Rheinmetall - Aktionäre und Investoren WKN: 703000 ISIN: DE0007030009 Forum: Aktien User: Ruuudi

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Kommentare 14.548
Robirobsen
Robirobsen, Freitag 1:18 Uhr
0

Wow Rob, vielen Dank für die ausführliche Stellungnahme!! Mich würde noch interessieren, ob dieses Sonar, welches nun in die F-123 eingebaut wird, erst kurzfristig entwickelt wurde, bzw. Sich erst jetzt die Möglichkeit zum Einbau ergeben hat. Ansonsten stellt sich auch mir die Frage, warum überhaupt ein Plan B mit TKMS entwickelt wurde...

Und diese ist eine sehr, sehr gute Frage, die habe ich nähmlich auch gehabt und sie hat mich zum grübeln gebracht ... Wann genau das beschlossen oder entschieden wurde, kann ich dir nicht sagen. Ich vermute im Laufe der Modernisierung kam es zu außerplanmäßigen Änderungen, was dann Einfluss auf das Gewicht und die Stabilität genommen hat. Teile mussten erneuert werden oder neu angefertigt werden die erst während der Modernisierung aufgefallen sind. Wie weit der Design-Freeze Ende letzten Jahres gemäß dem Hartpunkt-Artikel damit zu tun hat, kann ich nicht sagen. Mir war bis dato auch nicht bekannt, dass es überhaupt Probleme gab mit der Integration eines neuen Bugsonars. Deshalb finde ich den Artikel so interessant und die Alternative mit dem Schleppsonar. Zu dem Schleppsonar gibt es nämlich eine Vorgeschichte von vor über 20 Jahren, wo eine F123 durch das ausbringen des Schleppsonars in Seenot geraten ist. Ander Gründe haben dabei aber auch noch eine Rolle gespielt. Man hat das dann wieder verworfen. Daher ist es so interessant, dass man trotz der gemachten Erfahrung und des Risikos trotzdem das Schleppsonar konkretisieren möchte. Vielleicht zeigt es aber auch die notwendigekeit in der wir uns befinden. Jedoch kommt mir gerade eine interessante These in den Kopf und ein Blickwinkel den ich so noch gar nicht betrachtet habe um ehrlich zu sein. Vielleicht ist es einfach auch nur eine spinnerei und ich mache mich jetzt zum Deppen. ...Fangen wir mal bei null an und nehmen wir den Design-Freeze der F123 Ende letzten Jahres als Ausgangspunkt. Sagen wir, die Regierung hat die ganze Zeit auf die Modernisierung der F123 gesetzt, aber man ist an die Grenze der Stabilität gekommen und konnte das neue Bugsonar nicht verbauen während der Modernisierung. Auch hatte man keine andere Möglichkeit oder Alternative in diesem Moment. Dann wären wirklich keine modernen U-Jagd-Fähigkeiten gegeben. Somit war man was die U-Jagd anging, wirklich fähigkeitslos. Das ist im Bereich der Marine extrem kritisch. Eventuell so sicherheitsrelevant, dass man nicht möchte, dass das überhaupt jemand erfährt, ob die eigene Bevölkerung oder ein potenzieller Gegner. Ende des letzten Jahres sind ja dann auch die ersten Diskussionen über die MEKO 200 entstanden. Zeitlicher Zufall? ... Also was wäre, wenn die MEKO 200 offiziell hinter verschlossener Tür nie als Brückenlösung oder Alternative für die F126 vorgesehen war, sondern eigentlich für einen Austausch des bis zu dem damaligen Zeitpunkt (nicht für die Öffentlichkeit bestimmt) gescheiterten Versuchs, die F123 zu modernisieren? Also statt F126 eigentlich für die F123 vorgesehen war. Zeitlich würde die Indienststellung der MEKO und der originale Zeitplan der Modernisierung F123 bis 2029 passen. Der Zufall der keiner ist? ... Quasi, dass man es nach außen so verkauft „Ja, die F126 hat Verspätung. Sollten sie nicht gebaut werden, dann bestellen wir halt die MEKO 200 ... wir haben ja trotzdem noch die F123“ Aber eigentlich wollte man damit nach außen vertuschen, dass man überhaupt keine U-Jagd-Fähigkeit zu dem damaligen Zeitpunkt hatte. Man nutzt ein ohnehin bekanntes Problem (Verzögerung F126), um ein viel kritischeres, geheimes Problem (Verlust der U-Jagd-Fähigkeit der F123-Klasse) dahinter zu kaschieren. Ich meine, es ändert nichts an der aktuellen Situation in Bezug auf die Beschaffung der F126, aber es beantwortet viele Fragen die sonst unbeantwortet bleiben und wo kein sinnvoller Ansatz zu erkennen ist in Bezug auf die Beschaffung der Meko. Besatzungen, Logistik und Ausbildung....da macht auch wieder die Anzahl der Schiffe Sinn. 4 neue gegen 4 alte. Da würde mich wirklich mal eure Meinung dazu interessieren.
W
Wildharry, Donnerstag 18:18 Uhr
0

