NASDAQ 100 WKN: A0AE1X ISIN: US6311011026 Forum: Indizes Thema: Hauptdiskussion

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Kommentare 29.737
D
Deuterium, 02.01.2023 15:26 Uhr
0

Das steht doch gar nicht zur Debatte. Ich finde es nur deutlich schwerer eine Aussage zu treffen wann und wo der Boden erreicht sein soll. Die China Schwäche in Q4 hat zB erheblich zu einer Inflationsabschwächung in vielen Bereichen geführt. Natürlich führt eine Wiederaufnahme der Industrie dann wieder zu höheren Energiepreisen etc in den nächsten Monaten. Dass eine kurzzeitige erhebliche Stimulierung durch die Notenbanken langfristig zu mehr Probleme führt,weiß hier wahrscheinlich jeder. Dennoch könnten sich hier Effekte für die Weltwirtschaft ergeben,die bestimmte Schwächephasen in anderen Regionen ausgleichen könnten.

Ich orientiere mich grob an folgenden fragen: wo liegen in 2023 angesichts der makroökonomischen Rahmenbedingungen realistische Druchschnitts-Gewinne des S&P500 (IMHO unter 200$) und wo liegt in einer Rezession ein angemessener multiple, also KGV? Historischer Durchschnitt liegt bei knapp 16, Median bei knapp 15. Damit berechne ich mir einen Punktestand, wo ich all-in gehen würde. Das wäre unter 3.000 und ziemlich heftig. Ich rechne (aktuell) mit einer nachlassenden, aber auf niedrigerer Schwelle weiter anhaltenden Überbewertung des Index. Also Boden doch oberhalb 3K im S&P. Je nach aktueller Nachrichtenlage und Indikatoren kaufe ich früher nach oder warte noch. Glaube man kann immer noch die Empfehlung der BoA vom Juni letzten Jahres als grobe Richtlinie nehmen: “The S&P 500 will be nibble at 3600, bite at 3300 and gorge at 3000". Wobei ich bei 3600 nicht an Index-ETF s nuckeln würde sondern erst mal nur überproportional stark gefallene solide Titel ins Visier nähme. Und solche Richtlinien man jetzt halt an die Entwicklung der kommenden Monate anpassen.
Pleitegeier131
Pleitegeier131, 02.01.2023 15:24 Uhr
0

Um Inflationsausgleich zu erreichen wäre uns schon geholfen, wenn Kursgewinne nach 12 Monaten steuerfrei wären, wie es früher der Fall war und in den meisten Staaten, auch den meisten europäischen Staaten immer noch der Fall ist. Und wenn der Freibetrag für Kapitalgewinne (Aktien stellen für die meisten Kleinanleger schließlich die private Altersvorsorge dar) deutlich höher im fünfstelligen Bereich läge. In Frankreich liegt er glaube bei 20.000€. Abgeltungssteuer und Inflation sind nichts anderes als Staatliche Enteignung. Und die Geldpolitik der EZB könnte man strenggenommen als eine Art staatliche Falschgeldwirtschaft betrachten. Als Privatperson käme man für solche Praktiken ins Gefängnis. Aber der Staat hat halt das Monopol auf straffreie kriminelle handlungen.

Eine Freistellung nach einem Jahr ist in Deutschland nicht gewollt. Da sind linke Forderungen mehrheitsfähig.
Pleitegeier131
Pleitegeier131, 02.01.2023 15:23 Uhr
0

Die Regel zeigt, daß kleine Privatanleger nicht die Resilienz besitzen, um langjährige starke Börsenkrisen auszusitzen. Nebenbei frisst in der Zwischenzeit die reale Inflation (Daumenregel = offizielle Inflationszahl x 2) das Vermögen in der Zwischenzeit auf. Es ist auch ein großer Irrtum zu glauben, Buchverluste seien keine realen Verluste. Wenn man breit diversifiziert ist, kriegt man langjährigen Inflationsausgleich nur, wenn es einem gelingt schwere Krisen und langjährige Bärenmärkte zu vermeiden. Es deutet auch einiges darauf hin, daß die außergewöhnlich hohen Durchschnitts-Indexrenditen der letzten 12 Jahre in der Höhe in Zukunft nicht mehr erreicht werden. 2021/22 hat sich buy&hold als gescheiterte Strategie erwiesen. Und ein Anlagezeitraum von 10 Jahren ist historisch betrachtet leider kein Garant für positive inflationsbereinigte Nettorenditen. Allein nach der dot.com-Krise hat es vom ATH aus über 15 jahre gedauert, bis zum "nominalen" break even. Bis zum inflationsbereinigten break-even wohl eher Richtung 20 Jahre.

