Rekordquartal

Luxusriese überrascht mit Rekordzahlen 15.01.2026, 12:16 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Starker Absatz in den USA treibt Richemont‑Ergebnisse nach oben

Richemont konnte im dritten Geschäftsquartal auf konstanter Währungsbasis ein Umsatzplus von 11% auf einen Rekordwert melden – deutlich mehr als die von Analysten erwarteten 7,5%. Besonders die Cartier‑Schmuckdivision übertraf mit 14% Wachstum die Prognosen. Die dynamische Nachfrage wurde vor allem durch starke Verkäufe in den USA angetrieben, wo Kunden über die Feiertage insbesondere bei Uhren und hochpreisigem Schmuck zugeschlagen haben.

Aktien mit Volatilität – Gewinnmitnahmen nach Eröffnungsschub

Nachbörslich stieg der Richemont‑Aktienkurs in Zürich zunächst, bevor er im Verlauf um bis zu 3,4% nachgab, da Investoren Gewinne mitnahmen und auf die gewohnt hohe Bewertung sowie Druck auf die Margen aufmerksam machten.

Nachfragetreiber und Herausforderungen im Luxusmarkt

Im Vergleich zu vielen Wettbewerbern hat Richemont die Schwäche im globalen Luxussegment bislang besser abgefedert, da teurer Schmuck und Ringe oft als stabilerer Wertspeicher gelten als Mode oder Lederwaren. Das dritte Quartal ist traditionell das stärkste des Jahres, da es das Weihnachtsshopping inkludiert – ein Faktor, der die guten Zahlen relativiert. Gleichzeitig warnte Richemont vor höheren Rohstoffkosten und negativen Währungseffekten, die die Margen belasten könnten.

Geteilte globale Nachfrage – China bleibt schwach

Während Hongkong und die USA starke Impulse lieferten, blieb die Nachfrage auf dem chinesischen Festland gedämpft, was Hoffnungen auf eine breitere Erholung abschwächt. Laut Analysten verbessere sich die Nachfrage in wichtigen chinesischen Metropolen und im Premiumsegment aber langsam.

Breite Wachstumsbasis – auch Uhren profitieren

Richemont meldete ein übergreifendes Wachstum in allen Regionen: In Europa profitierte das Unternehmen von Käufern aus dem Nahen Osten, Japan steigerte den Umsatz um 17%, und auch Spezialuhrenhersteller legten um 7% zu – beachtlich angesichts der allgemeinen Schwäche im Uhrensegment. Belastend wirkten jedoch US‑Zölle, Wechselkursbewegungen und steigende Materialkosten.

Analysten: Premium‑Markenstärke als Trumpf

Experten hoben hervor, dass Richemont trotz Margen‑ und Free‑Cashflow‑Druck eine starke Position durch sein Markenportfolio, Preisgestaltung und solide Bilanz habe. Die Popularität von Cartier profitiere zusätzlich vom Celebrity‑Effekt – prominente Fans steigerten die Attraktivität der Produkte weiter.

Branchenkontext: Herausforderungen bei Luxus‑Retailern

Parallel zur Richemont‑Story sorgt der Konkurs von Saks Global Enterprises für Schlagzeilen: Der Einzelhändler hat bei zahlreichen Luxusmarken enorme Verbindlichkeiten aufgebaut – etwa $136 Mio. gegenüber Chanel und $60 Mio. gegenüber Kering. Auch Richemont wird als Gläubiger genannt. Die Situation könnte Einfluss auf Lieferbeziehungen und Händler‑Strategien im Luxussegment haben, insbesondere wenn Marken künftig vorsichtiger werden, Waren auf Konsignationsbasis zu liefern.

Neue Führung soll Struktur retten

Saks will weiterhin Zahlungen an Lieferanten leisten und die Geschäfte offenhalten, während eine neue Geschäftsführung versucht, Kosten zu senken und Profitabilität wiederherzustellen – ein entscheidender Faktor dafür, wie viel ungesicherte Forderungen eventuell bedient werden.

Bn-Redaktion/ts
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