Shell und Exxon

Nordsee-Deal platzt in letzter Minute! 14.01.2026, 18:51 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Shell
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Rückzug vom Verkauf: Milliardenprojekt auf Eis gelegt

Shell und Exxon Mobil haben überraschend den Verkauf umfangreicher Erdgasvorkommen in der südlichen britischen Nordsee abgeblasen. Das bereits im Juli 2024 angekündigte Vorhaben sollte insgesamt elf Gasfelder, ein Explorationsprojekt sowie das strategisch bedeutende Gasterminal Bacton umfassen. Käufer wäre der britische Energiekonzern Viaro Energy gewesen. Der Abschluss des Deals war ursprünglich für das Jahr 2025 vorgesehen.

Doch nun die Kehrtwende: „Trotz eines konstruktiven Prozesses wurden die Abschlussbedingungen nicht erfüllt, da sich die kommerziellen Bedingungen und das Marktumfeld weiterentwickelt haben“, erklärte Shell am Mittwoch. Auch Viaro-Chef Francesco Mazzagatti bestätigte das Aus – beide Seiten hätten sich einvernehmlich zur Aufgabe der Transaktion entschieden.

Regulatorischer Stillstand und sinkende Margen

Offenbar hatte auch die zuständige Regulierungsbehörde, die North Sea Transition Authority (NSTA), noch auf wichtige Unterlagen von Viaro Energy gewartet. Diese scheinen nie eingereicht worden zu sein – möglicherweise ein Hinweis darauf, dass Viaro selbst kein großes Interesse mehr hatte, den Kauf abzuschließen.

Marktbeobachter sehen vor allem die sich verschlechternden Rahmenbedingungen im Öl- und Gassektor als ausschlaggebend für das Scheitern. Shell hatte kürzlich bereits angekündigt, dass die Ergebnisse aus dem Ölgeschäft im letzten Quartal 2025 voraussichtlich deutlich unter denen des Vorquartals liegen würden – trotz gestiegener Fördermengen. Diese Entwicklung lässt vermuten, dass sich das Marktumfeld schneller verändert hat als erwartet.

Nordsee unter Druck: Strategiewechsel der Ölkonzerne

Die Nordsee gilt unter großen Energieunternehmen zunehmend als wenig attraktiv. Hohe regulatorische Anforderungen, alternde Infrastruktur und rückläufige Fördermengen führen dazu, dass sich internationale Konzerne wie Shell und Exxon vermehrt auf margenstärkere Projekte außerhalb Europas konzentrieren. Der nun abgesagte Verkauf wäre eine logische Konsequenz dieses Strategiewechsels gewesen – mit dem Ziel, Kapital freizusetzen und Risiken zu minimieren.

Für Shell bedeutet das Platzen des Deals nun allerdings, dass die betreffenden Vermögenswerte weiterhin in der eigenen Bilanz verbleiben – samt aller operativen und finanziellen Verpflichtungen. Auch Exxon bleibt vorerst an den Nordseeprojekten beteiligt.

Trotz der gescheiterten Transaktion reagierten die Märkte gelassen: An der New Yorker Börse legte die Aktie von Exxon Mobil am Mittwoch zeitweise um 0,36 Prozent auf 126,99 US-Dollar zu. In London notierte die Shell-Aktie 0,18 Prozent höher bei 27,27 Pfund. Offenbar hatten Anleger den Deal ohnehin nicht als strategisch entscheidend eingeschätzt.

Bn-Redaktion/aw
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