SBERBANK Forum: Community User: Tycoon1597

Kommentare 9.082
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Det123, 09.06.2022 21:04 Uhr
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Aktienhandel in Sber-Aktien aus ADR Programmen in Russland eine Illusion??. Alle am Markt beteiligten drücken sich vor Rechts- und Sanktionsrisiken. Der ADR-Ausgeber JP Morgan blockiert meiner Meinung nach einen Tausch in Aktien um nicht sanktioniert zu werden. Das ist doch zwischenzeitlich ganz offensichtlich. Meines Wissens liegen die ADR-Aktien bereits bei einer Verwahrstelle von JP Morgan in Moskau. JP Morgan kann zur Zeit kein Interesse daran haben irgendwelche Aktivitäten in Sachen ADR-Aktientausch oder Aktien-Verkauf vorzunehmen. Jeder Vorgang seitens JP Morgan würde die Sanktionen unterlaufen. Warum?? Auf der einen Seite werden russische Vermögen jeglicher Art beschlagnahmt und eingefroren. Auf der anderen Seite würde man durch die Freisetzung der ADR Programme durch Aktientausch und deren Handel an der MOEX oder an einem Ausländer Zweitmarkt die Sanktionen konterkarieren. Eine Steilvorlage für Putin und Co. Russland würde sofort auf die Verkaufserlöse auf den Rubelkonten blockieren. Das wäre ein gutes Gegengeschäft zu den blockierten russischen Vermögen. Nur auf Antrag könnten diese Rubelguthaben in andere Währungen konvertiert und in andere Währungsräume überwiesen werden. Aus diesem Grunde halten sich die Depotbanken alle bedeckt Treuhandkonten in Russland zu eröffnen. Im Grunde gibt es nur „Scheinofferten“ zur Wandlung, deren Bedingungen die Einzelanleger gar nicht erfüllen können. Das ist großer Zynismus, den Anleger „im Regen“ stehen zu lassen. Auch den Neobrokern, so meine Prognose, wird ein ADR-Tausch in Aktien nicht gelingen. Die verschiedenen Clearstream-Systeme blockieren sich gegenseitig mit Depotübertragungen und Verrechnungen aus. Alle schieben ganz elegant dem Privatanleger mit der Eröffnung von russischen Depots und Konten den Schwarzen Peter zu. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass bevor die aus dem ADR Programm fest liegenden Aktien in Russland gehandelt werden, ein ADR Handel an den westlichen Börsen wieder aufgenommen wird. Russland hat durch die Platzierung der Sber-ADR von den Anlegern bereits die Kaufpreissumme für die Aktien erhalten. Damit ist Sber aus der Sache raus. Die Kündigung seitens Sber, das ADR Programm nicht fortzuführen, hat mit uns Anlegern nur am Rande zu tun. Der Handel der ADR an den westlichen Börsen ist eine ganz andere Geschichte. Was spricht dagegen, den Handel eines Tages wieder aufzunehmen. Das wäre einmal Anlegerschutz. Die Wiederaufnahme des ADR-Handels an den außer russischen Börsen. Dieser Kommentar spiegelt nur meine Meinung wider.
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emarosa, 09.06.2022 19:24 Uhr
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Das was Flatex anbietet, ist doch auch keine echte Lösung. Du weißt ja nicht mal, was danach mit deinen ADRs nach der Buchung an den Agenten passiert und hast keinen Zugriff mehr.
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Gast-747327800, 09.06.2022 17:55 Uhr
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Also eigentlich ist der Sachverhalt doch relativ klar (in der Theorie): JPMorgan kann die ADRs in Aktien umtauschen, sofern der Antrag vor dem 17.6.2022 gestellt wird. Der Umtausch von ADRs in Aktien ist bis zum 16.6.2022 legal. Zudem gibt es mit der Citibank Moskau eine nicht sanktionierte Verwahrstelle, wo die Aktien verwahrt werden können. Letztlich haben sich auch die Broker (zumindest TR) dazu bereit erklärt, auf Kundenwunsch die Umwandlung in Aktien gegenüber JPMorgan zu erklären, die sich dann um den Übertrag zur Citibank in Moskau kümmern.
s
stj23, 09.06.2022 17:01 Uhr
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Aber ich denke es ist besser als nichts zu tun
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Det123, 09.06.2022 15:56 Uhr
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Somit bleibt hier wohl nur Option 1 und dann zu hoffen, dass JPM hier eine Lösung anbietet, oder?

