SHOP APOTHEKE EUROPE INH. WKN: A2AR94 ISIN: NL0012044747 Kürzel: RDC Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Ich versuche gerade, die aktuellen Zahlen und insbesondere die RX-Guidance von Redcare Pharmacy einzuordnen und komme dabei zu ein paar Gedanken, die ich gerne zur Diskussion stellen würde. Die Prognose für 2026 wirkt relativ schwach. Wenn man etwa von rund 760 Mio. € RX-Umsatz ausgeht, impliziert das nur ein sehr moderates Wachstum gegenüber 2025. Runtergebrochen auf die Quartale entspricht das ungefähr einem sequenziellen Wachstum von nur etwa 5 Mio. € pro Quartal. Das überrascht mich etwas, weil der Trend im zweiten Halbjahr 2025 eigentlich deutlich stärker aussah. In Q3 lag das Wachstum gegenüber dem Vorquartal bei rund 12 Mio. €, in Q4 sogar bei fast 30 Mio. €. Rein vom Momentum her hätte ich daher eher erwartet, dass sich diese Dynamik zumindest teilweise fortsetzt. Ich dachte Jefferies würde auch dieses Momentum bestätigen. Ein Teil der Erklärung könnte natürlich sein, dass sich das RX-Geschäft generell schwer prognostizieren lässt. Die Entwicklung hängt stark davon ab, wie schnell sich das E-Rezept weiter verbreitet. Insofern kann ich nachvollziehen, dass das Management hier eher vorsichtig guidet. Ein weiterer Gedanke ist, dass Redcare kommunikativ vielleicht bewusst etwas zurückhaltender auftritt. Der Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten bleibt politisch ein sensibles Thema, gerade im Zusammenhang mit der Diskussion um eine Apothekenreform. Da könnte eine eher konservative Prognose auch strategisch sinnvoll sein. Was ich außerdem interessant finde: Möglicherweise sehen wir gerade eine Art Trendumkehr im Wettbewerb – nicht unbedingt, weil Redcare plötzlich massiv stärker wächst, sondern weil andere reine Online-Anbieter stärker unter Druck geraten. Steigende Marketingkosten, Logistik und Finanzierung treffen kleinere oder weniger profitable Anbieter deutlich härter. Wenn diese gezwungen sind, Marketing zu reduzieren oder Preise anzuheben, könnte sich der Wettbewerb indirekt zugunsten von Redcare verschieben. Ich denke bei DocMorris gehen nächstes Jahr die Lichter aus, zumindest als unabhängiges Unternehmen. Ein möglicher zusätzlicher Faktor könnte auch der neue Logistikstandort in Pilsen sein. Durch die Inbetriebnahme steigt die Kapazität sprunghaft, gleichzeitig erhöhen sich kurzfristig die Fixkosten, während das Volumen erst nachziehen muss. Dadurch könnte 2026 operativ zunächst etwas gedämpft wirken, obwohl die Infrastruktur für zukünftiges Wachstum bereits aufgebaut ist. Mein Fazit: Man muss hier vermutlich mindestens 2 weitere Jahre Geduld mitbringen. Redcare ist operativ cash-generierend, verfügt über ausreichende Cashbestände und bewegt sich klar in Richtung Profitabilität. Gleichzeitig stehen nach aktuellem Stand in den nächsten Jahren keine großen Investitionen an, und auch größere Refinanzierungen scheinen kurzfristig nicht notwendig zu sein. Wenn sich der E-Rezept-Trend weiter durchsetzt und die vorhandenen Kapazitäten ausgelastet werden, könnte sich das Wachstum mittelfristig wieder deutlicher zeigen. Ich kaufe weiterhin für 1500 Euro im Monat nach.
Ich springe auch gerne hin und her! Aber da ich jetzt weiss, das die Aktie in ein paar Wochen wohl auf jeden Fall steigen muss, werde ich jetzt mal das Wetter genießen und abwarten! Ausserdem Hin und Her macht Taschen leer ;-)! Wenn die Regierung in ein paar Wochen die Vergütung der Rezepte auf 9,50€ anhebt wird RedCare ja in die Gewinnzone schon alleine dadurch glangen! Wieviele Rezepte haben die im letzten Jahr im Umsatz gehabt? Und dann plus 1,15€ plus pro Rezept! Hammer
Wie es ausschaut wird die Aktie selbst mit der zusätzlichen Vergütung keinen Nettogewinn machen. Die zentrale Frage ist, wie erreicht Red Care eine positive Nettomarge. Volumen hat nicht so stark geholfen. Wie erhofft. Was kann die Trendumkehr bringen? Auslastung in Pilsen? Durch die Eröffnung hat man natürlich sprunghafte Fixkostensterigerung, so eine Fixkostensteigerung soll es ja in den nächsten 5 Jahren nicht geben. Evtl. bringt uns die Automatisierung in Holland voran? Oder muss bestenfalls der Wettbewerb die Preise erhöhen? Der Markt und die Analysten haben die Zuversicht verloren.
Wie es ausschaut wird die Aktie selbst mit der zusätzlichen Vergütung keinen Nettogewinn machen. Die zentrale Frage ist, wie erreicht Red Care eine positive Nettomarge. Volumen hat nicht so stark geholfen. Wie erhofft. Was kann die Trendumkehr bringen? Auslastung in Pilsen? Durch die Eröffnung hat man natürlich sprunghafte Fixkostensterigerung, so eine Fixkostensteigerung soll es ja in den nächsten 5 Jahren nicht geben. Evtl. bringt uns die Automatisierung in Holland voran? Oder muss bestenfalls der Wettbewerb die Preise erhöhen? Der Markt und die Analysten haben die Zuversicht verloren.
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