ALBEMARLE WKN: 890167 ISIN: US0126531013 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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Kommentare 6.364
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m4758406, 13.03.2025 14:31 Uhr
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Während China durch **zentral gesteuerte Regulierung** voranschreitet, fehlen in der EU vergleichbare verbindliche Vorgaben. Das Öko-Institut fordert hier ambitionierte Ziele für Sammlung, Zweitnutzung und Recycling, betont aber gleichzeitig, dass die EU gegenüber China nicht zurückbleiben dürfe. Globale Initiativen wie die **„Circular Battery Action Partnership“** der Weltbank unterstreichen den Bedarf an internationalen Standards, doch China nutzt seine Frühvorsprünge strategisch. Die Dominanz Chinas im Lithium-Recycling ist **primär durch staatliche Weichenstellungen** geprägt, nicht durch Marktkräfte. Die These, Recycling lohne sich nur bei Knappheit, wird durch die chinesischen Rahmenbedingungen widerlegt: Hier überwiegen **langfristige Ressourcensicherung** und **Umweltverantwortung** als Handlungsgründe. Die EU würde gut daran tun, ähnliche regulatorische Hebel zu nutzen, um Kreislaufwirtschaft voranzutreiben – auch wenn dies kurzfristige Widerstände verursachen könnte. **Synthese**: Chinas Lithium-Recycling ist ein **regulatorisch getriebenes Mega-Projekt**, das ökologische und strategische Ziele verbindet. Die Hersteller werden durch Gesetze gezwungen, Recyclinganlagen zu betreiben, unabhängig von der aktuellen Wirtschaftlichkeit. Dies unterstreicht die Priorität, die China dem Schutz der Umwelt und der Sicherung von Rohstoffströmen beimisst – ein Ansatz, der international als Vorbild oder Herausforderung wahrgenommen wird.
m
m4758406, 13.03.2025 14:28 Uhr
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Die Annahme, dass Recycling nur bei hohen Rohstoffpreisen oder Knappheit lohne, wird durch Chinas Praxis relativiert: - **Staatliche Subventionen und regulatorischer Druck** übersteigen kurzfristige Marktlogiken. Unternehmen werden unabhängig von der Rentabilität des Recyclings zur Einhaltung der Vorgaben gezwungen. - **Umwelt- und Sicherheitsrisiken** dominieren als Handlungsmotive: Die umfangreichen Vorschriften zielen auf die Vermeidung von Umweltkatastrophen durch unsichere Recyclingpraktiken ab. - **Langfristige Kreislaufwirtschaft**: Chinas Ziel ist es, eine **vollständige Abhängigkeit von Recycling** zu erreichen, unabhängig von primären Abbaukapazitäten. Trotz des regulatorischen Drucks bestehen erhebliche Herausforderungen: - **Kosten-Nutzen-Disparität**: Wie das Öko-Institut kritisiert, decken die Erlöse aus recycelten Rohstoffen oftmals nicht die hohen Aufwendungen für Sammlung und Verarbeitung. - **Fragmentierung des Marktes**: Neben den staatlich geförderten Großanlagen existieren weiterhin **informelle Recyclingbetriebe**, die Sicherheits- und Umweltstandards unterlaufen. - **Technologische Hürden**: Die Rückgewinnung von Lithium aus Batterien erfordert komplexe Prozesse, die in China noch nicht flächendeckend standardisiert sind.
