GAZPROM Forum: Community User: Caiw5c5f62645bb07

Kommentare 99.647
Berndbrot
Berndbrot, 11.05.2022 8:42 Uhr
0
Senken der Löhne = Rezession
N
Nino12, 11.05.2022 8:39 Uhr
0
Sanktionen soll es am Ende natürlich heißen 😂 Es ist noch früh.
N
Nino12, 11.05.2022 8:37 Uhr
1

Wir werden sehen was passiert, ob wir wollen oder nicht. Und wirklich eindeutig lässt sich vieles nicht sagen, weil zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Können weniger Wohnungen finanziert werden und werden dementsprechend weniger gebaut hat das Auswirkungen auf die Mieten, stockt der Ausbau der erneuerbaren Energien, produzieren wir weniger eigenen Strom was schlecht für den Strompreis ist. Bei 3% kann der Staat Zinsen im 2-stelligen milliardenbereich mehr zahlen, was auch nicht so toll ist. Denke in einer Wirtschaftskrise die Zinsen zu erhöhen ist sehr mutig. Möchte es an einem anderen Beispiel erklären: wir hatten vor etwa 10 Jahren eine Phase, wo man kaum die Löhne erhöht hat um die Wirtschaft zu stärken. Wir waren auf Sicht von zehn Jahren das einzige Land der EU mit sinkenden reallöhnen. Für die Wirtschaft war es super, aber für den normalen arbeiter nicht. Man hat die Grundlage für die jetzige altersarmut und den Niedriglohnsektor gelegt. Hat alles immer zwei Seiten und niemand kann selbst im Nachgang sagen, ob es besser gewesen wäre, wenn wir höhere lohnsteigerungen gehabt hätten. Meine persönliche Überzeugung ist, dass es wichtiger wäre, die Gehälter im unteren, mittleren Bereich zu erhöhen, anstatt die Preise künstlich niedrig zu halten. Gerade bei Lebensmitteln geben die Preise die realen Kosten keineswegs wieder. Ob man das durch Lohnerhöhungen oder steuer/abgabeminderungen macht, ist wieder ein anderes Thema. Würde a) Erbschaftsteuer und b) spitzensteuer um 3% erhöhen und den mehrerlös dafür verwenden, den grundfreibetrag zu erhöhen und die Grenze wo der Spitzensteuersatz greift zu erhöhen (abflachen der progression). Wird nie kommen, aber warum man Arbeit deutlich höher versteuert wie Erbschaften versteh ich nicht, aber ich möchte nicht noch mehr abdriften.

Ich muss sagen ich werde immer sauer, wenn man darüber spricht Erbschaften noch weiter zu versteuern. Das ist bereits Geld das etliche male versteuert wurde und soll anschließend weitere male versteuert werden? Das ist immer etwas, das diejenigen vergessen wollen, wenn es darum geht solche erhöhungen zu fordern. Die Freibeträge müssten schon lange um ein Vielfaches erhöht werden, weil die Inflation der letzen Jahrzehnte dafür gesorgt hat, dass solche Freibeträge im nu ausgeschöpft sind. Bin deiner Meinung, wenn es darum geht sehr große Erbschaften höher zu versteuern, aber in der heutigen Zeit können Eltern ihren Kindern nicht einmal das eigene Heim vererben, ohne die Freibeträge zu erschöpfen und die Kinder zu zwingen, das Haus zu verkaufen, um die Erbschaftssteuer zu zahlen. Deutschland wurde tatsächlich zum billig Lohn Land und hat sich den großen Wohlstand auf Kosten der eigenen Bevölkerung erkauft. Das ist aber auch die Schuld des Euros bzw. der Expansion in immer schwächere Länder. Das ist aktuell auch das Problem, warum die EZB die Zinsen nicht erhöhen will, obwohl die EZB laut maastrichter Vertrag nur einem einzigen Ziel verpflichtet ist, unabhängig davon was das für weitere Folgen hat und das war ein solch wichtiger Punkt, aber man hat sie leider in ihrem Handeln beschnitten und sie wurde zum Instrument der südeuropäischen Staaten. "Die EZB ist von Weisungen der Regierungen der Mitgliedstaaten oder zentraler Instanzen unabhängig und dem Ziel der Geldwertstabilität verpflichtet." Hier macht aber sowieso jeder nur noch was er will. Nun müssten die Löhne gesenkt und nicht erhöht werden, um das Problem in den Griff zu kriegen, aber erzähl das Mal bei höheren Preisen der Bevölkerung. Darum sage ich doch erst: Wäre man ehrlich zur eigenen Bevölkerung, würde sie morgen die Aufhebung der Zinsen fordern.
Olli.50
Olli.50, 11.05.2022 8:06 Uhr
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Guten Morgen, sie haben gerade gesagt, das die Ukraine Teile ďer Gasleitung gekappt hat.
G
Gruno, 11.05.2022 7:47 Uhr
0