Ich bin zwar nicht Rob, aber wer weiß, wann er (im Pazifik) wieder Internetaccess hat … 😉 … die Belgier/Niederländer bestellen gerne gemeinsam und bei Damen in Vlissingen, so auch im Rahmen ihrer NATO-Verpflichtungen. Das Problem bei Damen wirkt sich also unmittelbar auch auf deren Aufträge aus. Ob sich aber die Belgier durch TKMS weglocken lassen ist unsicher. Zu eng sind die Beziehungen zu den Niederländern. Das wird m.E. auch die Bundesregierung bremsen, sich bei einem Nachbarn (Niederlande) in dessen Wirtschaftsinteressen einzumischen. Letztlich hängts davon ab, wie groß die Probleme und wie knapp „der Gulden“ in Vlissingen ist … vielleicht kommen ja die Niederländer gleich mit? (Nein, sicher nicht.) Zu den Dänen kann ich nichts sagen, außer was Rob bereits geschrieben hat: sie interessieren sich für die MEKO A400 (TKMS). Wettbewerber sind die Südkoreaner. Da könnte man sicher unbesorgter Wirtschaftspolitik betreiben. 😉 Grundsätzlich ist mir Rheinmetall Naval näher, als TKMS. Aber wäre schon prima, wenn TKMS die kanadischen U Boote (U 212) bekommt. Die U Boote sind absolute Spitzentechnologie, das darf nicht scheitern.

Danke Rudi, dann soll doch eine "stille Vereinbarung" zwischen RHM und TKMS geschlossen werden dass TKMS für Unterwasser und RHM für Überwasser verantwortlich ist. Wäre doch win-win.
R
Ruuudi, Donnerstag 18:02 Uhr
1
Ich bin zwar nicht Rob, aber wer weiß, wann er (im Pazifik) wieder Internetaccess hat … 😉 … die Belgier/Niederländer bestellen gerne gemeinsam und bei Damen in Vlissingen, so auch im Rahmen ihrer NATO-Verpflichtungen. Das Problem bei Damen wirkt sich also unmittelbar auch auf deren Aufträge aus. Ob sich aber die Belgier durch TKMS weglocken lassen ist unsicher. Zu eng sind die Beziehungen zu den Niederländern. Das wird m.E. auch die Bundesregierung bremsen, sich bei einem Nachbarn (Niederlande) in dessen Wirtschaftsinteressen einzumischen. Letztlich hängts davon ab, wie groß die Probleme und wie knapp „der Gulden“ in Vlissingen ist … vielleicht kommen ja die Niederländer gleich mit? (Nein, sicher nicht.) Zu den Dänen kann ich nichts sagen, außer was Rob bereits geschrieben hat: sie interessieren sich für die MEKO A400 (TKMS). Wettbewerber sind die Südkoreaner. Da könnte man sicher unbesorgter Wirtschaftspolitik betreiben. 😉 Grundsätzlich ist mir Rheinmetall Naval näher, als TKMS. Aber wäre schon prima, wenn TKMS die kanadischen U Boote (U 212) bekommt. Die U Boote sind absolute Spitzentechnologie, das darf nicht scheitern.
W
Wildharry, Donnerstag 17:31 Uhr
0

