JD.COM ADR WKN: A112ST ISIN: US47215P1066 Kürzel: JD Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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Kommentare 17.968
Topper78
Topper78, 27.08.2025 21:28 Uhr
1

Man kann das chinesische Wirtschaftsmodell für Anleger so beschreiben: Es ist ein Spiel, bei dem die Regeln mitten im Spiel geändert werden können und der Hauptprofiteur am Ende nicht der Aktionär, sondern der chinesische Bürger sein soll. Am Anfang sieht alles fantastisch aus. Ein Unternehmen wie Meituan, JD.com oder Alibaba geht an die Börse, oft im Ausland, und sammelt Milliarden von westlichen Investoren ein. Die Wachstumsstory ist berauschend: ein riesiger, aufstrebender Binnenmarkt mit hunderten Millionen potenzieller Kunden. Die ersten Jahre laufen oft wie im Bilderbuch, mit explosivem Umsatzwachstum und steigenden Gewinnen. Doch sobald ein Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung erreicht, ändert sich das Spiel. Die Regierung, getrieben vom politischen Ziel des "Gemeinsamen Wohlstands", greift ein. Sie tut dies nicht unbedingt durch direkte Befehle, sondern indem sie ein Umfeld schafft, in dem ruinöser Wettbewerb gefördert und Monopolgewinne bestraft werden. Plötzlich tauchen finanzstarke Konkurrenten auf, die mit massiven Subventionen die Preise drücken – man denke an JD.coms Angriff auf Meituan oder den Preiskampf bei Elektroautos. Die etablierten Unternehmen werden gezwungen, mitzuziehen, um ihre Marktanteile nicht zu verlieren. Die Folge: Die Margen schmelzen dahin, die Gewinne stagnieren oder fallen. Davon profitieren die chinesischen Konsumenten, die extrem günstige Produkte und Dienstleistungen erhalten, und die chinesische Regierung, die so die Inflation niedrig und die Bevölkerung zufrieden hält. Die großen Verlierer sind die Aktionäre, insbesondere die aus dem Ausland. Das Kernproblem für westliche Investoren ist ihre völlige Machtlosigkeit. Echte Stimmrechte, um eine solche unternehmensschädigende Preispolitik zu verhindern, gibt es praktisch nicht. Man ist nur Passagier und muss zusehen, wie der Wert des Investments zugunsten politischer Ziele geopfert wird. Dieses Muster erklärt zu einem großen Teil, warum der Hang Seng Index in den letzten 30 Jahren kaum vom Fleck gekommen ist. Das System ist darauf ausgelegt, Wohlstand für China zu schaffen, nicht zwangsläufig für ausländische Kapitalgeber. Einzelne Erfolgsgeschichten sind zwar möglich, wenn man zum richtigen Zeitpunkt kauft und verkauft, aber die Suche nach einem dauerhaften Monopol, das ungestört hohe Renditen für seine Aktionäre erwirtschaften kann, ist in China oft vergebens. Sobald ein Unternehmen zu profitabel wird, setzt das System alles daran, diesen "übermäßigen" Gewinn wieder an die Gesellschaft zu verteilen – auf Kosten der Investoren.

Wir hatten vor kurzem erst die Diskussion bezüglich Deflation und die Gefahren, die China auch kennt und versucht einzudämmen. Da sind wir nicht ganz einer Meinung…
Dumbmoney
Dumbmoney, 27.08.2025 21:07 Uhr
0
Tanz auf der Rasieklinge
m
m4758406, 27.08.2025 20:55 Uhr
0

Immer wieder enttäuschen wenn man in China investiert ist. Da leidest du das ganze Jahr wie ein Hund, bis auf wenn man Glück hat, zwei Wochen wo es dann kein halten gibt um dann wieder in Lethargie zu verfallen und auf irgendwas wartet… Quartalszahlen sind meist kein Auslöser mehr… wahrscheinlich muss die Regierung erst mal wieder den Stimulus Hammer auspacken um Impulse zu setzen… traurig

