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Spritpreise machen gebrauchte Elektroautos teurer 26.09.2026, 09:53 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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Die hohen Spritpreise machen gebrauchte Elektroautos attraktiver - und teurer. Von Mai bis August sind die Restwerte für dreijährige Stromer um 1,4 Prozentpunkte gestiegen, wie aus Daten des Marktbeobachters DAT hervorgeht. Die Restwerte für Benziner sanken parallel um 0,4 Prozentpunkte, die für Diesel sogar um 1,1 Prozentpunkte.

Der Anstieg bei den Stromern ist ungewöhnlich. Normalerweise sinken die Restwertzahlen der DAT im Jahresverlauf aus technischen Gründen leicht.

Noch sind die prozentualen Restwerte - hier der von der DAT ermittelte Händlerverkaufspreis - bei Stromern niedriger als bei Verbrennern. Für reine Elektroautos (BEV) liegt er im Schnitt bei 51,5 Prozent des Listenneupreises, bei Dieseln sind es 58 Prozent, bei Benzinern 59,4 Prozent. Der Abstand ist im vergangenen Jahr aber deutlich gesunken: Noch im November 2025 waren Stromer nur auf 48,4 Prozent, gekommen, Benziner aber auf 62,6 und Diesel auf 61,2.

Beim Händler gehen die Stromer deutlich schneller weg

"Wichtigster Treiber für die Entscheidung zur Elektromobilität dürften die Kraftstoffpreise sein. Diese haben für eine erhöhte Nachfrage nach gebrauchten und auch neuen BEV gesorgt. Dies wiederum hatte zur Folge, dass zwischenzeitlich das Angebot an gebrauchten BEV relativ niedrig war", heißt es von der DAT.

Die Marktbeobachter haben zudem deutlich gesunkene Standzeiten für Stromer festgestellt hat. Hatte es für einen Händler im Mai und den Monaten davor noch ein gutes Stück länger gedauert, einen Stromer zu verkaufen, als einen Verbrenner, hat sich dieses Verhältnis inzwischen gedreht. Stattdessen tun sich Diesel schwer, die auf 92 Standtage kommen. Bei Benzinern sind es 84, bei Stromern nur 74.

Entscheidung braucht Vorlauf

Dass der Effekt erst nach Mai einsetzt und nicht bereits mit Beginn der hohen Spritpreise im März dürfte sich unter anderem damit erklären, dass Entscheidungen wie ein Autokauf meist einen gewissen Vorlauf haben. Zudem zeigte sich mit dem Andauern der Krise, dass die hohen Preise keine kurze Episode sind - sie gewannen also an Gewicht für Autokäufer.

Noch spielen Elektroautos auf den Gebrauchtmarkt allerdings eine stark untergeordnete Rolle. Im August machten sie laut Kraftfahrt-Bundesamt 5,3 Prozent aller Besitzumschreibungen aus. Vor einem Jahr waren es allerdings erst 3,9 Prozent.

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