BAYER Insiderboard WKN: BAY001 ISIN: DE000BAY0017 Forum: Aktien User: Bay5anto
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Lang & Schwarz
Knock-Outs auf Bayer
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Kommentare 5.872
G
Geldvermehrer,
27.06.2020 20:48 Uhr
0
Bay5anto, du hast in der Sache Recht. Aber darum geht es mir nicht. Der Grund warum es mit dem Kurs abwärts geht ist weil Bsyer auf wissenschaftlichen Sachverstand gegen Gerichtsverfahren setzt und das sei ein gewagtes Spiel. Hier der Originaltext von Reuters.
“Bayer is taking a huge risk by doing this and it’s a bet that time can show that the science underlying the plaintiffs’ claims is bad,” said David Noll, a law professor at Rutgers University.
Bay5anto,
27.06.2020 17:44 Uhr
0
"Außerdem hat das Unternehmen die Notwendigkeit erkannt, auch mögliche künftige Anspruchsteller einzubeziehen, die sich bislang noch nicht um eine anwaltliche Vertretung bemüht haben. Für diese möglichen künftigen Kläger wird mit der Vergleichsvereinbarung ein mehrgleisiger Prozess eingerichtet. Dieser beinhaltet folgende Elemente:
- Es wird eine Gruppe möglicher künftiger Kläger gebildet, die alle Personen in den USA einschließt, die behaupten, vor dem 24. Juni 2020 mit Roundup™ in Berührung gekommen zu sein. Sie sind entweder am Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt oder könnten in Zukunft daran erkranken, haben aber bis heute keine Klage gegen Monsanto eingereicht oder noch keinen Anwalt engagiert, um eine solche Klage einzureichen.
- Im Zusammenhang mit der Bildung dieser Gruppe sieht die Vereinbarung vor, dass ein unabhängiges Wissenschaftsgremium (Class Science Panel) gebildet wird. Dieses Wissenschaftsgremium wird für diese Gruppe entscheiden, ob Roundup™ das Non-Hodgkin-Lymphom verursachen kann – und nicht Jurys in Gerichtssälen. Die Parteien erwarten, dass der Entscheidungsprozess des Wissenschaftsgremiums einige Jahren dauern wird – beginnend mit dem rechtskräftigen Abschluss der Vereinbarung nach einem möglichen Berufungsverfahren. Während der Untersuchung des Wissenschaftsgremiums wird es den Mitgliedern der Gruppe nicht erlaubt sein, Roundup™-Klagen einzureichen. Die von dem Gremium berücksichtigten Materialien, die Bayer offenlegen darf oder bereits öffentlich zugänglich sind, werden auf einer Website online gestellt.
- Sowohl die Gruppe als auch Monsanto werden an die Entscheidung der Kommission gebunden sein. Sollte das Wissenschaftsgremium zu dem Schluss kommen, dass Roundup™ das Non-Hodgkin-Lymphom nicht verursacht, wird es den Mitgliedern der Gruppe verwehrt sein, in Gerichtsverfahren das Gegenteil zu behaupten. Das würde für diese Gruppe effektiv die Beendigung des Verfahrenskomplexes bedeuten.
- Sollte das Wissenschaftsgremium zu dem Schluss kommen, dass Roundup™ das Non-Hodgkin-Lymphom verursachen kann, wird es als nächstes festlegen, welche Expositionsniveaus mindestens gegeben sein müssen. Monsanto wäre es dann verwehrt, in Fällen, die von Mitgliedern der Gruppe eingereicht werden, das Gegenteil zu behaupten. Mitglieder der Gruppe mit den entsprechenden Expositionsniveaus dürften dann Roundup™-Klagen einreichen und müssten beweisen, dass sie die Expositionsschwelle erreicht haben. Monsanto dürfte sich aber weiterhin mit allen anderen zur Verfügung stehenden Mitteln vor Gericht verteidigen und auch vorbringen, dass Roundup™ die Erkrankung dieses bestimmten Mitglieds der Gruppe nicht verursacht hat. Außerdem dürften Mitglieder der Gruppe keinen Strafschadenersatz fordern.