JP Morgan wird meiner Meinung nach bis auf weiteres die ADR treuhänderisch verwalten und gar nichts machen, da es Gesetze und Verordnungen bis auf weiteres nicht zulassen einen Verkauf der ADR-Aktien vorzunehmen. Ein Verkauf von JP Morgan würden allein schon daran scheitern, dass zur Zeit weder Ausländer (Private und Institutionelle) verkaufen können. Die Verkaufserlöse wären in Rubel auf Konten in Russland zu halten. Die Konvertierung von Rubel in andere Währung und deren Überführung (Auszahlung an die Inhaber) in den europäischen Wirtschaftsraum wäre nach derzeitiger Lesart so gut wie ausgeschlossen. Siehe Link: https://www.adr.com/drprofile/80585Y308 (steht in PDF vom 26.05.2022) Wenn Sie die Stammaktien nicht annehmen können, würden die DRs in den Büchern bleiben Ihres Depot- oder Maklerkontos bis zu dem Zeitpunkt, an dem geltende Gesetze, Regeln und Vorschriften erlauben es JPMorgan, Maßnahmen zu ergreifen, die gemäß der Hinterlegungsvereinbarung erforderlich sind, einschließlich der Auszahlung von Inhabern
s
stj23, 09.06.2022 15:36 Uhr
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Somit bleibt hier wohl nur Option 1 und dann zu hoffen, dass JPM hier eine Lösung anbietet, oder?
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stj23, 09.06.2022 15:36 Uhr
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..flatex. das habe ich auch erhalten.
W
Wahnsinn_08, 09.06.2022 15:07 Uhr
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Nochwas als Info: Es gibt einen sogenannten "Billigbrooker", der seinen Kunden, die ADR im Depot haben, unaufgefordert diese Information als E-Mail gesendet hat. Ich bin im Besitz dieser Mail. Mein Premiuanbieter läßt mich rotzfrech im Stich :(( Hier steht kuzr formuliert, wenn "jemand ein Depot Konto auf seinen Namen in Russland hat, kümmert sich der Brooker dass die ADR über den ADR AGENT (JPM) zum ADR Emittent (Sberbank) gelangt. Sberbank überträgt dann die Originalaktien auf das genannte russiche Depotkonto. Für den letzten Schritt übernimmt der Brooker allerdings keine Haftung. man man man und mein Premiumbrooker "verarscht" mich ************************************************************** "Sehr geehrte Depotkundin, sehr geehrter Depotkunde, mit diesem Schreiben informieren wir Sie grundlegend über Ihre und unsere derzeitigen Möglichkeiten bezüglich der ADR/GDR-Programme auf russische Basiswerte (nachfolgend „Aktien“). Aktuell halten Sie mindestens eine solche Gattung in Ihrem Depot. Diese ADR/GDR werden zurzeit als ausländische Papiere über die Lagerstelle Clearstream Banking Luxembourg AG (nachfolgend „CBL“) verwahrt. Bezogen auf Ihr konkretes Investment werden wir Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt die erforderlichen Details und Informationen zur Verfügung stellen, sobald uns alle relevanten Daten der ADR/GDR-Emittenten (nachfolgend „DR-Agent“) bereitstehen. Zum Hintergrund: Auf Grund der von Russland verhängten Sanktionen haben diverse DR-Agenten die Einstellung der Zertifizierung beschlossen und in der Folge ADR/GDR-Programme gekündigt. Jedoch