GERRESHEIMER WKN: A0LD6E ISIN: DE000A0LD6E6 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Ja richtig, der Markt sieht es aktuell so. Man sollte sich an der Börse aber immer seine eigenen Gedanken machen und vor allem, man sollte langfristig denken. Denn häufig agiert der Markt sehr kurzfristig und es überwiegen, wie in diesem Fall, die kurzfristigen Parameter. Alles andere wird ausgeblendet. In diesem konkreten Fall bedeutet dies, dass die Bedenken überwiegen: Gewinnwarnung, Dividendenkürzung, hohe Verschuldung und Vertrauensverlust ins Management. Ich hingegen sehe die Chancen und entwickle daraus abgeleitet eine Perspektive. Getreu dem Motto eines Benjamin Graham: Wenn man billig einkauft, muss man Geduld mitbringen und abwarten, bis der Markt einem zustimmt. Und eines Warren Buffett: Kaufe einen Dollar, aber bezahle nicht mehr als 50 Cent dafür. Letztendlich heißt das Zauberwort Geduld. Man muss Geduld haben und nicht täglich oder gar stündlich auf den Aktienkurs schauen. Klar, innerhalb weniger Tage wird sich die Gerresheimer-Aktie nicht wieder nachhaltig nach oben entwickeln. Und innerhalb weniger Tage wird die durchaus vorhandene positive Perspektive auch nicht vom Markt wieder entdeckt. Alles braucht seine Zeit. Essentiell dabei ist natürlich, dass man dies nur bei Qualitätsaktien mit Burggraben macht, dann kann man sich zurücklehnen und abwarten, bis der Markt der Aktie irgendwann wieder einen höheren Preis zugesteht. Ich bleibe entspannt und habe in die Schwäche hinein vergangene Woche stetig nachgekauft. Nun heißt es abwarten. Irgendwann wird geerntet.
Einzige argumentative Schwachstelle in der Ausführung (zumindest für mein Verständnis und meine Wort Deutung):"in Gerresheimer steckt aktuell jede Menge Phantasie" vs. "Und das zu einem sehr überschaubaren Aktienkurs." Das widerspricht sich mMn. Phantasie im Börsenkontext kenne ich eher als "eingepreiste, positive Zukunft", was bedeuten würde, dass der Kursaktuell (noch) zu hoch (weil von viel Phantasie beflügelt) ist.
Nehmen wir mal an, Gerresheimer beschließt, sich von der Einheit Moulded Glass Powerhouse zu trennen. Umsatz ca.730 Mio. Euro, EBITDA-Marge rund 20 Prozent. Dann gäbe es dafür genau 3 Optionen. 1. Verkauf an einen Wettbewerber oder eine Private-Equity-Gesellschaft 2. Börsengang via IPO 3. Börsengang via Spin-off, dh als Gratisaktien für die bisherigen Aktionäre Laut Unternehmen soll das Ob und falls ja, das Wie, im 2. Hj geklärt werden. Alle Optionen hätten ihren Charme, wobei ich vermuten würde, es würde dann auf 3. (Spin-off) hinauslaufen. Dies immer vor der Prämisse, Gerresheimer wird zuvor nicht selbst komplett geschluckt. Die Private-Equity-Firmen sind ja auch nicht doof. Sie werden sich entsprechend positionieren. Die Tatsache, dass aktuell viel mit Equity Swaps am Markt agiert wird, ist ein Indikator dafür. So oder so, ganz gleich wie es kommt. Ich wage die These, dass eine Gerresheimer als Unternehmensgruppe in einem halben Jahr deutlich verändert aussieht und das damit Mehrwert für die Aktionäre erzielt wird. Es ist ein Traditionsunternehmen, aber auch eine Gerrssheimer hat in den Jahrhunderten seit seiner Gründung 1864 als reine Glashütte seine Wahndlungsfähigkeit immer eindrucksvoll bewiesen. Man hat sich stetig verändert und den neuen Gegebenheiten angepasst. So wird es auch diesmal sein im erneuten Transformationsprozess. Als aktiver und leidenschaftlicher Spieler des HSK (Hamburger Schachklubs) ist mir aber bewusst, dass man stets mehrere Züge im Voraus denken muss. Jede Aktion hat auch eine unmittelbare Reaktion zur Folge. Moulded Glass Powerhouse ist das solide und im positiven Sinne langweilige Brot-und-Butter-Geschäft mit verlässlichem Cash Flow und geringem Wachstum. Es ist nun aber nicht die spannender Wachstumsstory. Diese verbliebe bei der restlichen Gerresheimer mit Abnehmspritzen, Systemlösungen für die Pharmabranche, Zweikammerdosierungen, App-Applikationen, Mess- und Analysetechnik zur Bestimmung des optimalen Zeitpunkts zur Einnahme symptomunterdrückender Medikamente usw.. Und dieser Teil von Gerresheimer wäre natürlich das eigentliche Filetstück, das dann an der Börse stand alone zu bekommen wäre. Diese kleinere Gerresheimer mit dann vermutlich 1,7 Mrd. Euro Umsatz würde natürlich noch mehr Begehrlichkeiten bei Private-Equity-Firmen und Wettbewerbern zur Übernahme wecken. Kurzum, in Gerresheimer steckt aktuell jede Menge Phantasie und das zu einem - gelinde gesagt - sehr überschaubaren Aktienkurs.
