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Deutsche KI- und Chipwerte leiden unter Gewinnmitnahmen 18.08.2026, 18:27 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Infineon Technologies 57,83 EUR -6,60 % Lang & Schwarz
Micron Technology 809,25 EUR -7,39 % L&S Exchange
AIXTRON 38,60 EUR -8,71 % Baader Bank
SILTRONIC AG 83,73 EUR -6,40 % Lang & Schwarz
Siemens Energy 155,62 EUR -4,53 % TTMzero RT

(neu: Schlusskurse in Frankfurt, Nasdaq-Kurse, Experte zu Anleiherenditen)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Im Schlepptau der Asien-Börsen und belastet von der unter Druck geratenen New Yorker Nasdaq hat es am Dienstag auch bei deutschen Werten mit KI-Fantasie Gewinnmitnahmen gegeben. Der europäische Index des Technologiesektors EU0009658921 sackte um 2,7 Prozent ab, nachdem er zuletzt den höchsten Stand seit Juni erreicht und sich dem etwa zwei Monate alten Rekord genähert hatte.

Unter den deutschen Einzelwerten fielen die Papiere von Siemens Energy DE000ENER6Y0 um mehr als fünf Prozent zurück, nachdem sie in den vergangenen Tagen auf dem höchsten Niveau seit Anfang Juli gestanden hatten. Noch etwas stärker unter Druck gerieten Titel aus dem Chipsektor, angeführt von Infineon DE0006231004 mit minus 7,6 Prozent und den Zulieferern Suss, Aixtron DE000A0WMPJ6 und Siltronic DE000WAF3001 mit Abgaben von bis zu 8,7 Prozent.

Am Dienstag war die derzeit für Technologie wegweisende Börse in Südkorea nach dem dort verlängerten Wochenende nicht den Sektorgewinnen vom Vortag gefolgt. Nachdem sich am Vorabend die US-Börse Nasdaq schon nicht im Plus halten konnte, ging es dort am Dienstag dann auch deutlich bergab. Börsianer zeigten sich zuletzt ohnehin überrascht vom bislang positiven Börsentrend im August, der die sonst übliche Saisonalität im Spätsommer durchkreuzt.

Den Gesamtmarkt belasteten am Dienstag die größer werdende Attraktivität von Anleihen als konkurrierende Anlagemöglichkeit. Marktanalystin Daniela Hathorn von Capital.com machte dies am starken Anstieg langfristiger Renditen von Staatsanleihen fest. Treiber dafür seien anhaltende Inflationsrisiken, eine hohe staatliche Kreditaufnahme und zusätzlicher Kapitalbedarf im Zusammenhang mit dem KI-Investitionsboom.

Im Tech-Sektor können Anleger die Sorgen, dass sich die hohen Investitionen in KI-Technologien letztlich lohnen werden, außerdem nicht ganz verdrängen. Der Marktbeobachter Stephen Innes wies auf entstehende Kreditrisiken durch die entstehenden Finanzierungslasten hin. Vor diesem Hintergrund könne es Jahre dauern, bis klar sei, ob die Umsatzkurve steil genug ansteigen werde, um die Verbindlichkeiten zu decken.

Auch in den USA gab es vor diesen Hintergründen auch Gewinnmitnahmen bei den zuletzt stark erholten Werten mit KI-Fantasie, die vor allem aus dem Chip- und Speicherbereich kommen. Von Nvidia US67066G1040 über Micron US5951121038 bis hin zu Marvell Technology US5738741041 und dem Speicherhersteller Sandisk US80004C1018 reichten die Verluste in New York von zwei bis acht Prozent.

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