Meiner Meinung nach liegt das Problem bei TKMS. Die Politik und die Lobbyisten haben hier den Bock zum Gärtner gemacht und sich massiv verzockt.TKMS ist spitze im Unterwasserschiffbau, jedoch können sie seit Langem keine großen, lukrativen Überwasserschiffbauaufträge mehr an Land ziehen. Wieso, weshalb, warum? Gründe dafür gibt es....F125 oder alleine die Aussage vom CEO über die GNYK Werft "wir prüfen, es ist eine Option und kein muss". Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln da er es nicht verstanden hat, im Gegensatz zur Rheinmetall, dass eine Aufrüstung und Ausbau der Verteidigungsfähigkeit auch im maritimen Bereich stattfindet. Wie lange spielt Rheinmetall jetzt im maritimen Bereich und welche Innovation und JV's haben sie in dieser kurzen Zeit hervorgebracht und beschlossen? Politik und die Lobbyisten wollen TKMS nun ein Stück vom Kuchen abgeben oder ihren Wählern im Wahlkreis zumindest zeigen "Wir haben für euch gekämpft". Wenn ich mich richtig erinnere, hat der Haushaltsausschuss damals die Freigabe gesperrter F126-Gelder direkt an die Bedingung, zeitgleich einen Vorvertrag mit TKMS für die MEKO-Fregatten abzuschließen gekoppelt. Das Parlament nutzte die Sperre als gezieltes Druckmittel, um das Verteidigungsministerium zu einem zweigleisigen Plan B zu zwingen. So sollte eine maritime Fähigkeitslücke ab 2029 verhindert werden, falls das kriselnde F126-Projekt endgültig scheitert. Warum man damals nicht die Modernisierung der F123 mit in die Argumentation einbezogen hat ist mir bis heute ein Rätsel. Daher kommt am Ende des Tages diese ganze Sache mit der MEKO ... aber das waren alles andere Ausgangssituationen. Wenn TKMS und die Regierung clever sind, dann versuchen sie, die Belgier zu überzeugen. Wenn nicht...Unsere Nachbarn, die Dänen, wollen gerne drei Luftverteidigungsfregatten MEKO 400 von TKMS. Im Moment sind die Verhandlungen zwar etwas eingeschlafen und die Koreaner machen auch etwas Druck....aber ein Schelm, wer Böses dabei denkt... die F127 wird sehr wahrscheinlich auf dem Design der MEKO 400 von TKMS basieren. Jedoch ist auch hier die F127 die deutsche Version, gebaut von TKMS und Rheinmetall. Vielleicht warten die Dänen auch ab, um sich eventuell bei der F127 mit einzuklinken, da sie wissen, dass da Rheinmetall mit an Bord ist. Dann reden wir schon von 11 x F127-Fregatten (Skalenefekt). Ich halte weiterhin an meiner Prognose fest: Sechs F126 werden gebaut und es gibt keine MEKO 200/F128. Das ist nur meine persönliche Meinung, die ich aus meinen Argumenten und Gründen ziehe.

Rob, ein Frage hätte ich aber noch bezüglich deiner Aussage "Wenn TKMS und die Regierung clever sind, dann versuchen sie, die Belgier zu überzeugen. Wenn nicht...Unsere Nachbarn, die Dänen, wollen gerne drei Luftverteidigungsfregatten MEKO 400 von TKMS." Wer käme denn da noch in Frage? Holland?, Frankreich (eher nicht)? Spanien? Polen?
Coretto
Coretto, Donnerstag 16:56 Uhr
0

Das ist keine Schwurbelei. Russland baut massiv an Finnlands Grenze und plant um die 100.000 Soldaten dort zu stationieren. Ich wusste nicht, dass die noch soviel über haben, aber es deutet mehr auf Verlegungen aus der Ukraine hin, sollte das mal zum Waffenstillstand gelangen. Die Vorbereitungen laufen bereits seit letztem Jahr und es gibt permanent Fortschritte.

Danke. Wusste doch das ich nicht wirklich schwurbeln kann 😉 Putin darf man nicht unterschätzen. Das ist Fakt.
R
Ruuudi, Donnerstag 16:52 Uhr
1
Der Vollständigkeit halber auch hier: Gemeinschaftsunternehmen „OHB Rheinmetall Space Networks GmbH“ gegründet https://www.rheinmetall.com/de/media/news-watch/news/2026/06/2026-06-11-gemeinschaftsunternehmen-ohb-rheinmetall-space-networks-gmbh-gegruendet Beide haben den gleichen Anteil im JV, nämlich 50%. Was mir vorher nicht bewusst war: Airbus wird nicht Miteigner/Partner sondern Lieferant im JV. Den Bundeswehrauftrag erhält das JV aller Voraussicht nach per Direktvergabe. Das war aber schon vermutet worden, da sich die deutschen Bewerber zu einem gemeinsamen Angebot zusammengeschlossdnhaben und somit nicht in Konkurrenz zueinander getreten sind. Ausländische Bewerber sind bei einem so sensiblen Thema, wie Kommunikation/Digitalisierung m.E. ohnehin nicht zugelassen.
R
Ruuudi, Donnerstag 15:28 Uhr
2
Das ist keine Schwurbelei. Russland baut massiv an Finnlands Grenze und plant um die 100.000 Soldaten dort zu stationieren. Ich wusste nicht, dass die noch soviel über haben, aber es deutet mehr auf Verlegungen aus der Ukraine hin, sollte das mal zum Waffenstillstand gelangen. Die Vorbereitungen laufen bereits seit letztem Jahr und es gibt permanent Fortschritte.
Coretto
Coretto, Donnerstag 14:59 Uhr
0