ist eine Belieferung der Aktien in die EU oder andere sanktionierte Staaten aufgrund der Sanktionen aktuell nicht möglich. Daher können die Aktien nur in ein auf Ihren Namen lautendes Depot bei einer russischen Bank geliefert werden. Eine Einlieferung bei uns und eine Verwahrung der Aktien ist aber über unsere Verwahrinfrastruktur der CBL generell nicht möglich. Wir können bei einem Tausch daher lediglich Ihre ADR/GDR an den DR-Agent übertragen. Bitte beachten Sie jedoch: Die Lieferung der Aktien liegt einzig und allein in der Verantwortung des DR-Agenten. Offen ist, ob und wann die Aktien in Ihr Depot bei der russischen Bank gebucht werden. Sie haben somit, Stand per heute, bei den anstehenden Umtauschaktionen jeweils zwei Optionen: 1. Sie erteilen uns die Weisung und tauschen Ihre ADR/GDR gegen die Aktien um. Hierzu buchen wir die ADR/GDR an den Agenten. Die Buchung und Verwahrung der Aktien erfolgt aufgrund der vorstehend ausgeführten Einschränkungen nicht bei uns. Über die Vorgaben des DR-Agenten zu dem jeweiligen Umtausch informieren wir Sie zu gegebener Zeit in einem separaten Schreiben. ODER 2. Sie erteilen keine Weisung. Ihre ADR/GDR werden dann zu einem nicht bekannten späteren Zeitpunkt durch den DR-Agenten verkauft. Der eventuelle Verkaufserlös wird Ihrem Konto gutgeschrieben, sobald wir den Erlös über CBL erhalten haben. Weitere Informationen und Hinweise: Sie selbst müssen sicherstellen, dass die Annahme des Umtauschangebots nicht gegen geltendes Recht des jeweiligen Landes verstößt. Außerdem können wir bei Ihrer Annahme des Angebotes zur Offenlegung Ihres Namens verpflichtet werden. Mit der Weisungserteilung erklären Sie sich mit dieser Namensoffenlegung einverstanden. Bei beiden Optionen fallen Spesen Dritter (z.B. DR-Agent) an, welche wir Ihnen weiterbelasten werden. Eine detaillierte Gebührenaufstellung werden wir Ihnen bei den einzelnen Informationen zu den ADR/GDR- Programmen bereitstellen.
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Wahnsinn_08, 09.06.2022 14:19 Uhr
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# LarsBo, ich habe Copy / Paste von einen Artikel gemacht. Das sind nicht meine Äusserungen.
s
stj23, 09.06.2022 12:43 Uhr
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Flatex bietet den Übertrag zum DR-Agenten an. Nehme an damit ist JP Morgan gemeint?
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blitzi1277, 09.06.2022 6:52 Uhr
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Consorsbank, und Targobank haben mir bisher nicht offiziell über die Kapitalmaßnahme bei der Sberbank informiert, was meiner Meinung ihre Pflicht wäre. Sofern mir Nachteile entstehen werde ich im Nachgang den Rechtsweg wählen müssen um meinen Eigentumsrechte zu erstreiten.
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Gast-747327800, 09.06.2022 6:36 Uhr
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Außerdem wurde von TR bereits angekündigt, dass die Aktien bei der Citibank Moskau lagern. Also irgendwie erscheint mir das Schreiben des Anwalts nicht ganz ausgegoren.
