GERRESHEIMER WKN: A0LD6E ISIN: DE000A0LD6E6 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Durch einen Verkauf der Einheit Moulded Glass Powerhouse würde die Verschuldung von 2 auf unter 1 Mrd. Euro gesenkt werden. Die restlichen Schulden sind im Verhältnis zum EBITDA mehr als human. Zudem musst Du bedenken, dass diese Schulden letztendlich auf sinnvolle Investitionen in die Zukunft zurückzuführen sind. Wenn Du Dich mit dem Unternehmen näher beschäft hättest, wüsstest Du, dass man in den vergangenen 15 Monaten neben dem Bormioli-Zukauf (800 Mio. Euro), auch sehr stark in die Kapazitätserweiterungen in Lohr, Deutschland (100 Mio. Euro), Peachtree City, USA (166 Mio. Euro), Skopje, Nordmazedonien (100 Mio. Euro), Querétaro, Mexiko (100 Mio. Euro) und Morganton, USA (94 Mio. Euro, abzgl. staatlicher Förderung verbleibt ein Anteil von Gerresheimer in Höhe von 66 Mio. Euro) investiert hat. Du solltest Dich tiefer mit der Materie beschäftigen, wenn Du als Diskussionspartner ernst genommen werden möchtest.
Schaut man sich die Branche an, in der Gerresheimer aktiv ist, so fällt auf, je komplexer, desto mehr wert sind die Firmen. Nicht umsonst hat Dietmar Siemssen auf der HV in seiner Rede insgesamt 10x von High-Value-Solutions, 8x von System- und Lösungsanbieter, 6x von Biopharmazeutika, 5x von Pharma- und Biotechnologiebranche sowie mehrfach von Transformation, Drug-Delivery-Systemen und Containment-Lösungen gesprochen. Der Bereich Food & Beverage oder Kosmetik kam hingegen so gut wie gar nicht mehr vor. Mir zeigt dies, dass Gerresheimer sich intensiv im Wandel befindet. Weg vom Gemischtwarenhandel inklusive dem Massenmarkt Food & Beverage sowie Kosmetik, hin zum reinen hochtechnologischen Systemanbieter für den Pharma- und Biotechnologiebereich. Betrachtet man sich den Markt bzw. die unmittelbaren Wettbewerber, so sieht man nicht nur, dass etliche Marktteilnehmer in festen Händen sind (Schott Pharma gehört zu 77 Prozent der Carl-Zeiss-Stiftung und Stevanato gehört zu 85 Prozent der Familie Stevanato), es fällt auch auf dass der Faktor Marktkapitalisierung zu Umsatz immer größer wird, sobald High-Tech mit höherer Marge ins Spiel kommt. Sie alle sind übrigens börsennotiert. Daher ist der Wert wunderbar ablesbar. Einer Verallia gesteht man Faktor 1 zu. Das Unternehmen hat eine Marktkapitalisierung von 3,4 Mrd. Euro und einen Umsatz von 3,5 Mrd. Euro. Man stellt ausschließlich Glasflaschen für Food & Beverage her. Einer Vidrala wird bei ähnlichem Sortiment bereits Faktor 2 zugestanden. Auf eine Marktkapitalisierung von 3,2 Mrd. Euro entfällt ein Umsatz von 1,6 Mrd. Euro. Zignago Vetro stellt neben Gasflaschen für Food & Beverage auch komplexere Glasflaschen für die Kosmetikindustrie her. Prompt gibt es Faktor 2,3. Sprich 0,7 Mrd. Euro Marktkapitalisierung bei 0,3 Mrd. Euro Umsatz. Nun kommen wir zu den Unternehmen, die rein im Pharma- und Biotechnologiebereich Verpackungen und High-Tech Lösungen anbieten. Keines dieser Unternehmen hat zusätzlich noch das margenschwächere Food & Beverage-Geschäft oder Kosmetik-Verpackungen mit im Sortiment. Becton Dickinson ist ein solches Unternehmen. Der Markt gesteht ihm Faktor 2,5 zu. Bei 45 Mrd. Euro Marktkapitalisierung erzielt es 18 Mrd. Euro Umsatz. Es bietet neben Systemlösungen auch einfachere medizinische Dinge wie Medizinschränke an. Schott Pharma hat komplexere Lösungen inkl. Spritzen, Pens, Inhalatoren etc.. Hier liegt der Faktor bei 4,5. Die Marktkapitalisierung liegt bei 4,5 Mrd. Euro. Der Umsatz beträgt 1 Mrd. Euro. West Pharmazeutical hat Faktor 5. Bei 14 Mrd. Euro Marktkapitalisierung kommt man hier auf 2,7 Mrd. Euro Umsatz. Die Produkte liegen nun schon im Bereich High-Value-Lösungen mit digitalen Lösungen zur Medikamentenüberwachung. Spitzenreiter ist die Stevanato Group. Dort liegt der Faktor bei 6. Die Marktkapitalisierung liegt bei 6 Mrd. Euro und dies bei 1 Mrd. Euro Umsatz. Und wo liegt unsere Gerresheimer? Die Marktkapitalisierung liegt gegenwärtig bei 1,6 Mrd. Euro. Nach der Übernahme von Bormioli wird man nun auf knapp 2,4 Mrd. Euro Umsatz kommen. Der Faktor beträgt somit unter 0,7. Es kann nun jeder selbst für sich beurteilen, was der sinnvollste Schritt sein wird. Ich denke, mit der neuen Einheit Moulded Glas Powerhouse ist man auf dem richtigen Weg, um sich von Food & Beverage sowie Kosmetikverpackungen zu trennen. Dieser Bereich kommt auf 0,7 Mrd. Euro Umsatz. Ich vermute, er dürfte 1,2 bis 1,4 Mrd. Euro wert sein. Also knapp Faktor 2. Verbleiben würde bei Gerresheimer nach der Transformation der von Dietmar Siemssen angesprochene System- und Lösungsanbieter mit High-Value-Lösungen für Pharma und Biotech. Der Umsatz dürfte bei 1,7 Mrd. Euro liegen. Ein Faktor 4 konservativ gerechnet, sollte realistisch sein, zumal durch den Erlös durch den Verkauf von Moulded Glass die Verschuldung von 2 auf unter 1 Mrd. Euro gesenkt werden könnte. Ein Verschuldungsgrad, der dann deutlich im Investment-Grade Bereich liegen sollte.
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