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m4758406, 13.03.2025 14:21 Uhr
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### Laut meinem Wissen ist das Lithium-Recycling in China enorm. Kannst du das bestätigen? Die chinesischen Batterieproduzenten werden vom Staat dazu verpflichtet, Recyclinganlagen direkt neben ihren Produktionsstätten zu bauen und zu betreiben. Kannst du die Richtigkeit dieser Aussage überprüfen ? ### -----------> Chinas Regierung hat seit Mitte der 2010er-Jahre gezielte Maßnahmen ergriffen, um ein flächendeckendes Recycling-System für Batterien aus Elektrofahrzeugen (NEVs) zu etablieren. Bereits 2018 veröffentlichte das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie vorläufige Richtlinien, die Hersteller verpflichteten, Rücknahmenetze für gebrauchte Batterien einzurichten. Diese wurden 2019 präzisiert und legten fest, dass Unternehmen ab einem Verkauf von 8.000 NEVs pro Verwaltungsgebiet Recyclinganlagen mit Mindestkapazitäten errichten müssen – entweder temporäre Lager mit 5 Tonnen oder langfristig betriebene Anlagen ab 30 Tonnen. Die Verpflichtung zur direkten Integration von Recyclinganlagen in die Produktionsinfrastruktur zeigt sich auch in der Verantwortungszuweisung: Hersteller tragen die Hauptlast für die Sammlung, Sortierung und sichere Lagerung der Batterien, dürfen diese aber nicht selbst demontieren. Stattdessen müssen sie mit lizenzierten Recyclingbetrieben zusammenarbeiten, die die technische Aufbereitung übernehmen. Dieses System zielt darauf ab, Umweltrisiken wie chemische Verunreinigungen oder Brände durch informelle Recyclingpraktiken zu minimieren. China positioniert sich global als Vorreiter im Batterierohstoff-Recycling, insbesondere für Lithium, Kobalt und Nickel. Eine Studie der Universität Münster prognostiziert, dass der primäre Lithiumbedarf in China bereits ab 2059 durch Recycling gedeckt werden könnte – deutlich früher als in der EU (2069) oder den USA (2069). Dieser Vorsprung erklärt sich durch: - **Massive staatliche Investitionen** in Recyclinginfrastruktur, die mit der Expansion der Elektromobilität Schritt halten. - **Kontrolle über Schlüsseltechnologien**, die ein effizientes Aufbereitungsverfahren ermöglichen. **Strategische Rohstoffabhängigkeit**: Trotz heimischer Lithiumförderung ist China auf Importe angewiesen, was Recycling als **Sicherheitshebel** für die Lieferketten macht.
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luiGER, 13.03.2025 7:42 Uhr
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Recycling lohnt sich nur bei hohen preisen und Knappheit, also eher seltene Ressourcen. Auf EU Ebene wird natürlich Kreislaufwirtschaft gefordert, weltweit eher nicht. Ich denke Lithium soll eher aus umweltgründen recycelt werden
CaptainDollarX
CaptainDollarX, 12.03.2025 15:34 Uhr
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Recycling wird mal eine gewisse Rolle spielen, ggf. um 2030, aber das dauert ja noch
C
ChirpedPulse, 12.03.2025 12:22 Uhr
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sind zu viele Kräfte die gegen ALB wirken, Recycling ist langfristig ein zu großes Problem, daher ich spekuliere hier nur noch auf einen letzten sehr kräftigen Preisanstieg und dann hau ich alle Nachkäufe raus, den Rest lasse ich auf gut Glück weiter laufen :)

Hat Recycling jemals, in irgend einer Branche, den Bedarf auch nur annähernd gedeckt? Ich denke, nein.Trotzdem sehe ich den Punkt, dass der Preis langfristig relativ niedrig bleiben könnte. Hier sind aber die geringen Produktionskosten von ALB ein guter Schutz. Mittelfristig werden EV und Batteriespeicher massiv wachsen! Wer davon profitiert bleibt abzuwarten.
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m4758406, 11.03.2025 19:43 Uhr
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sind zu viele Kräfte die gegen ALB wirken, Recycling ist langfristig ein zu großes Problem, daher ich spekuliere hier nur noch auf einen letzten sehr kräftigen Preisanstieg und dann hau ich alle Nachkäufe raus, den Rest lasse ich auf gut Glück weiter laufen :)
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Rumorandvalue, 11.03.2025 19:27 Uhr
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EV Aktien eskalieren gegen den Markt. Ich akkumuliere aktuell weiter in beiden Sektoren. Alb muss erst mal das 67$ tief festigen. Heute sind wird punktgenau auf dem 0.618 fib des ersten neuen Impulses aufgesetzt. Wenn Lithium dreht ein gutes setup. Ich bleibe bei dca. Abgesehen vom EV Sektor knirscht es ja aktuell im breiteren Markt, angetrieben vom platzen einiger zyklischer Blasen und politischer Unsicherheit. Und Lithium hält zwar noch meinen Bodencall, tritt aber auf der Stelle. Die Catl minengeschichte verzögert den run mMn etwas. Aber Q2 steht ja schon kurz bevor.
