VW WKN: 766403 ISIN: DE0007664039 Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion

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Kommentare 157.697
MCherry
MCherry, 09.07.2023 14:54 Uhr
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Ich wette meinen A.rsch darauf dass es irgendwann einen Dieselskandal 2.0 geben wird, der heißt halt dann „Kohlekraftwerkskandal“ 😆 Bin ja absolut FÜR das E-Fahrzeug aber es muss gewährleistet sein den Strom dafür absolut grün herzustellen, und den Wandel mit Bedacht und Zeit zu vollziehen und nicht von heute auf morgen. Funktionierende Verbrenner sollen bis zu ihrem natürlichen Ende fahren dürfen ohne vorzeitige Verschrottung und Austausch.

Wir haben tatsächlich keine zu vertrödelnde Zeit mehr für Bedacht. Die war schon vor 5 Jahren abgelaufen. Anstelle sich seinerzeit tatsächlich ernsthafte Gedanken für sinnvolle Taten zu machen, wurde und wird in Deutschland die E-Mobilität immer noch halbherzig angenommen, oder gar laut Umfragen abgelehnt. Ein Erfolg der Öl- und Verbrennerlobby, die mit schwammigen Aussagen der FDP zur Technologieoffenheit, obwohl das effizientere System bereits feststeht, Unsicherheiten geschürt werden. Sieht man ja an den vielfältigen Aussagen hier im Forum gegen EVs zum Beispiel. Dabei haben bereits die meisten Hersteller (auch deutsche!) angekündigt, die Verbrennertechnologie nicht weiter fortzuführen und kurz- bis mittelfristig den Umstieg auf E-Mobilität zu forcieren.
MCherry
MCherry, 09.07.2023 14:47 Uhr
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… und von der Lithiumgewinnung in China, Südamerika und anderswo noch gar nicht zu sprechen👍 Hinzu kommt: Ein E-Fahrzeug wiegt 30-50% mehr als ein Verbrenner. Hat zwar deutlich weniger Einzelteile, aber die Batterie-Komponente haut hier voll rein. 30% mehr Gewicht heißt 30% mehr verbautes Material heißt 30% mehr Ressourcenverbrauch. Heißt 30% mehr Gewicht die bewegt werden müssen heißt 30% mehr Entsorgungs- und Recyclingsufwand am Ende. Und die meisten E-Fahrzeuge sind auch noch tendentiell eher große Fahrzeuge - in der Regel SUV. Ein 800 kg schwerer 75 PS Diesel-Golf Baujahr 2013 darf nicht mehr in die Innenstadt, ein 1,5 Tonnen E-SUV mit 350 PS aber schon. Ist es nachhaltig wenn der noch funktionierende Golf gegen ein neues, deutlich schwereres E-Fahrzeug das auch erst mit großem Material- und Energieaufwand hergestellt werden muss einzutauschen damit man gemessen am Auspuff „clean“ ist? Abgesehen davon ist damit der Golf auch nicht unbedingt damit aus der Welt. Der fährt sein restliches Leben dann irgendwo anders weiter, wo jemand ein billiges Auto braucht und keine Umweltzonen-Einschränkungen bestehen💁‍♂️

Was kommen denn hier immer wieder die gleichen fadenscheinigen und längst widerlegten Argumente? Muss wohl daran liegen, dass Paladio nur die Hälfte der Information hier liest und sich auch sonst offensichtlich nicht weiterbildet. Wird für Verbrenner jemals die Herstellung des Fahrzeugs berücksichtigt, ebenfalls die seltenen Erden und kritischen Metalle gegenüber gestellt? Das Verbrennerauto fällt also vom Himmel? Und den den fortwährend benötigten Treibstoff bedarf es aucb keinerlei Energieaufwand für die Förderung des Rohöls, der Raffinierung, Strom für die Pumpen, bedarf weiterer Kraftstoff für die Logistik per Schiff und LKW bis zur Tankstelle und erzeugt darüber hinaus auch Umweltschäden, besonders zusätzliche bei Havarien? Ja, stimmt, der Sprit sprudelt ja direkt aus der Zapfsäule, dessen Betrieb auch keinerlei Strom bedarf. Wenn ich mir diese unsinnigen Vergleiche durchlesen, fasse ich mir langsam aber sicher echt vor den Kopf. Im Übrigen wird das verarbeitete Lithium im Gegensatz zum für die einmalige!! Verbrennung hergestellten Sprit, nicht verbraucht, sondern kann in ferner Zukunft nach dem Ende der Nutzungsmöglichkeit als Batteriespeicher fast zu 100% recycelt werden. Ich verstehe nicht, warum man einen ideologischen Kampf FÜR den schlechteren Verbrenner führen will. Die Technologie ist tatsächlich bis ins letzte ausgereizt und längst überholt.
McPie
McPie, 09.07.2023 14:38 Uhr
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„Strom im Überfluss“ wird es in den nächsten Jahrzehnten eher nicht geben. Sicher an manchen Orten günstiger als in Mitteleuropa. Aber das galt auch immer für Erdöl. Die Wertschöpfungskette für den gelobten Wasserstoff aus Afrika ist und bleibt lang. Manche Anwendungen werden sich das leisten. Autos fahren viel sinnvoller mit lokal gewonnenem Strom.