Welt News vermeldet vor einer halben Stunde: Russland rüstet an Grenze zur EU massiv auf (Satellitenbilder). Bedrohung in höchstem Maße sagt ein Ex-Geheimdienstchef ! 😮 Das hört sich nicht gerade an, als bräuchten wir demnächst keine Verteidigung mehr . . ..

Ist nur schwurbelei und ein Gedanke. Völliger Blödsinn. Aber mit dem Gedanken das man nie jemanden unterschätzen sollte sollte man das ernst nehmen. Putin spielt Krieg in def Ukraine. Man nimmt ihn nicht mehr ernst und gerade das könnte Kalkül haben
Y
Yezebel666, Donnerstag 13:53 Uhr
0
https://defence-network.com/augen-im-all-rheinmetall-space-firmen/
Roots
Roots, Donnerstag 13:52 Uhr
0
Moin, die News gab es doch schon gestern 🤔 aber du hast Recht, alles unnütz und …. 😉
S
Salmoni, Donnerstag 13:49 Uhr
0
Welt News vermeldet vor einer halben Stunde: Russland rüstet an Grenze zur EU massiv auf (Satellitenbilder). Bedrohung in höchstem Maße sagt ein Ex-Geheimdienstchef ! 😮 Das hört sich nicht gerade an, als bräuchten wir demnächst keine Verteidigung mehr . . ..
W
Wildharry, Donnerstag 9:35 Uhr
0
Guten Morgen, auch von mir vielen Dank an Rob für die ausführliche Analyse. Liest sich ja alles recht gut.
R
Ruuudi, Donnerstag 9:31 Uhr
0
Morgen zusammen … ich vermute, der Plan wurde Ende letzten Jahres unter politischem Druck als Fall back Lösung installiert. Zum einen war unklar, - ob Rheinmetall den Kauf von NVL endgültig abschließt, - Damen die Übergabe der Assets (Konstruktionsdaten, -Zeichnungen, etc)vollzieht, - sich Rheinmetall Naval zutraut die F126 zurück in die Spur zu bringen und zu welchem Preis. Zum anderen war dies ein Kompromiss, um im parteiübergreifend besetzten Haushaltsausschuss mittels eines (politischen) Kompromiss einen Konsens zu erreichen. Aber warten wir mal ab - noch sind’s nur Spekulationen, noch keine Fakten, auch wenn Rob das schon vor ca. 1 Woche sehr plausibel hergeleitet hatte. Er ist i.Ü. wie er selber hier geschrieben hatte irgendwo „im Pazifik“, von daher werden Antworten eher sporadisch und zu unüblichen MEZ-Tageszeiten kommen.
Y
Yezebel666, Donnerstag 9:21 Uhr
0
Wow Rob, vielen Dank für die ausführliche Stellungnahme!! Mich würde noch interessieren, ob dieses Sonar, welches nun in die F-123 eingebaut wird, erst kurzfristig entwickelt wurde, bzw. Sich erst jetzt die Möglichkeit zum Einbau ergeben hat. Ansonsten stellt sich auch mir die Frage, warum überhaupt ein Plan B mit TKMS entwickelt wurde...
R
Ruuudi, Donnerstag 5:38 Uhr
0
Super ! Danke Dir, Rob für die ausführliche und erwartet qualifizierte und schlüssige Stellungnahme, die ich erwartet hatte. 😀 Dann war mein Bauchgefühl und mein vergleichsweise laienhaftes Verständnis und die Auslegung des hartpunkt Artikels im Ansatz richtig. Der Artikel bestätigt im wesentlichen Deine vor einigen Tagen beschriebenen Gedankengänge und Schlussfolgerungen. Top ! Ich halte es nun für wahrscheinlich, dass Rheinmetall mit der F 126 loslegt, man letztlich mit einer u.U. möglichen Entscheidung gegen die MEKO A200 DEU/F128 dennoch einige Wochen wartet, um dafür auch politisch breitere Unterstützung einzusammeln, Sollte es so kommen wäre das auf den ersten Blick etwas bitter für TKMS, aber es war klar, dass sie diesbezüglich nur Back-up waren/sind. Dort werden sich kurzfristig andere Chancen auftun - der Kanadische U-Boot Auftrag steht unmittelbar