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m4758406, 11.03.2025 6:30 Uhr
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### Warum wird Albemarle wahrscheinlich niemals einen positiven Free Cashflow erreichen, obwohl die E-Mobilität stark wächst? Welche Rolle spielen steigende Compliance-Kosten im Bergbau dabei? ### -----------> Albemarle steht trotz des wachsenden Bedarfs an Lithium vor enormen finanziellen Herausforderungen, die es sehr unwahrscheinlich machen, dass das Unternehmen jemals einen nachhaltigen positiven Free Cashflow erreicht. Das Hauptproblem liegt in den hohen und kontinuierlich steigenden Investitionen, die notwendig sind, um die Produktion aufrechtzuerhalten und auszubauen. Da Lithium ein strategisch wichtiges Metall ist, unterliegt der Bergbau in vielen Ländern strengen Regulierungen, die Albemarle zu zusätzlichen Investitionen in Umwelt- und Sozialstandards zwingen. Ein praktisches Beispiel hierfür ist die Situation in Chile, wo die Regierung nicht nur strengere Auflagen für den Wasserverbrauch in den Atacama-Salaren eingeführt hat, sondern auch eine teilweise Verstaatlichung der Lithiumproduktion anstrebt. Dies führt dazu, dass Albemarle teure Maßnahmen ergreifen muss, um seine Wassernutzung nachhaltiger zu gestalten und gleichzeitig seine Produktionsrechte zu sichern. Ähnliche regulatorische Entwicklungen gibt es auch in Australien und den USA, wo strengere Umweltauflagen, höhere Lizenzgebühren und langwierige Genehmigungsverfahren dazu führen, dass sich neue Projekte verzögern und bestehende Minen mit zusätzlichen Compliance-Kosten belastet werden. Diese Faktoren bedeuten, dass Albemarle nicht nur ständig hohe Summen für den Erhalt und Ausbau seiner Produktionskapazitäten ausgeben muss, sondern auch, dass ein erheblicher Teil dieser Investitionen nicht direkt in die Effizienzsteigerung oder die Rentabilität fließt, sondern in die Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Hinzu kommt, dass die Lithiumpreise stark schwanken und das Unternehmen in Jahren mit niedrigen Preisen gezwungen ist, sich über Schulden oder Kapitalerhöhungen zu finanzieren, da die eigenen operativen Einnahmen nicht ausreichen. Ein weiteres Problem ist, dass Albemarle trotz hoher Investitionen keine ausreichenden Gewinne erzielt, um die steigenden Kosten langfristig zu decken, was bedeutet, dass der Free Cashflow regelmäßig negativ bleibt. Selbst in Phasen hoher Lithiumpreise reicht der operative Cashflow nicht aus, um die massiven Investitionen zu kompensieren, sodass Albemarle langfristig immer wieder neues Kapital aufnehmen muss, um weiter operieren zu können. Das Unternehmen bewegt sich somit am finanziellen Limit und ist auf externe Finanzierungen angewiesen, um zu überleben, während gleichzeitig der Druck durch steigende Umweltauflagen und politische Unsicherheiten zunimmt. Dadurch entsteht eine Spirale aus stetig steigenden Kosten, unzureichender Rentabilität und der Notwendigkeit, immer mehr Kapital aufzunehmen, was die Wahrscheinlichkeit eines nachhaltigen positiven Free Cashflows weiter verringert.
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m4758406, 11.03.2025 6:16 Uhr
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Die EU-Taxonomie begünstigt daher zunehmend recyceltes Material durch verschärfte Emissionsgrenzwerte. Zudem reduzieren Recyclingprozesse den Wasserverbrauch um 70 bis 80 Prozent gegenüber konventioneller Förderung, was in wasserarmen Regionen zunehmend entscheidungsrelevant wird. Die Analyse widerlegt die These, dass recyceltes Lithium bereits heute kostengünstiger als primär gewonnenes Material sei. Aktuelle Daten zeigen im Gegenteil 20 bis 30 Prozent höhere Kosten für Sekundärlithium. Langfristig zeichnet sich jedoch ein Paradigmenwechsel ab: Ab 2030 könnte es zum Kreuzpunkt der Kostenkurven kommen, da steigende Bergbaukosten auf sinkende Recyclingkosten treffen. Ab 2035 dürfte Recycling im Bereich Consumer-Elektronik und stationäre Speicher dominieren, während der Bergbau weiterhin für Hochleistungsanwendungen wie Luftfahrt und Schwerlastverkehr erforderlich bleibt. Minenbetreiber wie Albemarle stehen vor der strategischen Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle hybrid auszurichten. Die erfolgreiche Positionierung erfordert Investitionen in recyclinggerechtes Batteriedesign, Partnerschaften mit städtischen Sammelsystemen und politisches Lobbying für ausgewogene Regulierung. Die Behauptung eines klaren langfristigen Nachteils für Minenbetreiber erscheint somit überzogen. Vielmehr entwickelt sich der Markt hin zu komplementären Wertschöpfungsketten, bei denen Primär- und Sekundärproduktion symbiotisch koexistieren werden.