- Im Rahmen der Vereinbarung mit der Gruppe wird Monsanto außerdem Forschung zur Behandlung von NHL sowie Programme zur Diagnose von NHL in unterversorgten Regionen finanzieren. Hinzu kommen Unterstützungszahlungen an Mitglieder der Gruppe, die vor der Entscheidung des Wissenschaftsgremiums an NHL erkranken und die aufgrund ihrer Bedürftigkeit während dieses Zeitraums für Unterstützung in Frage kommen – als Kompensation für den Zeitraum, in dem sie keine Klage einreichen können. Dieses Programm wird unter der Aufsicht des Gerichts von Ken Feinberg verwaltet.
- Die Vereinbarung mit der Gruppe möglicher künftiger Kläger bedarf der Zustimmung von Richter Vince Chhabria vom U.S. District Court for the Northern District of California, der den Vorsitz über die sogenannte Multi District Litigation führt. In diesem Zuge werden die Mitglieder dieser Gruppe entsprechend benachrichtigt, anschließend haben sie während eines Zeitraums von 150 Tagen die Möglichkeit, aus der Vergleichsvereinbarung auszusteigen. Sollte davon übermäßig oft Gebrauch gemacht werden, liegt es im Ermessen von Monsanto, die Vergleichsvereinbarung aufzukündigen. Wobei wir meinen, dass die Vereinbarung mit der Gruppe fair ist und wohl nur eine kleine und handhabbare Zahl an Gruppenmitgliedern von der Möglichkeit Gebrauch macht.
- Im Rahmen dieser Vereinbarung werden wir zusätzlich 1,25 Milliarden US-Dollar für die Maßnahmen aufwenden, die ich eben beschrieben habe. Ich möchte betonen, dass diese Zahlung in Verbindung mit der Vereinbarung mit der Gruppe auf diese Summe beschränkt ist, unabhängig von der Anzahl der Personen in dieser Gruppe."
Bay5anto,
27.06.2020 17:44 Uhr
0
Sorry Geldvermehrer, aber dein Kommentar gibt meiner Meinung nach den Mechanismus und das sehr kalkulierbare Risiko nicht korrekt wieder.
Daher hänge ich es unten nochmals im Detail an.
Außerdem ist die Entscheidung ob man Gefahrenhinweise Aufdrucke keine von Bayer sonder dies wurde von der Behörde EPA untersagt, da es keine Beweise für eine Gefährdung gibt.
Nochmals die Frage. Das Produkt ist vermutlich das meist angewandte Herbizid weltweit, über 40 Jahre auf dem Markt und zugelassen es gibt über 1.000 Studien. Was soll da in 4 Jahren Neues raus kommen? Man gründet kein Institut sondern einen wissenschaftlichen Rat (Panel), es wird nicht geforscht sondern nur vorhandene Studien genutzt um die Klagen zu bewerten.
Was soll da Neues bei rum kommen?
Dazu sollte man sich als Aktionär fragen welche Gruppe denn hier wirklich Zweifel an dem Produkt übt. Es handelt sich hier um 100.000 Hobbyanwender, wenn sie das Produkt denn auch wirklich alle genutzt haben und nicht nur auf den vermeintlich lukrativen Zug aufgesprungen sind. Aus der Landwirtschaft hört man praktisch nichts Negatives im Gegenteil. Wo sind denn all die todkranken Landwirte die das Produkt seit über 40 Jahren im großen Stil anwenden?
Das sind die Käufer und Kunden die jedes Jahr Milliarden in die Kasse und nicht nur bei Bayer, sondern bei über 40 Unternehmen weltweit die Glyphosat-Produkte produzieren oder vertreiben. Und diese Kunden stehen nach wie vor hinter dem Produkt. Wieso? Weil es gut ist und sich bewährt hat und weil es auch nach über 40 Jahren noch keine bessere Alternative auf dem Markt gibt.
G
Geldvermehrer,
27.06.2020 15:48 Uhr
0
Bay5anto, der Vorstand von Bayer will ein wissenschaftliches Institut gründen das in USA Glyphosat untersuchen soll. Aus Bayer Sicht ist das Ergebnis eindeutig, Glyphosat ist für den Menschen ungefährlich. Die Kursentwicklung zeigt aber dass daran Zweifel herrschen und dass in der Folge ständig weitere Klagen kommen können.