Wie soll man bitte Krisen und Bärenmärkte vermeiden? Das ist unmöglich. Dauerhafte Sparpläne und Käufe von Aktien nach 30-50 Prozent Marktkorrektur werden sich immer auszahlen. 10-15 Jahre Anlagehorizont sind auch das absolute Minimum.
HellDog974
HellDog974, 02.01.2023 15:17 Uhr
0
Darüber sind wir uns einig das es in dieser Hinsicht wirklich ein Armutszeugnis ist in Deutschland... Genauso das Kapitalerträge immer noch nicht mit Aktienverlusten verrechenbar sind trotz Gerichtsurteil....
D
Deuterium, 02.01.2023 15:15 Uhr
1

Also müssen nun alle die über den Kapitalmarkt fuer das Alter vorsorgen wollen zum Tradingexperten werden und eine gute Glaskugel haben??... Buy and Hold , breit gestreut , egal ob mit ETFs oder qualitativ hochwertigen Aktien wird immer seine Rendite machen solange es eine Wirtschaft gibt.... Wie hoch die ist weiss keiner, sicher ist für mich nur das kein Weg an der Börse vorbeiführt... Ausser man hat genug Asche und Know How um mit Immobilien zu arbeiten....

Um Inflationsausgleich zu erreichen wäre uns schon geholfen, wenn Kursgewinne nach 12 Monaten steuerfrei wären, wie es früher der Fall war und in den meisten Staaten, auch den meisten europäischen Staaten immer noch der Fall ist. Und wenn der Freibetrag für Kapitalgewinne (Aktien stellen für die meisten Kleinanleger schließlich die private Altersvorsorge dar) deutlich höher im fünfstelligen Bereich läge. In Frankreich liegt er glaube bei 20.000€. Abgeltungssteuer und Inflation sind nichts anderes als Staatliche Enteignung. Und die Geldpolitik der EZB könnte man strenggenommen als eine Art staatliche Falschgeldwirtschaft betrachten. Als Privatperson käme man für solche Praktiken ins Gefängnis. Aber der Staat hat halt das Monopol auf straffreie kriminelle handlungen.
HellDog974
HellDog974, 02.01.2023 15:10 Uhr
0
Was ich vergessen habe zu sagen ist das ich Aktiensparpläne als eine Supersache ansehe und auch mit diesem Werkzeug arbeite... Deswegen freu ich mich persönlich über fallende Kurse bei guten Aktien
l
luciman, 02.01.2023 15:10 Uhr
0

Bei China bin ich nicht up to date. Eins ist aber sicher: fiskalische Stimuli sind keine Zaubermittel und kein perpetuum mobile. Das geht mir zu sehr Richtung Ponsi Scheme. Solche Stimuli müssen entweder zu einem späteren Zeitpunkt in gewißer Weise quasi "zurückbezahlt" werden oder aber sie sind nur Mittel, um Probleme aufzuschieben, die sich dann mitunter sogar verschlimmern. Reicht eigentlich ein paar Minuten nüchtern Nachdenken, um einzusehen, daß immer noch Milton Friedmans Satz gilt: there is no such thing as a free lunch. Eine Volkswirtschaft lebt langfristig(!) nicht von fiskalischen Stimuli (Harry Potter Zauberei) und Geldentwertung sondern von Innovationskraft. Ohne Innovationskraft ist der langfristige wirtschaftliche Niedergang gesichert. So war es immer und wird es immer sein.