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m4758406, 11.03.2025 6:15 Uhr
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Langfristige Marktprognosen deuten darauf hin, dass sich die Preisstrukturen von Primär- und Sekundärlithium bis 2035 annähern werden. Während Primärlithium voraussichtlich bei 6.000 bis 7.000 Dollar pro Tonne LCE stabilisiert wird, sollen die Kosten für Sekundärlithium auf 4.200 bis 5.500 Dollar pro Tonne sinken. Ab 2032 könnte recyceltes Lithium erstmals preislich konkurrenzfähig werden, wenn die Sammelquoten ausgedienter Traktionsbatterien 60 Prozent überschreiten, hydrometallurgische Verfahren Industriestandard werden und Energiekosten durch erneuerbare Stromquellen weiter fallen. In diesem Szenario könnte recyceltes Lithium bis 2035 einen Marktanteil von 30 Prozent des europäischen Bedarfs, 45 Prozent des chinesischen Bedarfs und 22 Prozent des nordamerikanischen Bedarfs erreichen, wobei die regionalen Unterschiede divergierende regulatorische Rahmenbedingungen und Investitionsprioritäten widerspiegeln. Trotz dieser langfristigen Entwicklung bleiben Minenbetreiber mittelfristig mit erheblichen Risiken konfrontiert. Kurzfristige Herausforderungen bis 2030 umfassen Überkapazitäten durch eine verzögerte Marktdurchdringung von Elektroautos, Preisdruck durch staatliche Subventionen für Recyclingmaterial sowie steigende Compliance-Kosten im Bergbau. Steigende Compliance-Kosten im Bergbau bedeuten, dass Unternehmen immer mehr Geld aufwenden müssen, um gesetzliche Vorschriften, Umweltauflagen und soziale Standards einzuhalten. Diese Kosten entstehen durch strengere Regulierungen, die beispielsweise den Umweltschutz, die Arbeitsbedingungen oder den Umgang mit lokalen Gemeinschaften betreffen. Langfristig könnte der sinkende Bedarf an Primärlithium durch geschlossene Kreisläufe, Margenverfall durch die Einführung von Natrium-Ionen-Batterien als Alternativtechnologie und Reputationsrisiken aufgrund von Umweltproblemen in Bergbauregionen existenzielle Bedrohungen darstellen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, stehen Minenbetreibern verschiedene strategische Optionen offen: die vertikale Integration in Recyclingmärkte, die Entwicklung von Premiumprodukten für Hochleistungsanwendungen oder Geoengineering-Ansätze zur Effizienzsteigerung der Salzsee-Extraktion. Eine Fallstudie der Albemarle Corporation zeigt, dass das Unternehmen trotz eines 56-prozentigen Umsatzrückgangs im Energiespeichersegment und Investitionen von 1,3 Milliarden Dollar in Recyclinginfrastrukturen mit einer 15-prozentigen Kostensenkung bei der Lithiumhydroxid-Produktion seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten versucht. Anpassungsstrategien wie modulare Anlagenarchitektur für skalierbare Recyclingkapazitäten, digitale Materialpässe zur Qualitätssicherung und langfristige Abnahmeverträge mit Automobilherstellern sollen dazu beitragen, die Bruttomarge bis 2030 auf 35 Prozent zu stabilisieren. Neben ökonomischen Überlegungen spielen auch Umweltaspekte eine zunehmende Rolle. Primärlithium verursacht eine CO2-Bilanz von 15 bis 20 Tonnen CO2-Äquivalent pro Tonne LCE, während Sekundärlithium lediglich fünf bis acht Tonnen CO2-Äquivalent pro Tonne benötigt.