Man kann das chinesische Wirtschaftsmodell für Anleger so beschreiben: Es ist ein Spiel, bei dem die Regeln mitten im Spiel geändert werden können und der Hauptprofiteur am Ende nicht der Aktionär, sondern der chinesische Bürger sein soll. Am Anfang sieht alles fantastisch aus. Ein Unternehmen wie Meituan, JD.com oder Alibaba geht an die Börse, oft im Ausland, und sammelt Milliarden von westlichen Investoren ein. Die Wachstumsstory ist berauschend: ein riesiger, aufstrebender Binnenmarkt mit hunderten Millionen potenzieller Kunden. Die ersten Jahre laufen oft wie im Bilderbuch, mit explosivem Umsatzwachstum und steigenden Gewinnen. Doch sobald ein Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung erreicht, ändert sich das Spiel. Die Regierung, getrieben vom politischen Ziel des "Gemeinsamen Wohlstands", greift ein. Sie tut dies nicht unbedingt durch direkte Befehle, sondern indem sie ein Umfeld schafft, in dem ruinöser Wettbewerb gefördert und Monopolgewinne bestraft werden. Plötzlich tauchen finanzstarke Konkurrenten auf, die mit massiven Subventionen die Preise drücken – man denke an JD.coms Angriff auf Meituan oder den Preiskampf bei Elektroautos. Die etablierten Unternehmen werden gezwungen, mitzuziehen, um ihre Marktanteile nicht zu verlieren. Die Folge: Die Margen schmelzen dahin, die Gewinne stagnieren oder fallen. Davon profitieren die chinesischen Konsumenten, die extrem günstige Produkte und Dienstleistungen erhalten, und die chinesische Regierung, die so die Inflation niedrig und die Bevölkerung zufrieden hält. Die großen Verlierer sind die Aktionäre, insbesondere die aus dem Ausland. Das Kernproblem für westliche Investoren ist ihre völlige Machtlosigkeit. Echte Stimmrechte, um eine solche unternehmensschädigende Preispolitik zu verhindern, gibt es praktisch nicht. Man ist nur Passagier und muss zusehen, wie der Wert des Investments zugunsten politischer Ziele geopfert wird. Dieses Muster erklärt zu einem großen Teil, warum der Hang Seng Index in den letzten 30 Jahren kaum vom Fleck gekommen ist. Das System ist darauf ausgelegt, Wohlstand für China zu schaffen, nicht zwangsläufig für ausländische Kapitalgeber. Einzelne Erfolgsgeschichten sind zwar möglich, wenn man zum richtigen Zeitpunkt kauft und verkauft, aber die Suche nach einem dauerhaften Monopol, das ungestört hohe Renditen für seine Aktionäre erwirtschaften kann, ist in China oft vergebens. Sobald ein Unternehmen zu profitabel wird, setzt das System alles daran, diesen "übermäßigen" Gewinn wieder an die Gesellschaft zu verteilen – auf Kosten der Investoren.
K
KSSSSSSS, 27.08.2025 19:22 Uhr
0
Und echt nicht gesund
K
KSSSSSSS, 27.08.2025 19:21 Uhr
1

Immer wieder enttäuschen wenn man in China investiert ist. Da leidest du das ganze Jahr wie ein Hund, bis auf wenn man Glück hat, zwei Wochen wo es dann kein halten gibt um dann wieder in Lethargie zu verfallen und auf irgendwas wartet… Quartalszahlen sind meist kein Auslöser mehr… wahrscheinlich muss die Regierung erst mal wieder den Stimulus Hammer auspacken um Impulse zu setzen… traurig

Du schreibst mir so aus dem Herzen. Würde ich ganz so unterschreiben . Unfassbar einfach nur
C
Cosimax, 27.08.2025 16:30 Uhr
0
Ja klar warum auch nicht
MCRiddick
MCRiddick, 27.08.2025 16:27 Uhr
0
Bei 20 bis 22 € buttere ich hier aber richtig rein.
C
Cosimax, 27.08.2025 15:53 Uhr
0
Dann kannste nachlegen und nochmal 5 Jahre warten.
C
Cosimax, 27.08.2025 15:52 Uhr
0
20
L
Langzeitwette, 27.08.2025 15:39 Uhr
0
Bin immer froh wenn die Bericht Saison vorbei is
L
Langzeitwette, 27.08.2025 15:36 Uhr
0
Meituan hat heute Mittag Zahlen vorgelegt, vielleicht deshalb oder?
Topper78
Topper78, 27.08.2025 15:25 Uhr
5
Immer wieder enttäuschen wenn man in China investiert ist. Da leidest du das ganze Jahr wie ein Hund, bis auf wenn man Glück hat, zwei Wochen wo es dann kein halten gibt um dann wieder in Lethargie zu verfallen und auf irgendwas wartet… Quartalszahlen sind meist kein Auslöser mehr… wahrscheinlich muss die Regierung erst mal wieder den Stimulus Hammer auspacken um Impulse zu setzen… traurig
K
KSSSSSSS, 27.08.2025 10:57 Uhr
0
Weiß jemand wieso der hangseng jetzt plötzlich so abgestürzt ist?
K
KSSSSSSS, 27.08.2025 10:55 Uhr
0
Wird langsam eng mit der seitwärtsphase
Dumbmoney
Dumbmoney, 27.08.2025 8:56 Uhr
0
Abwarten seitwärtsphase bleibt intakt, Frage wohin die Reise geht ist nach wie vor offen
K
KSSSSSSS, 27.08.2025 5:44 Uhr
0
Und ab geht die Rutsche wieder
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