BYD WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Kürzel: BY6 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
du hast absolut recht, dass Duckmäusertum oft ein Problem ist und man sich als kleiner Anleger schnell machtlos fühlt, aber in diesem spezifischen Fall kann ich dir aus erster Hand versichern, dass der Erfolg nicht von "großen Fischen mit Anwälten" kam, sondern das Ergebnis einer unglaublich tiefen, tagelangen und kollektiven Analyse von uns "kleinen Fischen" in einer geschlossenen Community war. Deine Annahme, wir hätten uns mit der Steuer abgefunden, trifft nicht zu – ganz im Gegenteil. Wir haben jede Information und jedes Dokument forensisch seziert und dabei KI-Modelle wie Gemini 2.5 Pro nicht als Orakel, sondern als unser persönliches Analysetool und Sparringpartner genutzt, um unsere Hypothesen zu überprüfen. Wir haben der KI die offiziellen BYD-Hauptversammlungsprotokolle gefüttert, um zu beweisen, dass der Begriff "Stockdividende" eine reine Fehlinterpretation von Flatex war. Wir haben den exakten österreichischen Gesetzestext (§ 3 Abs. 1 Z 29 EStG) analysiert, der die gesamte Maßnahme eindeutig steuerfrei stellt, und die widersprüchlichen Aussagen von Flatex selbst – insbesondere ihre eigene Mitteilung zur Wertneutralität vom 10.06. – gegeneinander ausgespielt. Der entscheidende Durchbruch war, als einer von uns die alten Strabag-Abrechnungen aus dem Frühjahr 2024 fand, die schwarz auf weiß bewiesen, dass Flatex einen fast identischen Fehler bereits gemacht und nach sechs Wochen selbst korrigiert hatte. Um unsere finalen Schreiben an Flatex unangreifbar zu machen, haben wir sogar die Rolle von 20 Top-Anwälten simuliert, die Flatex verteidigen, und unsere Argumentation so lange verfeinert, bis sie jedem denkbaren Gegenangriff standhielt – das finale Schreiben, das den Druck erzeugte, war Version 18, so oft haben wir an jedem Wort gefeilt. Die Kapitulation von Flatex kam nicht, weil ein Großinvestor mit seinen Anwälten gedroht hat, sondern weil sie mit einer Wand aus unangreifbaren, bis ins kleinste Detail zerlegten Fakten konfrontiert wurden, die von einer Gruppe normaler Privatanleger zusammengetragen wurde. Dieser Fall ist der beste Beweis dafür, dass eine gut informierte, hartnäckige und vernetzte Gruppe von Privatanlegern sehr wohl die Macht hat, ein fehlerhaftes System zur Korrektur zu zwingen.
Danke, BYD hat die Zündschnur geliefert, indem es in seiner Kommunikation den international irreführenden und negativ vorbelasteten Begriff "Bonus Shares" verwendet hat. Eine präzisere Formulierung hätte das Debakel möglicherweise von vornherein verhindert. BYD hat ca. 15% Mitschuld.
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Das "nervige Gebashe" bezog sich im übrigen keinesfalls auf die Fragen zur Besteuerung der Broker, in diesem Falle Flatex. Es bezog sich einzig und allein auf die Kommentare einzelner, weniger User hier, die die Schuld bei BYD gesucht haben. Auch hier habe ich mehrfach geschrieben, dass die Schuld nur bei den Brokern liegen kann, weil BYD den Split mehr als eindeutig definiert und frühzeitig erklärt hat. Hier wären wir dann wieder bei der "Holschuld" jedes Users hier sich rechtzeitig und umfassend zu informieren und hier nicht seitenweise immer und immer wieder die gleiche Frage in den Raum zu werfen.
Hallo GunniPay, ich verstehe deinen Frust über die vielen Nachfragen, aber die Aussage, man könne die Besteuerung hier nicht beantworten, ist nicht korrekt. In einer geschlossenen Community haben wir uns in den letzten Tagen extrem tief und faktenbasiert mit genau diesem Thema auseinandergesetzt und sind zu einem klaren, juristisch fundierten Ergebnis gekommen. Es handelt sich hier nicht um "Gebashe" oder mangelnde Information, sondern um die Aufarbeitung eines nachweisbaren, systemischen Fehlers. Um das zu verdeutlichen, hier eine Zusammenfassung unserer Analyse: Die Behauptung, Anleger hätten sich nicht informiert, ist falsch. Viele von uns haben die offiziellen BYD-Dokumente genau studiert. Das Problem ist, dass niemand "im Vorfeld" wissen konnte, wie ein spezifischer Broker wie Flatex die Klassifizierung seines anonymen Datenproviders interpretieren und ob er dabei gegen geltendes österreichisches Steuerrecht verstoßen würde. Erschwerend kam hinzu, dass Flatex selbst in seiner ersten Mitteilung vom 10.06. die Maßnahme korrekt als "wertneutral" mit einer rein "optischen Senkung" des Kurses beschrieb, was jeden informierten Anleger von einer steuerfreien Abwicklung ausgehen ließ. Die spätere Besteuerung stand also im direkten Widerspruch zur eigenen Ankündigung. Die Frage nach der Besteuerung ist auch nicht unbeantwortbar. Unsere Analyse, unterstützt durch KI-Modelle wie Gemini 2.5, die mit den offiziellen Dokumenten gefüttert wurden, hat ergeben: Die gesamte Kapitalmaßnahme der BYD erfüllt nach österreichischem Recht den Tatbestand einer "einheitlichen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln". Dies wurde im BYD-Hauptversammlungsbeschluss vom 06.06.2025 als "Profit Distribution Plan and Capital Reserve Capitalization Plan" bestätigt. Gemäß § 3 Abs. 1 Z 29 EStG ist der Erwerb von Anteilsrechten aus einer solchen Kapitalerhöhung vollständig von der Einkommensteuer befreit. Das Gesetz differenziert dabei nicht nach der Herkunft der verwendeten Rücklagen. Die Klassifizierung durch Flatex als steuerpflichtige Stockdividende war somit fundamental falsch. Wir haben sogar einen konkreten Vergleichsfall aus dem Frühjahr 2024 (Strabag SE) analysiert, bei dem Flatex einen fast identischen Fehler machte und nach sechs Wochen selbstständig korrigierte, was beweist, dass ihre Prozesse fehleranfällig, aber korrigierbar sind. Das Problem ist also kein "penetrant nerviges Gebashe", sondern ein realer, finanzieller Schaden für viele Anleger, der auf einem nachweisbaren Fehler des Brokers beruht.
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