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m4758406, 11.03.2025 6:13 Uhr
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Minenbetreiber wie Albemarle setzen zunehmend auf Hybridstrategien, die traditionellen Bergbau mit Recyclinginvestitionen kombinieren. Das Unternehmen konnte durch integrierte Kreislaufprozesse die Abfallproduktion um 15 Prozent senken, unterhält Partnerschaften mit drei Recyclern in Nordamerika und Europa und investiert 482 Millionen Dollar in Forschung für verbesserte Extraktionstechniken. Diese Doppelstrategie ermöglicht eine Risikostreuung und die Nutzung synergistischer Effekte zwischen beiden Wertschöpfungszweigen. Während Albemarle diese hybride Strategie verfolgt, profitieren chinesische Recycler von strukturellen Vorteilen wie dichten Sammelnetzen aufgrund der hohen Elektroauto-Dichte, staatlich subventionierten Verarbeitungsanlagen und geringeren Umweltauflagen bei der Metallrückgewinnung. Diese Faktoren führen zu 30 Prozent niedrigeren Recyclingkosten im Vergleich zu europäischen Anbietern.
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m4758406, 11.03.2025 6:12 Uhr
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Die globale Lithiumindustrie steht vor einem Wendepunkt, bei dem Recyclingtechnologien zunehmend mit traditionellen Fördermethoden konkurrieren. Diese Untersuchung bewertet die aktuelle Kostenstruktur und langfristigen Perspektiven unter besonderer Berücksichtigung der Albemarle Corporation. Die Produktionskosten für konventionell gefördertes Lithium variieren je nach Quelle erheblich: Die Salzsee-Extraktion liegt zwischen 3.500 und 5.000 Dollar pro Tonne LCE, während der Hartgesteinsbergbau Kosten von 6.000 bis 8.000 Dollar pro Tonne verursacht. Diese Zahlen verdeutlichen die prekäre Lage vieler Minenbetreiber, die bereits an der Schwelle zur Rentabilität operieren. Im Gegensatz dazu erreichen moderne Recyclinganlagen derzeit Verarbeitungskosten von 7.000 bis 9.000 Dollar pro Tonne für recyceltes Lithium, was deutlich über den aktuellen Marktpreisen für Primärlithium liegt und die Behauptung widerlegt, dass Recycling bereits heute wirtschaftlicher sei. Die höheren Kosten erklären sich durch die hohen Vorlaufkosten für die Sammellogistik, die energieintensiven Trennverfahren und die aufwendigen Qualitätssicherungsmaßnahmen für batterietaugliches Material. Allerdings prognostizieren Experten der RWTH Aachen bis 2030 eine Reduzierung der Recyclingkosten auf 4.500 bis 6.000 Dollar pro Tonne durch Skaleneffekte und verbesserte hydrometallurgische Verfahren. Technologische Fortschritte im Recyclingsektor zeigen sich insbesondere bei der Metallrückgewinnung. So demonstrierte das ECO2LIB-Projekt mit siliziumbasierten Anoden eine 40-prozentige Kapazitätssteigerung bei gleichzeitiger Erhöhung der Recyclingeffizienz, was den Lithiumbedarf pro Kilowattstunde Speicherkapazität senkt und die Wirtschaftlichkeit sekundärer Rohstoffströme verbessert. Zudem implementieren führende Automobilhersteller zunehmend integrierte Kreislaufmodelle, bei denen Batteriehersteller direkt mit Recyclern kooperieren, um Transaktionskosten zu senken und die Materialrückverfolgbarkeit zu verbessern. Regulatorische Einflussfaktoren spielen eine entscheidende Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung des Recyclings. Die EU-Batterieverordnung sieht bis 2030 verbindliche Recyclingquoten von 70 Prozent für Lithium vor, was Investitionen in Recyclinginfrastrukturen erzwingt, aber gleichzeitig planbare Absatzmärkte für Sekundärrohstoffe schafft. Parallel dazu stellt das US-Energieministerium sieben Milliarden Dollar für den Aufbau heimischer Recyclingkapazitäten bereit, um die Wirtschaftlichkeitslücke zwischen Primär- und Sekundärproduktion vorübergehend zu kompensieren.