Weil Bayer Roundup weiter ohne Gefahrhinweis verkaufen will ist es sinnvoll dass Bayer diesen Weg geht. Wir Aktionäre müssen mit den Zweifeln an dem Produkt = Kursabschläge leben. Nur Zeit und Forschung werden die kurssteigernde Ungefährlichkeit beweisen.
Bay5anto,
27.06.2020 9:59 Uhr
0
So schaut's aus, vergleichbar mit den aktuellen Diskussionen zum Thema Corona.
Empfehle wirklich den Beitrag zum Shikimisäureweg zu lesen an dem Glyphosat ansetzt. Diesen Stoffwechselweg gibt es eben nur bei Pflanzen und einigen Mikroben/Bakterien. Bei höher entwickelten Lebewesen wie Tieren und Menschen existiert dieser Wirkpunkt nicht.
https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Shikimis%C3%A4ureweg
J
Jan123,
27.06.2020 9:22 Uhr
0
Erstmal großes Kompliment an bay5anto. Sehr sachliche und gut recherchierte Beiträge hier.
Für mich ist glyphosat ein Paradebeispiel für Fehlinformation und -beeinflussung durch Medien, eventuell zum Teil auch unbewusst. In jedem Beitrag/Artikel kommt die Phrase "das im Verdacht steht krebserregend zu sein". Durch diese repetitive Äußerung brennt sich das bei vielen fest, da auf der anderen Seite sehr wenig über die tatsächliche Studienlage berichtet wird. Das färbt dann natürlich auch sehr auf das Image von Bayer ab.
I
Insider2020,
27.06.2020 5:07 Uhr
0
Hoffe, dass hier einige Besserwisser auch gut durchs Leben kommen........
Bay5anto,
26.06.2020 23:04 Uhr
0
Das sieht man doch hier, wieso kontrovers diskutiert wird. Es gibt auf der einen Seite Menschen die Themen nüchtern und sachlich bewerten und sich einlesen und auf der andern Seite die die aus dem Bauch entscheiden und Hintergründe und Abhängigkeiten kaum beurteilen können weil sie nur oberflächlich oder einseitig informiert sind, Stichwort Informationsblase.
Das hat mit kämpfen für Glyphosat nichts zu tun. Mir ist ehrlich gesagt auch ziemlich egal ob die Zulassung nach 2023 verlängert wird. Das wird bitter für die Landwirte aber es werden sich auch Alternativen finden, ob die besser sind ist die andere Frage.
Der eigentliche Kampf geht gegen Oberflächlichkeit, Halbwissen und Idiologie. Das mag ich gar nicht und ist für mich eines der größten Probleme unserer Gesellschaft, denn es verhindert die Probleme und Herausforderung vor denen wir wirklich stehe effizient anzugehen.
Lirumlarum1,
26.06.2020 22:25 Uhr
0
Danke für den Exkurs!
Aber warum wird dann so kontrovers diskutiert?
Ich finde es auch schön wie leidenschaftlich Sie dafür kämpfen, mich zu überzeugen aber ein Freund von mir ist Chemiker und er hält es für bedenklich.
Ich bin raus, schönes Wochenende!
Bay5anto,
26.06.2020 22:13 Uhr
0
Es wird nicht verboten, sondern dann läuft die aktuelle Zulassung aus, wenn sie nicht verlängert wird.
Hmm, was ist denn keine Chemie? Hälst du C2H6O oder H2O Verbindungen auch für bedenklich?
Man merkt, dass du kein Chemiker bist die Verwendung von Phosphortrichlorid ist ein möglicher Syntheseweg, aber nicht der der üblicherweise in der Produktion angewandt, hier wäre z.B. auch das erwähnte H2O mit von der Partie. Gefährliches Zeug 😉
Spass beiseite, nach einer Synthese hat das Endprodukt für gewöhnlich nicht mehr viel mit dem Ausgangsprodukt zu tun. Glyphosat ist eher Verwandt mit dem Phosphat das jede Pflanze zum Wachstum braucht. Das genannte Formaldehyd ist eine der meisthergestellten organischen Chemikalien und Ausgangsstoff eine unzählige Zahl von Produkten des täglichen Lebens. Wenn du die wegen des Ausgangsproduktes für bedenklich hälst, müsstest Du vermutlich vieles aus deiner guten Stube räumen.
