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Kritik an BER und drastische Kürzungen in Deutschland 29.11.2024, 20:57 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Scharfe Worte gegen deutsche Politik und Luftfahrt

Ryanair-CEO Michael O’Leary hat sich in einem Interview mit airliners.de unmissverständlich zur deutschen Politik geäußert. Er sprach von einer „Regierung von Idioten“ und kritisierte insbesondere die Grünen, denen er „Bullshit-Lösungen“ unterstellt. Seiner Einschätzung nach seien die Zukunftsaussichten Deutschlands düster: „Deutschland ist für die nächsten Jahre am Arsch.“ Auch gegenüber einer möglichen neuen Regierung äußerte er sich skeptisch: „Ich glaube nicht, dass die nächste Bundesregierung besser sein wird.“

O’Learys Kritik zielte besonders auf die strukturellen Herausforderungen des deutschen Luftfahrtmarkts. Er bezeichnete diesen als „einen der beschissensten Luftfahrtmärkte in Europa“ und machte dafür die hohen Gebühren von durchschnittlich 58 Euro pro Passagier mitverantwortlich. Diese seien ein entscheidender Grund dafür, warum sich der Markt nach der Corona-Pandemie nur schleppend erhole.

Zusätzlich gab es harsche Worte für den Berliner Flughafen BER. O’Leary nannte ihn „dysfunktional“ und degradierte ihn zu einem „Regionalflughafen“. Eddie Wilson, Co-CEO von Ryanair, pflichtete bei und bezeichnete die Funktion des BER als Zugangspunkt zur Hauptstadt der größten Wirtschaftsnation Europas als mangelhaft.

Konsequenzen: Rückzug aus deutschen Flughäfen

Trotz des harten Urteils bleibt Deutschland Teil des Ryanair-Netzwerks – allerdings in deutlich reduziertem Umfang. Bis März 2025 zieht sich Ryanair vollständig aus den Flughäfen Dortmund, Dresden und Halle/Leipzig zurück. Zudem sind drastische Kapazitätskürzungen geplant: Hamburg soll 60 Prozent weniger Flüge verzeichnen, während am BER 20 Prozent und in Köln/Bonn zehn Prozent der Kapazitäten gestrichen werden. Weitere Einschnitte nach dem Sommerflugplan 2025 könnten folgen, da Ryanair zunehmend Standorte außerhalb Deutschlands bevorzugt, die mit geringeren Kosten aufwarten.

Ryanairs Strategie scheint klar: Die Ressourcen werden auf attraktivere Märkte verlagert. Laut O’Leary werde der Einsatzort der geplanten 300 neuen Flugzeuge strikt nach erwarteten Erträgen entschieden.

Ryanair-Aktie steigt trotz Kritik

O’Learys offene Worte scheinen den Markt nicht abgeschreckt zu haben – im Gegenteil. Die Ryanair-Aktie konnte am Donnerstag um 2,68 Prozent zulegen, was Anleger offenbar als Zeichen einer klaren strategischen Ausrichtung werten. Dennoch steht die Aktie seit Jahresbeginn mit einem Minus von rund zehn Prozent unter Druck.

Ryanair verfolgt trotz der „dummen Entscheidungen“ der deutschen Politik einen langfristigen Plan, den Fokus stärker auf Wachstumsmärkte zu legen. Während deutsche Passagiere künftig mit weniger Verbindungen rechnen müssen, profitieren Investoren von der strategischen Umorientierung des Low-Cost-Giganten.

Bn-Redaktion/aw
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