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m4758406, 11.03.2025 5:17 Uhr
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### Wird Lithium-Recycling zur existenziellen Bedrohung für Unternehmen wie Albemarle? ### -----------> Ja, langfristig könnte das hohe Lithiumrecycling den Lithiumpreis massiv unter Druck setzen und Unternehmen wie Albemarle in Schwierigkeiten bringen. Die Recyclingquoten steigen rapide – moderne Verfahren ermöglichen bereits eine Rückgewinnung von **85–95 %** des Lithiums, und bis **2030** könnten **90–100 %** erreicht werden. Das bedeutet, dass immer weniger neues Lithium aus Minen benötigt wird. Gleichzeitig senken neue Technologien die Kosten drastisch – von **5.000 €/Tonne** auf nur noch **1.200 €/Tonne**, was recyceltes Lithium deutlich günstiger macht. Zudem erzwingt die **EU-Batterieverordnung** ab **2036**, dass **12 %** des Lithiums in neuen Batterien aus Recycling stammen, wodurch der Markt für frisch gefördertes Lithium weiter schrumpft. Große Autohersteller wie **BMW und Mercedes** etablieren bereits geschlossene Recyclingkreisläufe, um unabhängiger von Minenbetreibern zu werden. Besonders problematisch für westliche Produzenten: **China dominiert den Recyclingmarkt**, CATL-Tochter Brunp betreibt **251 Anlagen** und verarbeitet **120.000 Tonnen** pro Jahr. Europas Kapazitäten sind mit **90.000 Tonnen/Jahr** in Deutschland vergleichsweise gering, sollen aber bis **2030** auf **435.000 Tonnen/Jahr** steigen. Die ökologischen Vorteile sind enorm – Batterierecycling kann die **CO₂-Bilanz von E-Autos um 40–70 %** verbessern und verringert den Bedarf an umweltschädlichem Bergbau. Kurzfristig bleibt Lithium gefragt, aber langfristig könnten sinkende Nachfrage und massive Recyclingkapazitäten die Preise für immer niedrig halten. Unternehmen wie Albemarle müssen entweder ins Recycling einsteigen oder sich auf dauerhaft niedrigere Margen einstellen.
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m4758406, 09.03.2025 23:18 Uhr
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### Terminmarkt vs. Spotmarkt-Dynamiken ### -----------> An der Guangzhou Futures Exchange stieg das Handelsvolumen für Lithium-Futures im Q4 2024 um 20%, was auf Spekulationen über zukünftige Knappheit hindeutet. Die Diskrepanz zwischen Spotpreisen (15.000 US$) und 5-Jahres-Futures (28.000 US$) zeigt Markterwartungen einer Angebotsverknappung ab 2027. ### Schlussfolgerungen ### -----------> Warum Lithium jetzt billig, aber später teuer sein könnte: 1.) Zeithorizont-Differenzierung: Heute gibt es genug Lithium, aber Experten erwarten ab 2028 einen Mangel. 2.) Marktzyklen: Die Lithium-Industrie funktioniert in 10-Jahres-Zyklen – was heute investiert wird, bestimmt das Angebot in den 2030er-Jahren. 3.) Systemische Risiken: Es gibt nicht nur ein Mengenproblem, sondern auch Abhängigkeiten von Ländern, Recyclingproblemen und technologischen Vorgaben. Kurz gesagt: Der niedrige Preis heute bedeutet nicht, dass Lithium in Zukunft nicht knapp und teuer wird!
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m4758406, 09.03.2025 23:07 Uhr
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### Chinas Marktdominanz ### -----------> Chinas Kontrolle über 65% der globalen Lithiumverarbeitungskapazitäten ermöglicht Preismanipulation durch: - Subventionierte Staatsunternehmen - Lagerhaltungspolitik (2023: 40.000 t strategische Reserven) - Exportbeschränkungen für verarbeitetes Lithiumhydroxid ### Das Henne-Ei-Problem der Elektromobilität ### -----------> Niedrige Lithiumpreise führen zu: - Investitionsstopps in neue Minen - Verzögerungen bei Batterieinnovationen - Rückkehr zu Verbrennern durch Kostenvorteile. Gleichzeitig warnen Autohersteller vor langfristigen Lieferrisiken: - VW sichert sich Lithiumverträge bis 2032 zu Festpreisen - Tesla kauft 2024 Rechte an argentinischem Salar für 650 Mio. US$
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