Das steht doch gar nicht zur Debatte. Ich finde es nur deutlich schwerer eine Aussage zu treffen wann und wo der Boden erreicht sein soll. Die China Schwäche in Q4 hat zB erheblich zu einer Inflationsabschwächung in vielen Bereichen geführt. Natürlich führt eine Wiederaufnahme der Industrie dann wieder zu höheren Energiepreisen etc in den nächsten Monaten. Dass eine kurzzeitige erhebliche Stimulierung durch die Notenbanken langfristig zu mehr Probleme führt,weiß hier wahrscheinlich jeder. Dennoch könnten sich hier Effekte für die Weltwirtschaft ergeben,die bestimmte Schwächephasen in anderen Regionen ausgleichen könnten.
n
niemalsniemals, 02.01.2023 15:08 Uhr
0
Wir werden den Boden irgendwo bei 9000-10.000 bilden und hin und her laufen bis die krisen wie krieg usw vorbei sind
HellDog974
HellDog974, 02.01.2023 15:07 Uhr
0
Also müssen nun alle die über den Kapitalmarkt fuer das Alter vorsorgen wollen zum Tradingexperten werden und eine gute Glaskugel haben??... Buy and Hold , breit gestreut , egal ob mit ETFs oder qualitativ hochwertigen Aktien wird immer seine Rendite machen solange es eine Wirtschaft gibt.... Wie hoch die ist weiss keiner, sicher ist für mich nur das kein Weg an der Börse vorbeiführt... Ausser man hat genug Asche und Know How um mit Immobilien zu arbeiten....
D
Deuterium, 02.01.2023 15:04 Uhr
0

Wie kann man denn jetzt vom Boden sprechen ??? Das Jahr, in dem die börse crashen wird hat doch heute begonnen…

Von einem "neuen" Crash kann man offiziell nur sprechen, wenn es mind. "weitere" 20% bergab geht. Ich betrachte es so, daß wir uns mitten "im" Crash befinden und der Tiefpunkt n.n. erreicht ist. Ab jetzt weitere 20% sind zwar nicht komplett auszuschließen, sehe ich aber nach derzeitigem Stand nur im absoluten worst case Szenario. Nasdaq irgendwann innerhalb der kommenden 6 Monate unter 10k sollte aber tatsächlich nichts außergewöhnliches sein.
D
Deuterium, 02.01.2023 15:00 Uhr
1

Fallende Märkte sind doch optimal für den Vermögensaufbau wenn man min. 10 Jahre noch vor sich hat.. Weiss gar net wieso alle soviel Angst davor haben.... Gibt einen guten Spruch.... Wenn du nicht bereit bist eine Aktie min. 10 Jahre zu halten, denk nichtmal 10 min. drüber nach sie zu kaufen....

Die Regel zeigt, daß kleine Privatanleger nicht die Resilienz besitzen, um langjährige starke Börsenkrisen auszusitzen. Nebenbei frisst in der Zwischenzeit die reale Inflation (Daumenregel = offizielle Inflationszahl x 2) das Vermögen in der Zwischenzeit auf. Es ist auch ein großer Irrtum zu glauben, Buchverluste seien keine realen Verluste. Wenn man breit diversifiziert ist, kriegt man langjährigen Inflationsausgleich nur, wenn es einem gelingt schwere Krisen und langjährige Bärenmärkte zu vermeiden. Es deutet auch einiges darauf hin, daß die außergewöhnlich hohen Durchschnitts-Indexrenditen der letzten 12 Jahre in der Höhe in Zukunft nicht mehr erreicht werden. 2021/22 hat sich buy&hold als gescheiterte Strategie erwiesen. Und ein Anlagezeitraum von 10 Jahren ist historisch betrachtet leider kein Garant für positive inflationsbereinigte Nettorenditen. Allein nach der dot.com-Krise hat es vom ATH aus über 15 jahre gedauert, bis zum "nominalen" break even. Bis zum inflationsbereinigten break-even wohl eher Richtung 20 Jahre.
n
niemalsniemals, 02.01.2023 14:58 Uhr
0
Wie kann man denn jetzt vom Boden sprechen ??? Das Jahr, in dem die börse crashen wird hat doch heute begonnen…
D
Deuterium, 02.01.2023 14:52 Uhr
0

Was ist aber mit dem Faktor China? Hier scheint der Covid Peak in den Großstädten überschritten und Notenbanken stehen mit ordentlich Stimulus bereit. Hier könnten einige starke Quartale für westliche Konzerne mit hohen Absätzen folgen.

