Worldline-Skandal

Warum die Aktie plötzlich über 20 % abstürzt 25.06.2025, 10:29 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Worldline 0,29265 EUR -2,87 % Lang & Schwarz

Kurssturz bei Worldline: Schwere Vorwürfe wegen systematischer Vertuschung von Kundenbetrug

Aktie verliert über 20 Prozent nach Enthüllungsbericht

Die Aktien des Zahlungsdienstleisters Worldline sind am Mittwochvormittag um 21,6 Prozent eingebrochen. Auslöser waren Enthüllungen mehrerer europäischer Medien, wonach das französische Unternehmen über Jahre hinweg Betrug durch Kunden systematisch gedeckt haben soll. Die Papiere wurden mehrfach vom Handel ausgesetzt, nachdem ein Netzwerk investigativer Journalisten die Vorwürfe publik machte.

Verbindungen zu Hochrisikokunden trotz Warnungen

Den Recherchen zufolge arbeitete Worldline weiterhin mit gesperrten und risikobehafteten Kunden zusammen und unternahm zu wenig gegen verdächtige Transaktionen. Die Bonds des Unternehmens mit Laufzeit bis 2030 fielen zwischenzeitlich um 7,5 Cent auf 90,803 Cent – der größte Rückgang seit ihrer Emission Anfang Juni.

Worldline reagierte mit einer offiziellen Stellungnahme: Man sei „voll und ganz der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und der Risikoprävention verpflichtet“ und verfolge „eine Null-Toleranz-Politik“.

Niederländische Tochter arbeitete mit dubiosen Firmen

Laut einem Bericht einer niederländischen Zeitung hat Worldline – das jährlich über 500 Millionen Euro an Zahlungen abwickelt – selbst dann profitable, aber problematische Kunden nicht gesperrt, wenn die eigene Risikoprüfung strengere Maßnahmen forderte. Ein konkretes Beispiel ist ein indisches Unternehmen, das über Pop-up-Warnungen auf Computern angeblich Viren diagnostizierte und teure Softwarelösungen verkaufte. Während Wettbewerber wie Adyen bereits vor Jahren die Zusammenarbeit beendeten, machte die Worldline-Tochter Global Collect Services weiter Geschäfte mit dem Anbieter.

Unzureichende Kontrollen und laufende Ermittlungen

Die niederländische Zentralbank nahm 2022 Ermittlungen gegen Global Collect Services auf. Nach Angaben der Zeitung stellten die Behörden fest, dass die Kundenüberprüfung des Unternehmens unzureichend sei. Details wollte die Bank nicht preisgeben.

Worldline betonte, man habe seit 2023 interne Kontrollen verschärft und sich von Kunden getrennt, die nicht den Anforderungen entsprächen. „Unsere aktuelle Betrugsrate liegt laut den jüngsten Berichten unter dem Branchendurchschnitt“, so das Unternehmen.

Bn-Redaktion/ts
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