Das die Inflation selbst bei 3% Zinsen nicht auf 2% fällt ist völlig richtig und genau das ist das Problem der Jahrzehnte langen Geldpolitik. In den USA sehen wir das die steigenden Zinsen noch immer nicht für eine Senkung der Inflation sorgen. Ein solcher Impact braucht seine Zeit. Sowas endet immer im Desaster. Deswegen haben Crashpropheten auch nicht Unrecht, nur wiederholen sie das eben von Jahr zu Jahr. Das es irgendwann passiert ist, das weiß jeder. Auch der USD wird fallen, nur eben wann und das ist eben das Problem dieser "Propheten", die auch irgendwann mal ihr Korn finden. Um nochmal zu deiner Frage zu kommen. Sinkt die Geldmenge nicht und die Lieferschwierigkeiten bleiben bestehen, kannst du überspitzt gesagt deine Brötchen bald mit einem Karren Geld abholen. Das Problem ist eben auch, das die Güter, sollten die Lieferschwierigkeiten behoben werden, erst in die Geldmenge "reinwachsen" müssen. Ist da die Gelddruckerei schneller, holen die Güter sie nie ein und wir haben eine nie enden wollende Inflation.

Wir werden sehen was passiert, ob wir wollen oder nicht. Und wirklich eindeutig lässt sich vieles nicht sagen, weil zu viele Faktoren eine Rolle spielen. Können weniger Wohnungen finanziert werden und werden dementsprechend weniger gebaut hat das Auswirkungen auf die Mieten, stockt der Ausbau der erneuerbaren Energien, produzieren wir weniger eigenen Strom was schlecht für den Strompreis ist. Bei 3% kann der Staat Zinsen im 2-stelligen milliardenbereich mehr zahlen, was auch nicht so toll ist. Denke in einer Wirtschaftskrise die Zinsen zu erhöhen ist sehr mutig. Möchte es an einem anderen Beispiel erklären: wir hatten vor etwa 10 Jahren eine Phase, wo man kaum die Löhne erhöht hat um die Wirtschaft zu stärken. Wir waren auf Sicht von zehn Jahren das einzige Land der EU mit sinkenden reallöhnen. Für die Wirtschaft war es super, aber für den normalen arbeiter nicht. Man hat die Grundlage für die jetzige altersarmut und den Niedriglohnsektor gelegt. Hat alles immer zwei Seiten und niemand kann selbst im Nachgang sagen, ob es besser gewesen wäre, wenn wir höhere lohnsteigerungen gehabt hätten. Meine persönliche Überzeugung ist, dass es wichtiger wäre, die Gehälter im unteren, mittleren Bereich zu erhöhen, anstatt die Preise künstlich niedrig zu halten. Gerade bei Lebensmitteln geben die Preise die realen Kosten keineswegs wieder. Ob man das durch Lohnerhöhungen oder steuer/abgabeminderungen macht, ist wieder ein anderes Thema. Würde a) Erbschaftsteuer und b) spitzensteuer um 3% erhöhen und den mehrerlös dafür verwenden, den grundfreibetrag zu erhöhen und die Grenze wo der Spitzensteuersatz greift zu erhöhen (abflachen der progression). Wird nie kommen, aber warum man Arbeit deutlich höher versteuert wie Erbschaften versteh ich nicht, aber ich möchte nicht noch mehr abdriften.
N
Nino12, 11.05.2022 2:18 Uhr
1
Das Verbot des Transports von russischem Öl ist im sechsten Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland nicht mehr enthalten. Das berichtet die DPA unter Berufung auf diplomatische Quellen.
N
Nino12, 11.05.2022 1:25 Uhr
1