Grundsätzlich stimme ich Dir da ja auch zu. Die grundsätzliche Möglichkeit ist aber wohl gegeben
MCherry
MCherry, 09.07.2023 14:33 Uhr
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Beim Dieselskandal waren auch andere Hersteller dabei. Das Problem wird mit Elektro Mobilität nicht mehr auftreten. Man muss aber auch so ehrlich sein, dass dann die Abgase eben in den Kohlekraftwerken produziert werden.

was ist mit dem zusätzlichen Halbsatz: wobei die Abgase, wegen der gleichmäsigen Last, dort erheblich besser, gefiltert werden. Ja, und mit jeder zusätzlichen Kilowattstunde, die fossilfrei erzeugt wurde, die Bilanz für das EV weiter verbessert. Und noch eine Berechnung, die ich hier schon mal als Argument gebracht hatte: Die Kilowattstunde Strom erzeugt in Polen, dem Land in Europa mit dem höchsten Anteil Kohlestrom, ein Äquivalent von rund 500gr CO2. Selbst wenn wir diese 500gr auch für Deutschland heranziehen, welches im Jahresschnitt unterschritten wird, kommt man bei durchschnittlich 20kWh/ 100 Kilometer Strecke auf einen rechnerischen schlechten Ausstoß von 10Kg pro 100 Kilometer. (bei 25kWh wären es demnach 12,5Kg) Beim Verbrennen von Durchschnitt 7,5 Liter auf 100 Km werden vor Ort pro Liter Sprit 2,5 Kg CO2 in Summe 18,75Kg/ 100Km freigesetzt. Selbst bei der Annahme, dass überwiegend Kohlestrom zur Stromerzeugung verwendet wird, ist die Bilanz mit dem Verbrenner fast doppelt so schlecht, mindestens jedoch 50% schlechter. Aber wie ich auch bereits in der letzten Woche bereits zu Bedenken gab, ist die Tatsache, dass die meisten EV Fahrer entweder einen fossilfreien Stromvertrag haben (war für Wallboxen Pflicht) oder eben auch die eigene PV zur Stromerzeugung nutzen. Der tatsächliche CO2 Ausstoß ist deswegen um ein Vielfaches geringer, als aus dem industriellen Strommix mit einer Milchmädchenrechnung anzunehmen. Mit den subjektiven Daten aus meiner Tronity Aufzeichnung habe ich für eine gestrige 99 Kilometer lange Fahrt, die ich zuvor aus reinem Überschussladen ins Auto geladen habe, nur insgesamt 0,7 Kg CO2 für die gesamte Strecke ausgestoßen. Bei einem Verbrauch von 22kWh mit etwas schnellerer Autobahnfahrt und permant eingeschalteter Klimaanlage auf mittlerer Intensität mit 21 Grad Innenraumtemperatur und auch Stauanteil bei 36 Grad. Die Klimaanlage verbraucht ca 2kWh bei den Temperaturen auf 100Km. Das ist über 90% weniger CO2, als wenn der Strom mit Kohlestrom erzeugt worden wäre. Ich hoffe, ich kann mit diesen Klarstellungen und Faktenlage endlich mal mit eure ständigen Behauptungen zur vermeintlich schmutzigen Stromerzeugung für Elektromobilität entkräften. Denn auch dafür ist ein Forum da, zum Austausch und nicht um zu Beleidigen.
G
Gast-753161602, 09.07.2023 14:14 Uhr
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Genau alles mit Maß und Verstand. Der Bundestag wird mit Öl und Gas beheizt , aber die Bürger sollen umstellen. Das zeigt die ganze Heuchlerei dieser Regierung

Sehe ich anders. Das derzeitig gewählte Parlament tagt im Bundestag, stellt aber nicht den Hausmeister oder ist der Immobilienbesitzer. Letztlich werden Gesetze auch für die Immobilie Reichstag gelten. Keine Heuchelei in meinen Augen.
G
Gast-753161602, 09.07.2023 14:11 Uhr
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Ich schreib Öl und Gas https://www.spiegel.de/politik/energiesparen-im-bundestag-warum-bei-einigen-parlamentariern-eisige-stimmung-herrscht-a-dc90fca1-558d-4b8e-88e6-4361d1560c2f

Und ich frage nach einem Teil der Aussage. …ist aber nicht so wichtig. 😀
G
Gast-753161602, 09.07.2023 14:08 Uhr
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Naja wenn Strom im Überfluss und quasi umsonst ist dann sollte es doch machbar sein.

„Strom im Überfluss“ wird es in den nächsten Jahrzehnten eher nicht geben. Sicher an manchen Orten günstiger als in Mitteleuropa. Aber das galt auch immer für Erdöl. Die Wertschöpfungskette für den gelobten Wasserstoff aus Afrika ist und bleibt lang. Manche Anwendungen werden sich das leisten. Autos fahren viel sinnvoller mit lokal gewonnenem Strom.
MichelH
MichelH, 09.07.2023 13:01 Uhr
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Kannst du bitte belegen, dass der Bundestag eine Ölheizung hat?