Bei China bin ich nicht up to date. Eins ist aber sicher: fiskalische Stimuli sind keine Zaubermittel und kein perpetuum mobile. Das geht mir zu sehr Richtung Ponsi Scheme. Solche Stimuli müssen entweder zu einem späteren Zeitpunkt in gewißer Weise quasi "zurückbezahlt" werden oder aber sie sind nur Mittel, um Probleme aufzuschieben, die sich dann mitunter sogar verschlimmern. Reicht eigentlich ein paar Minuten nüchtern Nachdenken, um einzusehen, daß immer noch Milton Friedmans Satz gilt: there is no such thing as a free lunch. Eine Volkswirtschaft lebt langfristig(!) nicht von fiskalischen Stimuli (Harry Potter Zauberei) und Geldentwertung sondern von Innovationskraft. Ohne Innovationskraft ist der langfristige wirtschaftliche Niedergang gesichert. So war es immer und wird es immer sein.
HellDog974
HellDog974, 02.01.2023 14:51 Uhr
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Fallende Märkte sind doch optimal für den Vermögensaufbau wenn man min. 10 Jahre noch vor sich hat.. Weiss gar net wieso alle soviel Angst davor haben.... Gibt einen guten Spruch.... Wenn du nicht bereit bist eine Aktie min. 10 Jahre zu halten, denk nichtmal 10 min. drüber nach sie zu kaufen....
D
Deuterium, 02.01.2023 14:42 Uhr
1

Wer 30 mal den Crash voraussagt, hat halt irgendwann einmal Recht und kann sich groß fühlen.

Hier lese ich nur selten von einem "richtigen Crash". Das würde ja bedeuten, daß der Markt vom jetzigen Niveau nochmal >20% fällt. "Neue tiefere Tiefs" ist das Stichwort bzw. eine Fortsetzung des aktuellen Crash. Nimmt man aber die Corona-ATH's als Ausgangspunkt, so befinden wir uns ja von dort aus betrachtet seit langem mitten im Crash und ich sehe hier sowohl im S&P500 als auch im Nasdaq100-Jahreschart nur einen stabilen Abwärtstrend. Anders ausgedrückt: den Crash erkennst Du doch die ganze Zeit schon im Blick in dein persönliches Depot. Keinem Anleger ist mit Realitätsverweigerung gedient. Bei vielen Werten, gerade den Dickfischen im Nasdaq haben wir im Dezember bereits neue Tiefs erreicht und sie fallen weiter stabil. Auswirkungen von Zinserhöhungszyklen schlagen erst mit 12-18 Monaten Verzögerung in den Unternehmenszahlen durch. Wurde hier schon oft genug geschrieben und ist empirisch bestätigter VWL-Konsens. Die Kurse lassen sich leider nicht über boersennews.de hochbeten. Wer sein Trading auf das Prinzip Hoffnung Die Fakten ligen auf dem Tisch. In den Gewinnprognosen des 2023er S&P500 ist keine nennenswerte Rezession eingepreist. Der Markt geht von mehr oder weniger identischen average earnings aus wie im augehenden Jahr 2022. Thema Rezession wird noch weitgehend ignoriert, ohne daß dafür eine Begründung geliefert wird. Die Kritik der Analystenabteilungen der US-Großbanken daran ist gerechtfertigt. Wäre ein historisches Novum, daß ein Zinserhöhungszyklus dieser Größenordnung ohne Folgen für die Realwirtschaft bleibt.
l
luciman, 02.01.2023 14:40 Uhr
0

Ich glaube auch, daß die richtig schlechten Zahlen frühestens Q1 23, eher sogar tatsächlich erst Q2 kommen.

Was ist aber mit dem Faktor China? Hier scheint der Covid Peak in den Großstädten überschritten und Notenbanken stehen mit ordentlich Stimulus bereit. Hier könnten einige starke Quartale für westliche Konzerne mit hohen Absätzen folgen.
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