RHEINMETALL WKN: 703000 ISIN: DE0007030009 Kürzel: RHM Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
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Also das Rheinmetall nie das Projekt F126 zu Ende bauen/bringen wollte, würde ich so nicht unterschreiben. Der Wille seitens Rheinmetall und auch der Politik war ganz klar vorhanden. Das man jetzt eventuell umdenkt und von Klasse auf Masse geht, ist etwas anderes. Ich glaube auch, dass man was die Größe der Tonnage angeht nun neue Weg beschreitet. Mit der GMF140 hat Rheinmetall theoretisch nichts zu tun. Das ist alles noch von den Ingenieuren von Lürssen geplant und konstruiert worden, aufgebaut auf dem GMF120-Design. Eine eigene Klasse in 5 Monaten (Eigentümer NVL) zu entwickeln, ist nicht möglich... Ich vermute eher, hiermit versucht man ganz klar TKMS zwecks des gemeinsamen JV für die F127 auszustechen und ein komplett eigenes Angebot für die nächste Klasse der Luftverteidigungsfregatten für die deutsche Marine zu platzieren. Als damals noch eigenständige Werft musste NVL vorsichtig sein. Hätte man ein hochgerüstetes(64 VLS), 140 Meter langes Kriegsschiff mit US-Komponenten unter der Flagge der Lürssen-Gruppe angekündigt, hätte das die Kooperationen bei anderen Großprojekten (wie eben der F127 mit TKMS) politisch belasten können. Jetzt, durch die Finanzkraft und die globale Rüstungs-Aggressivität von Rheinmetall, wurde das Projekt aus der Deckung geholt, um direkt in den Konkurrenzkampf zu ziehen. Für NVL alleine wäre es damals sehr schwierig gewesen, deshalb auch die JV mit Damen oder TKMS. Jetzt mit Rheinmetall am Ruder...eine ganz andere Situation. Ebenfalls könnte Kanada ein potenzieller Kunde sein. Im Moment sind sie nicht happy mit dem Bau ihrer River-Klasse. 3 Schiffe von 15 werden gerade gebaut. Los 2 und 3 für die verbleibenden Schiffe wurden noch nicht vergeben. Daher gibt es hier Potenzial. Das Problem mit der US Navy ist, dass sie ähnliche Probleme wie die Kanadier hatte. Jedoch haben sie nach dem Abbruch nun das Design und den Bau der Küstenwachschiffe bereits vertraglich übernommen... Wäre die GMF140 etwas für die US Navy??? Absolut, das könnte sogar das perfekte Schiff für die Anforderungen dieser Klasse für sie sein(indopazifik)... Jedoch ob bereits alle Schiffe/Lose (50–65) für die Küstenwachschiffe übernommen wurden, weiß ich nicht, konnte dazu nichts weiter finden. Sollten noch Lose offen sein, dann wäre es ideal für die US Navy...vielleicht sind sie auch bereit Vertragsstrafen zu zahlen... Jedoch muss dann aber auch der Kongress bei ausländischen Schiffen/Designs mitmachen.
Also das Rheinmetall nie das Projekt F126 zu Ende bauen/bringen wollte, würde ich so nicht unterschreiben. Der Wille seitens Rheinmetall und auch der Politik war ganz klar vorhanden. Das man jetzt eventuell umdenkt und von Klasse auf Masse geht, ist etwas anderes. Ich glaube auch, dass man was die Größe der Tonnage angeht nun neue Weg beschreitet. Mit der GMF140 hat Rheinmetall theoretisch nichts zu tun. Das ist alles noch von den Ingenieuren von Lürssen geplant und konstruiert worden, aufgebaut auf dem GMF120-Design. Eine eigene Klasse in 5 Monaten (Eigentümer NVL) zu entwickeln, ist nicht möglich... Ich vermute eher, hiermit versucht man ganz klar TKMS zwecks des gemeinsamen JV für die F127 auszustechen und ein komplett eigenes Angebot für die nächste Klasse der Luftverteidigungsfregatten für die deutsche Marine zu platzieren. Als damals noch eigenständige Werft musste NVL vorsichtig sein. Hätte man ein hochgerüstetes(64 VLS), 140 Meter langes Kriegsschiff mit US-Komponenten unter der Flagge der Lürssen-Gruppe angekündigt, hätte das die Kooperationen bei anderen Großprojekten (wie eben der F127 mit TKMS) politisch belasten können. Jetzt, durch die Finanzkraft und die globale Rüstungs-Aggressivität von Rheinmetall, wurde das Projekt aus der Deckung geholt, um direkt in den Konkurrenzkampf zu ziehen. Für NVL alleine wäre es damals sehr schwierig gewesen, deshalb auch die JV mit Damen oder TKMS. Jetzt mit Rheinmetall am Ruder...eine ganz andere Situation. Ebenfalls könnte Kanada ein potenzieller Kunde sein. Im Moment sind sie nicht happy mit dem Bau ihrer River-Klasse. 3 Schiffe von 15 werden gerade gebaut. Los 2 und 3 für die verbleibenden Schiffe wurden noch nicht vergeben. Daher gibt es hier Potenzial. Das Problem mit der US Navy ist, dass sie ähnliche Probleme wie die Kanadier hatte. Jedoch haben sie nach dem Abbruch nun das Design und den Bau der Küstenwachschiffe bereits vertraglich übernommen... Wäre die GMF140 etwas für die US Navy??? Absolut, das könnte sogar das perfekte Schiff für die Anforderungen dieser Klasse für sie sein(indopazifik)... Jedoch ob bereits alle Schiffe/Lose (50–65) für die Küstenwachschiffe übernommen wurden, weiß ich nicht, konnte dazu nichts weiter finden. Sollten noch Lose offen sein, dann wäre es ideal für die US Navy...vielleicht sind sie auch bereit Vertragsstrafen zu zahlen... Jedoch muss dann aber auch der Kongress bei ausländischen Schiffen/Designs mitmachen.
Ich glaube nicht, dass RHM mit offenen Karten gespielt hat!!! Denk mal an die Diskussionen wegen U Bootbau, Armin aber auf einem Photo im Rumpf eines größeren Überwasserschiffes stand. RHM zieht doch nicht wie von Zauberhand nach dem F126 aus, dass GMF140 Projekt aus der Tasche! RHM wollte nie U Boote bauen und auch keine F126. Außerdem hat RHM auch eine Werft in Rumänien gekauft. Bei der DOK-ING Übernahme hatte RHM ganz nebenbei auch gesagt, dass RHM auch in Kroatien in den Schiffbau einsteigen könnte. Die F127 und die F126 sind nicht mehr zeitgemäß. F127 ist eine 12 000 Tonnen Klasse, F126 wäre eine 10 000 Tonnen Klasse, die MEKO A400 AMD ist auch eine 10 000 Tonnen Klasse. Die GMF140 wird in der 6 000 Tonnen Klasse beheimatet sein.
Rheinmetall hat mit offenen Karten gespielt und realistische Kosten genannt, mit dem Risiko, dass der Deal auch kentern kann. Alles oder nichts eben. Dennoch war man sehr zuversichtlich, wurde letzten Endes aber davon überrascht. Das war zwischen den Zeilen auf eine schriftliche Nachfrage klar zu lesen. Ich bin aber sicher, es gab und gibt ein Fallback-Szenario (neben den Panzern aus Wolgast, Wihelmshafen und HH). Vermutlich nicht nur GMF 140. Das wird nach meiner Überzeugung morgen breiten Raum in der Präsentation einnehmen.
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