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Gast-747327800, 09.06.2022 6:34 Uhr
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Hallo an Alle. Das kam heute über eine Anwaltskanzlei ins Netz. Demzufolge geht bei Sberbank nichts. Wünsche Euch viel Erfolg, lese eifrig mit und habe selber von Smartbrooker als E.Mail erhalten, daß Sie wandeln, aber nur die ADR, die schon auf Smartbrooker Depot sind. Das selbe von TR. Es ist faktisch, scheinbar ausgeschlossen "ADR von Sberbank" momentan zu transferieren. Auszug aus der Anwalt.de Veröffenlichung 2. Zu Sberbank ADRs Aufgrund der Sanktionen, die gegen Sberbank verhängt wurden, ist es uns trotz erheblicher Bemühungen nicht gelungen, einen Weg zu finden, der es Anlegern ermöglicht, Inhaber/in der für Sie hinterlegten Sberbank Aktien nach Umtausch Ihrer ADRs zu werden. Anders als bei Aktien anderer russischer Unternehmen wie bspw. Gazprom, Lukoil, Magnitogorsk und Magnit, die nicht sanktioniert wurden, können wir Anlegern bei dem Umtausch von Sberbank ADRs deshalb nicht weiterhelfen. Nach Kontaktaufnahme zu zahlreichen Brokern hat sich aufgrund der Sanktionen gegen Sberbank keine einzige Depotbank außerhalb von Russland dazu bereit erklärt, Sberbank-Aktien anzunehmen. Darüber hinaus ist es Anlegern regelmäßig auch nicht möglich, ein Depot bei einem russischen Broker zu eröffnen, da sie hierfür einen Wohnsitz in Russland nachweisen müssten. Als weiteren Lösungsansatz haben wir uns darum bemüht, einen Treuhänder zu finden, auf welchen die Aktien hätten übertragen werden können. Wir haben diesbezüglich die größten Broker kontaktiert, die zum heutigen Zeitpunkt nicht auf der Sanktionsliste stehen (FINAM, BKS Brokers, Tinkoff Investment u.a.). Alle weigern sich aus Compliance-Gründen einem Nichtresidenten eine Kontoeröffnung zu ermöglichen. Dabei spielt keine Rolle, ob das Konto direkt von dem ausländischen Investor oder einem in Russland ansässigen Vertreter, der im Interesse eines ausländischen Investors aus den sogenannten „unfreundlichen Ländern“ handelt, eröffnet wird. Des Weiteren haben wir bei diversen russischen Rechtsanwaltskanzleien angefragt, ob sie als Treuhänder fungieren könnten. Sie konnten aber leider keine Treuhandtätigkeit in Bezug auf die Verwaltung der Aktien anbieten, da dafür eine spezielle Lizenz erforderlich ist (Art. 5 des russischen Gesetzes über den Wertpapiermarkt), über welche sie nicht verfügen. Sofern Anleger aufgrund des bis 27.05.2022 befristeten Angebots versucht haben bei Sberbank direkt ein Depot zu eröffnen, hat die Bank mittlerweile ihr Angebot mit folgender Begründung zurückgezogen: „Die Depotbank, JP Morgan Chase Bank N.A., hat mitgeteilt, dass sie nicht in der Lage sein wird, ADR-Aufhebungsanweisungen der Sberbank zu bearbeiten und Sberbank-Stammaktien auf Depotkonten zu transferieren, die bei der Sberbank eröffnet wurden, da Sberbank auf der SDN-Liste steht. Solche Lieferungen stehen außerhalb des Umfangs der zulässigen Aktivitäten basierend auf der Lizenz, die OFAC an JPM erteilt hat. Leider verspricht somit dieser Lösungsansatz ebenfalls keinen Erfolg. Für alle, die einen Umtausch der ADRs in Aktien aufgrund der oben genannten Einschränkungen nicht vollziehen können, gibt es die Hoffnung, zumindest irgendwann den Aktienwert ausbezahlt zu bekommen. JP Morgen hat uns mitgeteilt, dass es die Aktien der Sberbank ADR Inhaber, die den Umtausch der ADRs nicht beantragen konnten, weiter halten werde, bis das „geopolitische Klima“ es ermögliche, die Anleger auszubezahlen. Danach gehen wir davon aus, dass JP Morgan davon absehen wird, die Aktien direkt nach Ablauf der Frist am 16.06.2022 freihändig zu verkaufen.

Da steht auch viel Blödsinn drin. Kontoeröffnung dauert zwei Stunden.
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