Drohnenalarm in Deutschland

Rheinmetall startet neue Offensive 11.05.2026, 13:48 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Zwei Arbeiter sind in einer Fabrik damit beschäftigt, große Metallkomponenten zu schweißen.
© Bild von Felipe Silva auf Pexels
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Rheinmetall 1.158,20 EUR -4,88 % L&S Exchange

Kursziel gesenkt und trotzdem Kaufempfehlung

Das Analysehaus Warburg Research hat das Kursziel für Rheinmetall von 1700 auf 1550 Euro reduziert, die Einstufung aber gleichzeitig von Hold auf Buy angehoben. Analyst Christian Cohrs bezeichnete den jüngsten Ausverkauf als überzogen und sprach von einer möglichen Einstiegschance. Zwar hätten die Zahlen zum ersten Quartal enttäuscht, die Ursachen dafür seien jedoch weniger kritisch als vom Markt angenommen. Dennoch berücksichtigt das neue Bewertungsmodell höhere Umsetzungsrisiken. Die Aktie hatte zuletzt deutlich korrigiert. Nach der starken Rallye der vergangenen Jahre summiert sich das Minus seit Jahresbeginn inzwischen auf rund 24 Prozent. Vor allem Gewinnmitnahmen und die hohe Erwartungshaltung vieler Investoren belasteten den Kurs.

Milliarden-Aufträge sorgen weiter für Fantasie

Operativ bleibt die Lage bei Rheinmetall dennoch robust. Der Auftragsbestand liegt aktuell bei rund 73 Milliarden Euro und sichert dem Konzern langfristig hohe Auslastung. Im ersten Quartal 2026 stieg der Umsatz auf 1,94 Milliarden Euro. Allerdings blieb das Unternehmen damit leicht hinter den Konsensschätzungen zurück. Als Grund nannte das Management zeitliche Verschiebungen bei Auslieferungen. Positiv entwickelte sich dagegen die operative Ergebnismarge. Diese verbesserte sich auf 11,6 Prozent und unterstreicht die steigende Profitabilität des Konzerns. Vorstandschef Armin Papperger setzte zudem ein Signal an den Markt und kaufte nach dem Kursrückgang Aktien im Wert von mehr als einer halben Million Euro.

Neue Drohnen-Offensive mit der Telekom

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält derzeit die neue Partnerschaft zwischen Rheinmetall und der Deutschen Telekom. Beide Unternehmen planen die gemeinsame Entwicklung eines Schutzschildes gegen Drohnenangriffe und Sabotageakte. Ziel ist der Schutz kritischer Infrastruktur sowie sensibler Einrichtungen. Im Mittelpunkt steht ein sogenannter Multi-Threat-Protection-Ansatz. Dabei werden Cyberabwehr, sichere Kommunikationsnetze und klassische Verteidigungssysteme kombiniert. Rheinmetall bringt seine Kompetenzen bei Sensorik, Flugabwehr und autonomen Systemen ein. Die Telekom liefert Technologien aus den Bereichen 5G, Cloud, Datenanalyse und digitale Vernetzung.

Chartbild bleibt vorerst angeschlagen

Trotz der positiven Zukunftsthemen bleibt die technische Lage angespannt. Besonders der Bruch der 200-Tage-Linie hatte zuletzt zusätzlichen Verkaufsdruck ausgelöst. Auch mehrere Erholungsversuche scheiterten bislang an der 50-Tage-Linie, die sich inzwischen als wichtiger Widerstand etabliert hat. Charttechnisch dominiert damit weiterhin ein bärisches Bild mit tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Marktbeobachter verweisen zudem auf erhöhte Handelsvolumina an schwachen Tagen, was auf weitere Positionsabbauten institutioneller Anleger hindeuten könnte. Erst eine nachhaltige Rückeroberung wichtiger Widerstandsmarken dürfte das Bild wieder aufhellen.

Dividende und Wachstum bleiben im Fokus

Fundamental hält Rheinmetall dennoch an seinem Wachstumskurs fest. Der Vorstand rechnet weiterhin mit einem Umsatzanstieg von mehr als 40 Prozent im laufenden Jahr. Zudem dürfte auf der Hauptversammlung am 12. Mai eine deutliche Dividendenanhebung auf 11,50 Euro je Aktie vorgeschlagen werden. Neben klassischen Rüstungsprojekten setzt der Konzern zunehmend auf Zukunftsfelder wie satellitengestützte Aufklärung, Drohnenabwehr und digitale Verteidigungssysteme. Damit bleibt Rheinmetall neben Unternehmen wie Hensoldt, Renk, Airbus, Lockheed Martin und Northrop Grumman einer der meistbeachteten Werte im europäischen Verteidigungssektor.

Bn-Redaktion/tb
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