Ich schreib Öl und Gas https://www.spiegel.de/politik/energiesparen-im-bundestag-warum-bei-einigen-parlamentariern-eisige-stimmung-herrscht-a-dc90fca1-558d-4b8e-88e6-4361d1560c2f
McPie
McPie, 09.07.2023 13:01 Uhr
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Nein, kann man nicht. Flüssiger Wasserstoff mit fortlaufend extrem gekühlt werden. Sehr aufwändig und teuer.

Naja wenn Strom im Überfluss und quasi umsonst ist dann sollte es doch machbar sein.
Palladio
Palladio, 09.07.2023 12:58 Uhr
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Ich gehe jetzt baden! Schönen Sonntag noch! PS Wikipedia: „…Alternative Formen der Speicherung von Wasserstoff nutzen die physikalische oder chemische Bindung an einen anderen Stoff…“ „…chemische Bindung, bei der der Wasserstoff durch eine chemische Reaktion in einen anderen Stoff überführt wird, der z. B. drucklos und bei Raumtemperatur gelagert und transportiert werden kann („Chemisch gebundener Wasserstoff“). Bei der Ausspeicherung erfolgt dann die Umkehrreaktion. Beispiele sind Hydrierung organischer Substanzen oder Bildung von Alkoholen mit CO….“ Schönen Tag noch!
G
Gast-753161602, 09.07.2023 12:57 Uhr
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Yes - genau! Voll d‘accord. Aus meiner Sicht wäre ein Mix aus E, H2 und fossiler Brennstoffe sinnvoll und realistisch. Ist wie mit der Wärmepumpendiskussion. Tolle Technik aber doch nicht pauschal für die ganze Welt. Hier macht „E“ Sinn, dort H2 und anderswo bleiben eben Verbrenner im Rennen. Nicht jeder hat PV am Dach, nicht überall scheint die Sonne, nicht überall bläst der Wind.

Wir hatten das Thema schon so oft an dieser Stelle. Palladio schwärmt vom Wasserstoff. Wir erklären und belegen, dass es für viele Anwendungen Schwachsinn ist. Palladio ist ein paar Wochen ruhig. Und dann fängt er wieder an. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/28/Einsatzbereiche_sauberen_Wasserstoff.png
G
Gast-753161602, 09.07.2023 12:52 Uhr
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Genau alles mit Maß und Verstand. Der Bundestag wird mit Öl und Gas beheizt , aber die Bürger sollen umstellen. Das zeigt die ganze Heuchlerei dieser Regierung

Kannst du bitte belegen, dass der Bundestag eine Ölheizung hat?
G
Gast-753161602, 09.07.2023 12:49 Uhr
2

Wasserstoff kann bevorratet werden und stünde 24h / 7t zur Verfügung und für verflüssigten Wasserstoff könnte man mit wenigen Modifikationen die bestehende Infrastruktur nutzen.

Nein, kann man nicht. Flüssiger Wasserstoff mit fortlaufend extrem gekühlt werden. Sehr aufwändig und teuer.
MichelH
MichelH, 09.07.2023 12:41 Uhr
2

Yes - genau! Voll d‘accord. Aus meiner Sicht wäre ein Mix aus E, H2 und fossiler Brennstoffe sinnvoll und realistisch. Ist wie mit der Wärmepumpendiskussion. Tolle Technik aber doch nicht pauschal für die ganze Welt. Hier macht „E“ Sinn, dort H2 und anderswo bleiben eben Verbrenner im Rennen. Nicht jeder hat PV am Dach, nicht überall scheint die Sonne, nicht überall bläst der Wind.

Genau alles mit Maß und Verstand. Der Bundestag wird mit Öl und Gas beheizt , aber die Bürger sollen umstellen. Das zeigt die ganze Heuchlerei dieser Regierung
Palladio
Palladio, 09.07.2023 12:37 Uhr
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Quasi ein Perpetuum mobile gesponsored von der Sonne 🌞 😎

In gewisser Weise - ja! Ich meine die Sonne scheint „for free“ und auch der Wind bläst „for free“
Palladio
Palladio, 09.07.2023 12:36 Uhr
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Ok. Es ist ja nicht nur wegen der Umwelt, sondern auch wegen der Unabhängigkeit vom Öl.

Yes - genau! Voll d‘accord. Aus meiner Sicht wäre ein Mix aus E, H2 und fossiler Brennstoffe sinnvoll und realistisch. Ist wie mit der Wärmepumpendiskussion. Tolle Technik aber doch nicht pauschal für die ganze Welt. Hier macht „E“ Sinn, dort H2 und anderswo bleiben eben Verbrenner im Rennen. Nicht jeder hat PV am Dach, nicht überall scheint die Sonne, nicht überall bläst der Wind.
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