Kunststoffe, Griffe, Gehäuse bis hin zu Billardkugeln, Kunstfasern, Lacke, Klebstoffe, Spachtelmasse, Schaumstoffe z.b. in Deiner Matratze, sogar die Karosserie des Travis.
Dazu wird es als Antiseptikum in der Medizin verwendet und in vielen Desinfektionsmitteln, ja sogar als Konservierungsmittel.
Und nun kommt der Clou, es ist sogar Stoffwechselprodukt von Bakterien und Teil unseres menschlichen Stoffwechsels. Und trotzdem wird es karziogen eingestuft.
Du sieht ganz so simple ist weder die Chemie noch die Beurteilung.
Für eine objektive und sachlich Beurteilung empfehle ich sich Mal in den Shikimisäureweg einzulesen. Der ist nämlich die Basis für die Wirkweise von Glyphosat.
Dann wird klar wieso Glyphosat eine Ausnahmestellung hat und wieso es zwar bei Pflanzen aber nicht bei höheren Lebewesen wirkt. Aber z.b. zur Entwicklung von Medikamenten genutzt wird.
Kommt man ggf. auch in Chemie LK in der Schule durch 😉
https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Shikimis%C3%A4ureweg
Lirumlarum1,
26.06.2020 21:13 Uhr
0
Die Grundstoffe ansich, Phosphortrichlorid und Formaldehyd sind eigentlich schon bedenklich.
Ich bin zwar kein Chemiker, muss man aber auch nicht sein um zu wissen, dass diese beiden Stoffe schon ziemlich toxisch sind.
Lirumlarum1,
26.06.2020 21:03 Uhr
0
Warum soll es dann zum 31. Dezember 2023 in Deutschland verboten werden?
Ich stehe im Übrigen allen chemischen Herbiziden kritisch gegenüber.
Bay5anto,
26.06.2020 20:44 Uhr
0
Glyphosat ist ein Herbizid, der Marienkäfer geht evtl. als sehr selektiver Pestizidersatz durch kann aber aus als Schädling in Erscheinung treten.
Aber Du hast noch nicht erklärt wieso Du der Meinung bist man könne Glyphosat nicht als unbedenklich bezeichnen, die Wissenschaft und zuständigen Zulassungsbehörden allerdings schon.
Bay5anto,
26.06.2020 20:28 Uhr
0
Wieso nicht Lirumlarum?
Lirumlarum1,
26.06.2020 19:26 Uhr
0
Marienkäfer sind als Schädlingsbekämpfungsmittel weitesgehends unbedenklich, das kann man von Glyphosat nicht behaupten xD
Rollosen, du kannst es drehen wie du willst, von einer Seite aus gesehen war es immer ein Skandal.
Bayer war vielleicht zu gutgläubig um die Vorschäden nicht Vertraglich beim damaligen Verursacher zu belassen.
Bay5anto,
26.06.2020 18:31 Uhr
0
Lirumlarum weil der Politikbetrieb im Brüssel zu langsam arbeitet.
Die behördliche Seite hatte ihre Arbeit gemacht. Letzte Zulassung erfolgte 2001/02 für den Zeitraum bis Ende 2015. Bereits Ende 2013 hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung seine routinemäßige Prüfung der Zulassung abgeschlossen. Sie gab keinen Anlass auf Gefahren oder anzupassende Grenzwerte. Im Feb 2015 hat das BfR anlässlich eines Expertentreffens der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine aktualisierte Version vorgestellt und am 1. April an die EFSA versandt. Damit war die Zuarbeit für die Zulassung abgeschlossen.
Im Okt. 2015 wurde die auslaufende Zulassung bis Mitte 2016 verlängert, da sich die Bearbeitung verlängerte. Mitte 2016 erneut bis Ende 2017 da die Ausschüsse in Brüssel keine Entscheidung zustande bekommen hatten. Im Oktober 2017 wurde erneut verschoben, bis man dann am 27. Nov. 2017 endlich die Zulassung für weitere 5 Jahre entschied.
Das zum Ablauf.
Aber definiere bitte Mal "unbedenklich". Was ist für dich unbedenklich und was nicht?
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