Tesla unter Druck

Kundenflucht und veraltete Technik 05.02.2026, 16:23 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Tesla
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Neue Zweifel an der E-Auto-Ikone: Warum immer mehr Tesla-Fahrer abspringen

Tesla galt lange als Synpathieträger der Elektromobilität. Doch zunehmend wenden sich selbst langjährige Kunden ab. Ein Beispiel ist eine US-Immobilienmaklerin, die ihren Tesla Model S aus dem Jahr 2021 trotz hoher Zufriedenheit mit Fahrgefühl, Effizienz und Alltagstauglichkeit verkaufte. Ausschlaggebend war weniger das Fahrzeug als vielmehr der öffentliche Auftritt des Tesla-Chefs, der mit politischen Provokationen, persönlichen Kontroversen und juristischen Auseinandersetzungen polarisiert. Marktforscher hatten diesen Effekt bereits früh als Risiko identifiziert. Analysten betonen, Tesla könnte deutlich erfolgreicher sein, wenn die Marke weniger spalten würde.

Sinkende Verkaufszahlen und mehr Konkurrenz

Die Zahlen unterstreichen die wachsenden Probleme. 2025 sanken die weltweiten Tesla-Verkäufe um 9 %, in den USA sogar um 7 %. In Kalifornien, dem wichtigsten Einzelmarkt, fiel der Anteil neu zugelassener Teslas unter 10 %, nach 11,6 % im Vorjahr. Gleichzeitig kühlte sich der gesamte E-Auto-Markt ab: Für 2026 wird nur noch ein globales Absatzwachstum von 12 % erwartet, nach 23 % im Jahr zuvor. Wegfallende Kaufprämien, sinkende Restwerte und Unsicherheit über Batterietechnologien bremsen die Nachfrage zusätzlich. Dennoch wechseln über zwei Drittel der früheren Tesla-Kunden zu anderen Elektroautos – ein klares Signal, dass Alternativen heute ausreichend vorhanden sind.

Alternde Modelle und nachlassende Innovationskraft

Ein weiterer Belastungsfaktor ist das Produktportfolio. Seit dem Cybertruck 2023 kam kein vollständig neues Modell hinzu. Gleichzeitig sollen die ältesten Baureihen, Model S und Model X, eingestellt werden. Branchenexperten sehen darin einen zentralen Grund für den Marktanteilsverlust: Ohne neue Fahrzeuge verliert jeder Hersteller an Boden. Hinzu kommen Klagen über veraltete Technik, schwankende Verarbeitungsqualität und schwachen Kundenservice. Laut Verbraucherstatistiken sind Elektroautos generell 80 % anfälliger für Probleme als Verbrenner, auch wenn einzelne Tesla-Modelle im Vergleich noch ordentlich abschneiden.

Strategiewechsel statt klassischer Autologik

Tesla richtet den Blick zunehmend weg vom reinen Autobauer hin zu Software, autonomem Fahren und Robotik. Unternehmenschef Elon Musk stellt in Aussicht, dass künftig bis zu 80 % der Erlöse aus dem humanoiden Roboter Optimus stammen könnten. Hoffnungsträger bleibt auch das autonome Fahren, obwohl das aktuelle System weiterhin überwacht werden muss und regulatorisch unter Druck steht. Einige treue Kunden glauben dennoch an den technologischen Vorsprung. Ob dieser reicht, um verlorenes Vertrauen und Marktanteile zurückzugewinnen, bleibt offen.

Bn-Redaktion/ts
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