit Banken aufgenommen, um strategische Optionen auszuloten. Allerdings stehen die Gespräche noch am Anfang – es ist ebenso möglich, dass sich sämtliche Verhandlungen wieder zerschlagen.

Die aufkommende Übernahmefantasie trifft auf ein Unternehmen, dessen Börsenwert zuletzt massiv unter Druck geraten war – und das nun wieder Spekulationen über strukturelle Veränderungen nährt.

Von 78 auf 41 US-Dollar: Eine Aktie in der „Sackgasse“

Noch im vergangenen Sommer notierte die PayPal-Aktie bei über 78 US-Dollar. Nach einer langen Abwärtsbewegung fiel der Kurs vor zwei Wochen zeitweise auf rund 41 US-Dollar – nahezu eine Halbierung des Wertes. Bloomberg beschreibt die Situation des Konzerns als „Sackgasse“, in der sich das Unternehmen befinde.

Als zentrale Belastungsfaktoren gelten verlorene Marktanteile an Apple Pay und Google Pay. Immer mehr Kunden greifen auf alternative Zahlungsmethoden zurück, während es PayPal laut Bericht nicht gelungen sei, die eigene technologische Infrastruktur ausreichend zu modernisieren und mit den großen Plattformanbietern Schritt zu halten.

Gleichzeitig verweisen von Bloomberg zitierte Experten auf eine gegenläufige Perspektive: Angesichts der globalen Reichweite und Marktstellung sei PayPal an der Börse „zutiefst unterbewertet“. Diese Diskrepanz zwischen operativer Schwäche und strategischem Potenzial bildet den Nährboden für das wiedererwachte Interesse potenzieller Käufer.

Führungswechsel, Kurssturz und neue Wachstumsfelder

Die operative Unsicherheit spiegelt sich auch im Management wider. Anfang Februar wurde der CEO mit sofortiger Wirkung abgesetzt. In der kommenden Woche übernimmt der bisherige Verwaltungsratsvorsitzende die Führung des Unternehmens. Der abrupte Wechsel sorgte jedoch nicht für Stabilität – im Gegenteil: Unmittelbar nach der Ankündigung brach der Aktienkurs um fast 20 Prozent ein und konnte sich seitdem nicht nachhaltig erholen.

Zusätzlich belastete ein zurückhaltender Ausblick die Stimmung unter Anlegern. PayPal setzt künftig verstärkt auf neue Wachstumsfelder. Dazu zählen KI-Agenten, die eigenständig Transaktionen im Auftrag von Verbrauchern ausführen sollen, ebenso wie zusätzliche Erlösquellen aus Werbeeinnahmen und sogenannten Stablecoins.

Die Kombination aus strategischer Neuausrichtung, Führungswechsel und potenziellen Übernahmegesprächen macht PayPal derzeit zu einem der meistbeobachteten Titel im Zahlungssektor. Während der Kursverlauf der vergangenen Monate deutliche Spuren hinterlassen hat, sorgen die jüngsten Entwicklungen für neue Dynamik rund um den einstigen Fintech-Vorreiter.

Bn-Redaktion/aw
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