Worldline kämpft

Medien-Attacke oder Wahrheit? 26.06.2025, 10:11 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Skandal erschüttert Zahlungsdienstleister: Medienkampagne lässt Worldline-Aktie abstürzen

Kursrutsch nach massiven Betrugsvorwürfen

Der französische Zahlungsdienstleister Worldline hat nach einer Reihe brisanter Medienberichte einen dramatischen Kursverlust von 38 % hinnehmen müssen. CEO Pierre-Antoine Vacheron sprach auf einer Analystenkonferenz von einem „Angriff“ auf das Unternehmen: „Es gibt nichts Neues in diesen Berichten – nur eine inakzeptable Erzählung.“ Laut einem Recherchenetzwerk soll Worldline in den vergangenen Jahren Kunden mit erhöhtem Betrugsrisiko bewusst weitergeführt und Warnungen ignoriert haben, um Umsätze zu schützen.

Vorwürfe treffen auch Partnerbank – Weltweite Reaktionen

In einem besonders brisanten Bericht warf das niederländische NRC Worldline vor, risikobehaftete Kunden trotz interner Warnungen nicht ausgeschlossen zu haben. Auch die Tochtergesellschaft Payone, mehrheitlich im Besitz von Worldline, steht in der Kritik: Laut „Spiegel“ habe sie „zweifelhafte Kunden“ nicht ausreichend überprüft – trotz gesetzlicher Pflichten. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin reagierte bereits 2023 mit harten Maßnahmen, was zu einem Umsatzrückgang von rund 130 Millionen Euro führte. Laut Vacheron liege der Anteil riskanter Kunden am Gesamtvolumen bei etwa 1,5 %.

Bankpartner zeigen sich irritiert

Die Enthüllungen werfen auch ein Licht auf Worldlines Partner: Mitarbeiter der Großbank Crédit Agricole hinterfragen nun öffentlich, warum sich das Institut 2024 mit 7 % an dem angeschlagenen Zahlungsdienstleister beteiligt hat. Interne E-Mails zeigen Zweifel, ob im Vorfeld ausreichend geprüft wurde. Crédit Agricole hatte mit Worldline ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, nachdem die Kooperation mit Wirecard 2020 infolge des größten Bilanzskandals in der deutschen Wirtschaftsgeschichte beendet worden war.

Worldline betont Transparenz und prüft rechtliche Schritte

Worldline weist die Vorwürfe entschieden zurück. Die Unternehmensführung sei „voll und ganz der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und dem Risikomanagement verpflichtet“. Die Standards seien zuletzt nochmals verschärft worden, betonte Vacheron. Er schloss rechtliche Schritte gegen die beteiligten Medien nicht aus. Trotz des Kurssturzes konnte sich die Aktie am Folgetag in der Spitze um 7,6 % erholen.

Bn-Redaktion/ts
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