Nino12…deine Welt ist mir unbekannt. In meiner Welt sind 2/3 der Bevölkerung für Sanktionen und darüber hinaus bereit, Einbußen am eigenen Standard hinzunehmen. Übrigens, Deutschland kann es sich leisten, den Gürtel enger zu schnüren……(verwöhntes Pack) ….würde ich jetzt mal behaupten, die hier am jammern sind und den Dividenden nachheulen. Insgesamt moralisch sehr verwerflich und zum Glück nur ein kleiner Teil von euren emphatilosen Mitmenschen .

Dann erklär mir mal in Zahlen ganz sachlich, was diese Einbußen genau sind.
N
Nino12, 11.05.2022 1:12 Uhr
1

Das Problem ist meines Erachtens nicht zu viel Geld, sondern zu wenig Güter. Zu viel Geld haben wir schon seit zehn Jahren. Deswegen glaube ich nicht, dass die Preise durch höhere Zinsen merklich sinken. Natürlich bis zu einem gewissen Grad, aber wenn ich die negativen wirtschaftlichen Folgen Gegenüberstelle ist es Meines Erachtens insgesamt ein verlustgeschäft. Ist halt eine Abwägungsfrage was wichtiger ist. Selbst bei 3% Zinsen wird die inflation nicht auf 2% zurückgehen.

Das die Inflation selbst bei 3% Zinsen nicht auf 2% fällt ist völlig richtig und genau das ist das Problem der Jahrzehnte langen Geldpolitik. In den USA sehen wir das die steigenden Zinsen noch immer nicht für eine Senkung der Inflation sorgen. Ein solcher Impact braucht seine Zeit. Sowas endet immer im Desaster. Deswegen haben Crashpropheten auch nicht Unrecht, nur wiederholen sie das eben von Jahr zu Jahr. Das es irgendwann passiert ist, das weiß jeder. Auch der USD wird fallen, nur eben wann und das ist eben das Problem dieser "Propheten", die auch irgendwann mal ihr Korn finden. Um nochmal zu deiner Frage zu kommen. Sinkt die Geldmenge nicht und die Lieferschwierigkeiten bleiben bestehen, kannst du überspitzt gesagt deine Brötchen bald mit einem Karren Geld abholen. Das Problem ist eben auch, das die Güter, sollten die Lieferschwierigkeiten behoben werden, erst in die Geldmenge "reinwachsen" müssen. Ist da die Gelddruckerei schneller, holen die Güter sie nie ein und wir haben eine nie enden wollende Inflation.
chaknoris
chaknoris, 11.05.2022 1:05 Uhr
0
VWL erstes Semester ;) zuwenig Güter für zuviel Geld ...
N
Nino12, 11.05.2022 1:04 Uhr
2
Die exzessive Geldpolitik die wir seit 10 Jahren haben, wie du sagst, hat bisher auch nur funktioniert, weil wir im gleichen Maße Güter hergestellt haben. Die fehlen jetzt, aber die Geldpolitik haben wir immernoch.
N
Nino12, 11.05.2022 1:02 Uhr
1

Das Problem ist meines Erachtens nicht zu viel Geld, sondern zu wenig Güter. Zu viel Geld haben wir schon seit zehn Jahren. Deswegen glaube ich nicht, dass die Preise durch höhere Zinsen merklich sinken. Natürlich bis zu einem gewissen Grad, aber wenn ich die negativen wirtschaftlichen Folgen Gegenüberstelle ist es Meines Erachtens insgesamt ein verlustgeschäft. Ist halt eine Abwägungsfrage was wichtiger ist. Selbst bei 3% Zinsen wird die inflation nicht auf 2% zurückgehen.