Nehmen wir mal an, Gerresheimer beschließt, sich von der Einheit Moulded Glass Powerhouse zu trennen. Umsatz ca.730 Mio. Euro, EBITDA-Marge rund 20 Prozent. Dann gäbe es dafür genau 3 Optionen. 1. Verkauf an einen Wettbewerber oder eine Private-Equity-Gesellschaft 2. Börsengang via IPO 3. Börsengang via Spin-off, dh als Gratisaktien für die bisherigen Aktionäre Laut Unternehmen soll das Ob und falls ja, das Wie, im 2. Hj geklärt werden. Alle Optionen hätten ihren Charme, wobei ich vermuten würde, es würde dann auf 3. (Spin-off) hinauslaufen. Dies immer vor der Prämisse, Gerresheimer wird zuvor nicht selbst komplett geschluckt. Die Private-Equity-Firmen sind ja auch nicht doof. Sie werden sich entsprechend positionieren. Die Tatsache, dass aktuell viel mit Equity Swaps am Markt agiert wird, ist ein Indikator dafür. So oder so, ganz gleich wie es kommt. Ich wage die These, dass eine Gerresheimer als Unternehmensgruppe in einem halben Jahr deutlich verändert aussieht und das damit Mehrwert für die Aktionäre erzielt wird. Es ist ein Traditionsunternehmen, aber auch eine Gerrssheimer hat in den Jahrhunderten seit seiner Gründung 1864 als reine Glashütte seine Wahndlungsfähigkeit immer eindrucksvoll bewiesen. Man hat sich stetig verändert und den neuen Gegebenheiten angepasst. So wird es auch diesmal sein im erneuten Transformationsprozess. Als aktiver und leidenschaftlicher Spieler des HSK (Hamburger Schachklubs) ist mir aber bewusst, dass man stets mehrere Züge im Voraus denken muss. Jede Aktion hat auch eine unmittelbare Reaktion zur Folge. Moulded Glass Powerhouse ist das solide und im positiven Sinne langweilige Brot-und-Butter-Geschäft mit verlässlichem Cash Flow und geringem Wachstum. Es ist nun aber nicht die spannender Wachstumsstory. Diese verbliebe bei der restlichen Gerresheimer mit Abnehmspritzen, Systemlösungen für die Pharmabranche, Zweikammerdosierungen, App-Applikationen, Mess- und Analysetechnik zur Bestimmung des optimalen Zeitpunkts zur Einnahme symptomunterdrückender Medikamente usw.. Und dieser Teil von Gerresheimer wäre natürlich das eigentliche Filetstück, das dann an der Börse stand alone zu bekommen wäre. Diese kleinere Gerresheimer mit dann vermutlich 1,7 Mrd. Euro Umsatz würde natürlich noch mehr Begehrlichkeiten bei Private-Equity-Firmen und Wettbewerbern zur Übernahme wecken. Kurzum, in Gerresheimer steckt aktuell jede Menge Phantasie und das zu einem - gelinde gesagt - sehr überschaubaren Aktienkurs.
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