Rüstungsboom

Europa rüstet auf: Warum Milliarden für Verteidigung jetzt gezielt in der EU landen sollen 06.02.2026, 14:28 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Rüstungsboom: Europa rüstet auf: Warum Milliarden für Verteidigung jetzt gezielt in der EU landen sollen
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Mehr Eigenständigkeit bei Verteidigungsausgaben

Bei seinem Antrittsbesuch in Warschau hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil deutlich gemacht, dass Europa bei den anstehenden Verteidigungsinvestitionen umdenken müsse. „Wir müssen dabei mehr auf den Buy-European-Ansatz achten. Wir wollen, dass die Gelder für die Finanzierung unserer Verteidigung künftig stärker in Europa investiert werden“, erklärte er im Gespräch mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Domanski. Hintergrund ist das sich wandelnde transatlantische Verhältnis. Europa müsse schneller, resilienter und flexibler werden, betonte Klingbeil. „Die europäische Souveränität hat für uns höchste Priorität.“ Gemeinsam wolle man bei der EU-Kommission mehr Tempo einfordern.

Wirtschaftliche Stärke statt Regulierung

Auch Domanski sprach sich für einen strategischen Kurswechsel aus. In allen EU-Staaten müsse die Basis einer eigenständigen europäischen Verteidigungsindustrie entstehen. „Wir sind uns einig, dass Europa seine Ausgaben für Sicherheit erhöhen muss, die Ausgaben für Verteidigung“, sagte er. Gleichzeitig forderte der polnische Finanzminister weniger Regulierung und mehr wirtschaftliche Dynamik: „Wir müssen das Korsett der Regulierung ablegen, das Recht vereinfachen, unsere Märkte reformieren und die Stärke des gemeinsamen europäischen Marktes voll ausschöpfen.“ Ein gemeinsamer deutsch-polnischer Impuls könne Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken.

E6-Initiative und Kapital für Wachstum

Klingbeil verwies zudem auf das neue E6-Format der sechs größten Volkswirtschaften der EU. Ein weiteres Treffen in Brüssel sei zeitnah geplant. Ziel sei es, zentrale Themen schneller voranzubringen, etwa die Finanzierung junger und innovativer Unternehmen. Diese müssten in Europa wachsen können, um nicht in die USA abzuwandern. Die Initiative reagiert auf internationale Handelskonflikte, das vergleichsweise geringe Wachstum in Europa sowie Abhängigkeiten von China und den USA bei Rohstoffen und Schlüsseltechnologien.

Verteidigungsausgaben als Marktimpuls

Bereits im vergangenen Jahr erreichten die europäischen Verteidigungsausgaben einen Rekordwert von 343 Milliarden Euro. Der Trend wirkt sich auch auf die Kapitalmärkte aus. Entsprechend groß ist das Angebot an spezialisierten ETFs, darunter der VanEck Defense UCITS ETF mit einer Fondsgröße von 7.290 Mio. Euro (TER 0,55 % p.a.) oder der WisdomTree Europe Defence UCITS ETF mit 4.165 Mio. Euro Fondsvolumen (TER 0,40 % p.a.). Diese Zahlen unterstreichen, wie stark sicherheitspolitische Entscheidungen zunehmend auch wirtschaftliche Relevanz entfalten.

Darüber diskutieren die Nutzer

In der Community wird intensiv über die jüngste Entwicklung von Aktien aus dem Rüstungsumfeld debattiert. Viele Beiträge drehen sich um starke Kursschwankungen und die Frage, wie stark geopolitische Ereignisse die Bewertungen beeinflussen. Besonders im Fokus steht ein Technologieunternehmen aus dem Verteidigungsbereich, dessen Performance für geteilte Meinungen sorgt: Während einige Nutzer enttäuscht reagieren und Unsicherheit äußern, setzen andere auf eine baldige Erholung. Gleichzeitig wird diskutiert, ob Friedenssignale in Krisenregionen oder ein möglicher Handelskonflikt zwischen großen Wirtschaftsmächten kurzfristig Druck auf die Kurse ausüben oder lediglich temporäre Effekte darstellen. Diskutieren Sie jetzt mit.

Bn-Redaktion/ar
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