Natürlich sind es zu wenig Güter aber wenn du die Güter produktion nicht steigern kannst aufgrund von Lieferschwierigkeiten musst du eben an der anderen Stellschraube drehen.
G
Gruno, 11.05.2022 1:00 Uhr
0

Verstehe nicht wo du da gedanklich hängst. Kannst du vielleicht nochmal ausführen, dann gehe ich darauf ein.

Das Problem ist meines Erachtens nicht zu viel Geld, sondern zu wenig Güter. Zu viel Geld haben wir schon seit zehn Jahren. Deswegen glaube ich nicht, dass die Preise durch höhere Zinsen merklich sinken. Natürlich bis zu einem gewissen Grad, aber wenn ich die negativen wirtschaftlichen Folgen Gegenüberstelle ist es Meines Erachtens insgesamt ein verlustgeschäft. Ist halt eine Abwägungsfrage was wichtiger ist. Selbst bei 3% Zinsen wird die inflation nicht auf 2% zurückgehen.
N
Nino12, 11.05.2022 1:00 Uhr
1

Der Punkt ist der: wenn 10 Leute sich um 1 Produkt streiten wird der Preis so oder so steigen. Die steigenden Zinsen treiben viele Firmen in den Ruin und viele Erwerber von Immobilien ebenso, ohne dass sie das inflationsproblem wirklich lösen.

Und wieso können es sich alle 10 leisten? Dann steigt der Preis eben so lange bis es sich nur noch einer leisten will. Bei weniger Geld im Umlauf tritt dieser Punkt früher ein.
N
Nino12, 11.05.2022 0:55 Uhr
1

Schon klar, aber das ändert nichts daran, dass das Hauptproblem ein reeler Mangel ist. Natürlich sinkt die inflation, wenn weniger produziert wird, aber dann sinkt auch die eigene Produktion und entsteht ein neuer Mangel. Wir haben jetzt zehn Jahre niedrige Zinsen und hatten nie übermäßige inflation. Jetzt die Zinsen zu erhöhen halte ich wirtschaftlich für sehr fragwürdig.

Verstehe nicht wo du da gedanklich hängst. Kannst du vielleicht nochmal ausführen, dann gehe ich darauf ein.
G
Gruno, 11.05.2022 0:55 Uhr
0

So ist es. Du würdest dein Auto auch nicht für 20€ hergeben, wenn du weißt, dass dein gegenüber 100k€ hat und du der einzige mit einem Auto bist. Entweder es werden also mehr Autos produziert (was in diesem Fall dauert) oder jemand schränkt die Geldmenge ein, solange bis es genügend Autos gibt und der Markt die Preisfindung von alleine regelt. Die Preise also sinken. Solange es eine lockere Geldpolitik gibt, wird es die Produktion nicht schaffen, bei der Geldmenge hinterher zu kommen. Preise steigen also weiter.

Der Punkt ist der: wenn 10 Leute sich um 1 Produkt streiten wird der Preis so oder so steigen. Die steigenden Zinsen treiben viele Firmen in den Ruin und viele Erwerber von Immobilien ebenso, ohne dass sie das inflationsproblem wirklich lösen.
G
Gruno, 11.05.2022 0:53 Uhr
1

Nino12…deine Welt ist mir unbekannt. In meiner Welt sind 2/3 der Bevölkerung für Sanktionen und darüber hinaus bereit, Einbußen am eigenen Standard hinzunehmen. Übrigens, Deutschland kann es sich leisten, den Gürtel enger zu schnüren……(verwöhntes Pack) ….würde ich jetzt mal behaupten, die hier am jammern sind und den Dividenden nachheulen. Insgesamt moralisch sehr verwerflich und zum Glück nur ein kleiner Teil von euren emphatilosen Mitmenschen .

Aus meinem Umfeld kenn ich das ähnlich und die Wahrheit ist nun mal auch, dass wir auch ohne Sanktionen den Standard nicht aufrecht erhalten können. Es wird jetzt sehr viel auf die Sanktionen geschoben, was nicht damit zusammen hängt.
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