vor der Entscheidung. Ich bin sehr zuversichtlich, dass sich TKMS gegen die Südkoreaner durchsetzen, wird. Exkurs: Dem von dir angesprochenen OliverBurkhard – CEO von TKMS - muss man zu Gute halten, dass er gar keine Erfahrung im Defense Bereich hat. Bevor er die Geschäftsführung von Mariensystem bei ThyssenKrupp übernahm, war Personalvorstand in der Holding. Eine jahre-/jahrzehntelange Erfahrung und Vernetzung im Defense- und Politikumfeld ist also nicht vorhanden. Daran gemessen macht er seine Sache recht gut. Wie lange auf seiner jetzigen Position bleibt abzuwarten. Versuche ihn woanders hinzulotsen hat es nach meinen Informationen vor einiger Zeit gegeben.
Robirobsen
Robirobsen, Donnerstag 2:40 Uhr
5
Meiner Meinung nach liegt das Problem bei TKMS. Die Politik und die Lobbyisten haben hier den Bock zum Gärtner gemacht und sich massiv verzockt.TKMS ist spitze im Unterwasserschiffbau, jedoch können sie seit Langem keine großen, lukrativen Überwasserschiffbauaufträge mehr an Land ziehen. Wieso, weshalb, warum? Gründe dafür gibt es....F125 oder alleine die Aussage vom CEO über die GNYK Werft "wir prüfen, es ist eine Option und kein muss". Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln da er es nicht verstanden hat, im Gegensatz zur Rheinmetall, dass eine Aufrüstung und Ausbau der Verteidigungsfähigkeit auch im maritimen Bereich stattfindet. Wie lange spielt Rheinmetall jetzt im maritimen Bereich und welche Innovation und JV's haben sie in dieser kurzen Zeit hervorgebracht und beschlossen? Politik und die Lobbyisten wollen TKMS nun ein Stück vom Kuchen abgeben oder ihren Wählern im Wahlkreis zumindest zeigen "Wir haben für euch gekämpft". Wenn ich mich richtig erinnere, hat der Haushaltsausschuss damals die Freigabe gesperrter F126-Gelder direkt an die Bedingung, zeitgleich einen Vorvertrag mit TKMS für die MEKO-Fregatten abzuschließen gekoppelt. Das Parlament nutzte die Sperre als gezieltes Druckmittel, um das Verteidigungsministerium zu einem zweigleisigen Plan B zu zwingen. So sollte eine maritime Fähigkeitslücke ab 2029 verhindert werden, falls das kriselnde F126-Projekt endgültig scheitert. Warum man damals nicht die Modernisierung der F123 mit in die Argumentation einbezogen hat ist mir bis heute ein Rätsel. Daher kommt am Ende des Tages diese ganze Sache mit der MEKO ... aber das waren alles andere Ausgangssituationen. Wenn TKMS und die Regierung clever sind, dann versuchen sie, die Belgier zu überzeugen. Wenn nicht...Unsere Nachbarn, die Dänen, wollen gerne drei Luftverteidigungsfregatten MEKO 400 von TKMS. Im Moment sind die Verhandlungen zwar etwas eingeschlafen und die Koreaner machen auch etwas Druck....aber ein Schelm, wer Böses dabei denkt... die F127 wird sehr wahrscheinlich auf dem Design der MEKO 400 von TKMS basieren. Jedoch ist auch hier die F127 die deutsche Version, gebaut von TKMS und Rheinmetall. Vielleicht warten die Dänen auch ab, um sich eventuell bei der F127 mit einzuklinken, da sie wissen, dass da Rheinmetall mit an Bord ist. Dann reden wir schon von 11 x F127-Fregatten (Skalenefekt). Ich halte weiterhin an meiner Prognose fest: Sechs F126 werden gebaut und es gibt keine MEKO 200/F128. Das ist nur meine persönliche Meinung, die ich aus meinen Argumenten und Gründen ziehe.
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