GAZPROM Forum: Community User: Caiw5c5f62645bb07
Das die Inflation selbst bei 3% Zinsen nicht auf 2% fällt ist völlig richtig und genau das ist das Problem der Jahrzehnte langen Geldpolitik. In den USA sehen wir das die steigenden Zinsen noch immer nicht für eine Senkung der Inflation sorgen. Ein solcher Impact braucht seine Zeit. Sowas endet immer im Desaster. Deswegen haben Crashpropheten auch nicht Unrecht, nur wiederholen sie das eben von Jahr zu Jahr. Das es irgendwann passiert ist, das weiß jeder. Auch der USD wird fallen, nur eben wann und das ist eben das Problem dieser "Propheten", die auch irgendwann mal ihr Korn finden. Um nochmal zu deiner Frage zu kommen. Sinkt die Geldmenge nicht und die Lieferschwierigkeiten bleiben bestehen, kannst du überspitzt gesagt deine Brötchen bald mit einem Karren Geld abholen. Das Problem ist eben auch, das die Güter, sollten die Lieferschwierigkeiten behoben werden, erst in die Geldmenge "reinwachsen" müssen. Ist da die Gelddruckerei schneller, holen die Güter sie nie ein und wir haben eine nie enden wollende Inflation.
Nino12…deine Welt ist mir unbekannt. In meiner Welt sind 2/3 der Bevölkerung für Sanktionen und darüber hinaus bereit, Einbußen am eigenen Standard hinzunehmen. Übrigens, Deutschland kann es sich leisten, den Gürtel enger zu schnüren……(verwöhntes Pack) ….würde ich jetzt mal behaupten, die hier am jammern sind und den Dividenden nachheulen. Insgesamt moralisch sehr verwerflich und zum Glück nur ein kleiner Teil von euren emphatilosen Mitmenschen .
Das Problem ist meines Erachtens nicht zu viel Geld, sondern zu wenig Güter. Zu viel Geld haben wir schon seit zehn Jahren. Deswegen glaube ich nicht, dass die Preise durch höhere Zinsen merklich sinken. Natürlich bis zu einem gewissen Grad, aber wenn ich die negativen wirtschaftlichen Folgen Gegenüberstelle ist es Meines Erachtens insgesamt ein verlustgeschäft. Ist halt eine Abwägungsfrage was wichtiger ist. Selbst bei 3% Zinsen wird die inflation nicht auf 2% zurückgehen.
Das Problem ist meines Erachtens nicht zu viel Geld, sondern zu wenig Güter. Zu viel Geld haben wir schon seit zehn Jahren. Deswegen glaube ich nicht, dass die Preise durch höhere Zinsen merklich sinken. Natürlich bis zu einem gewissen Grad, aber wenn ich die negativen wirtschaftlichen Folgen Gegenüberstelle ist es Meines Erachtens insgesamt ein verlustgeschäft. Ist halt eine Abwägungsfrage was wichtiger ist. Selbst bei 3% Zinsen wird die inflation nicht auf 2% zurückgehen.
Schon klar, aber das ändert nichts daran, dass das Hauptproblem ein reeler Mangel ist. Natürlich sinkt die inflation, wenn weniger produziert wird, aber dann sinkt auch die eigene Produktion und entsteht ein neuer Mangel. Wir haben jetzt zehn Jahre niedrige Zinsen und hatten nie übermäßige inflation. Jetzt die Zinsen zu erhöhen halte ich wirtschaftlich für sehr fragwürdig.
So ist es. Du würdest dein Auto auch nicht für 20€ hergeben, wenn du weißt, dass dein gegenüber 100k€ hat und du der einzige mit einem Auto bist. Entweder es werden also mehr Autos produziert (was in diesem Fall dauert) oder jemand schränkt die Geldmenge ein, solange bis es genügend Autos gibt und der Markt die Preisfindung von alleine regelt. Die Preise also sinken. Solange es eine lockere Geldpolitik gibt, wird es die Produktion nicht schaffen, bei der Geldmenge hinterher zu kommen. Preise steigen also weiter.
Nino12…deine Welt ist mir unbekannt. In meiner Welt sind 2/3 der Bevölkerung für Sanktionen und darüber hinaus bereit, Einbußen am eigenen Standard hinzunehmen. Übrigens, Deutschland kann es sich leisten, den Gürtel enger zu schnüren……(verwöhntes Pack) ….würde ich jetzt mal behaupten, die hier am jammern sind und den Dividenden nachheulen. Insgesamt moralisch sehr verwerflich und zum Glück nur ein kleiner Teil von euren emphatilosen Mitmenschen .
Ohne ein Gleichgewicht von Gütern und Geldmittel kommt es entweder zur Inflation oder Deflation. Gewünscht ist eine Inflation von 2%. Es ist es also normalerweise kein Problem bis zu einem gewissen Maß Geld in den Markt zu pumpen, weil die Gütermenge steigt. In diesem Fall steht ein riesiger Berg an finanziellen Mitteln einem immer geringeren Gütermarkt gegenüber. Die Nachfrage ist also durch die Politik der letzten Jahrzehnte gigantisch. Hohe Liquidität, wenig Güter = Inflation. Liquidität reduzieren = sinken der Inflation.
Zumindest in Deutschland wollen Politiker Wahlen gewinnen. Es kommt also stark darauf an, ob und wie schnell die Bevölkerung wieder eine Lockerung der Sanktionen möchte und das lässt sich nicht seriös voraussagen. Kommt halt stark darauf an wie gut man alles Managed. Wenn es in 2-3 Jahren gelingt unabhängig von russischem Gas etc zu sein, wird kaum wer die Aufhebung der Sanktionen fordern. Die nächsten 1-2 Jahre wird es keine Aufhebung der Sanktionen geben. Kurz vor dem Krieg hat Putin alle westlichen Politiker eingeladen und verarscht. Politiker sind eitel und verzeihen sowas nicht so leicht. Ist zumindest meine persönliche Einschätzung.
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