Wirecard only Forum: Community User: valueFirst7
Kommentare 3.769
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Short_Squeeze,
15.03.2020 12:57 Uhr
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https://m.onvista.de/news/ist-die-wirecard-aktie-nach-dem-crash-unterbewertet-338304693
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Short_Squeeze,
15.03.2020 8:30 Uhr
0
KPMG entlastet Wirecard: Ist jetzt die einmalige Chance zum Einstieg
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatte Wirecard (WKN: 747206) positive Nachrichten zu verkünden: Die aktuell laufende Sonderprüfung von KPMG, bei der Wirecard hinsichtlich möglicher Bilanztricksereien geprüft werden soll, hat bisher keine Hinweise auf betrügerisches Verhalten Wirecards aufdecken können.
Gleichzeitig beendete die Aktie den Handel am Freitag auf einem Kursniveau von 89,70 Euro. So ein tiefer Schlusskurs wurde selbst direkt nach dem Aufkommen der „Financial Times“-Vorwürfe Anfang 2019 nicht erreicht. Klingt nach einer glasklaren Kaufchance – aber schauen wir mal genauer nach.
Was wir wissen – und was noch nicht
Einer Unternehmensmitteilung zufolge hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Wirecard darüber informiert, dass die Sonderprüfung bezüglich der Regionen Indien und Singapur sowie des Geschäftsbereichs Forderungsvorfinanzierung „weitestgehend abgeschlossen“ sei. Bisher seien dabei keine substanziellen Feststellungen angefallen, die einen Korrekturbedarf für die Jahresabschlüsse von 2016 bis 2018 bedeuten würden.
Allerdings dauert die Prüfung des Dritt-Partnergeschäfts (TPA) noch an und soll erst spätestens am 22. April 2020 beendet sein. Aufgrund der Verzögerungen soll der Jahresabschluss 2019 statt wie bisher geplant am 8. April erst am 30. April vorgestellt werden. Ein Lichtblick: Wirecard plant, am Ende den kompletten Untersuchungsbericht von KPMG zu veröffentlichen, anstatt – wie 2019 bei der Prüfung des Singapur-Geschäfts durch Rajah&Tann – der Öffentlichkeit nur eine kurze Zusammenfassung zu präsentieren.
Die Aktie reagiert verhalten
Unterm Strich sind diese Nachrichten natürlich ein sehr gutes Zeichen und es sieht so aus, als könnten sich Wirecard-Aktionäre auf den April freuen. Die Reaktion der Aktie war demgegenüber nicht so positiv. Nachdem die Aktie am Morgen fast 30 % im Plus eröffnete, schmolzen die Gewinne recht schnell zusammen. Am Ende des Handelstages stand ein Plus von nur 4,5 %.
Also am Ende alles nur halb so gut? Ich denke nicht. Vielmehr dürften Anleger den Kurssprung genutzt haben, um nach den Verlusten der letzten Wochen etwas teurer aus der Aktie auszusteigen. Insofern war COVID-19 hier wohl einmal mehr aktienkursbestimmend.
Ist die Aktie jetzt ein Kauf?
Offiziell sieht Wirecard derzeit keine negativen Auswirkungen des Coronavirus auf das Geschäft; die Jahresprognose für 2020 wurde gegenüber Business Insider bestätigt. Allerdings ist dies zwei Wochen her und mittlerweile gibt es auch bei Wirecard den ersten Krankheitsfall, zudem haben die großen Payment-Unternehmen Visa und Mastercard ihre Prognosen jeweils leicht gekürzt.
Allerdings: Selbst wenn das laufende Jahr für Wirecard eine Wachstumsdelle bringen sollte, lohnt sich der Blick auf die langfristig entscheidenden Faktoren. Aktuell wird Wirecard mit 11,1 Mrd. Euro bewertet. Für 2025 plant Wirecard mit einem Umsatz von über 12 Mrd. Euro, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll dann bei 3,8 Mrd. Euro liegen. Die aktuelle Marktkapitalisierung ist nicht einmal das Dreifache davon.
Potenzial zur Verfünffachung
Eine kurze Rechnung verdeutlicht, dass das wirklich ziemlich günstig ist: Sollte Wirecard seine Ziele erreichen, wird das Unternehmen ein etablierter und dennoch wachstumsstarker Akteur in einem Zukunftsmarkt sein, weshalb ein im Verhältnis zum Gesamtmarkt überdurchschnittliches Kurs-EBITDA-Verhältnis von 15 aus meiner Sicht realistisch wäre. Die Aktie besitzt in den nächsten fünf Jahren folglich das Potenzial zur Verfünffachung und sieht daher unterbewertet aus.
Das scheint im Übrigen auch Wirecard selbst so zu sehen, da das Unternehmen zuletzt im Rahmen des laufenden Programms seine Aktienrückkäufe intensiviert hat.
Die Wirecard-Aktie könnte daher jetzt eine Chance für mutige Investoren darstellen. Wie wir jedoch gesehen haben, hat das Coronavirus an der Börse kurzfristig das Sagen, weshalb der Kurs von nun an vermutlich nicht schnurgerade nach oben laufen wird.
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Short_Squeeze,
15.03.2020 6:35 Uhr
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https://www.chip.de/news/Lidl-Aldi-und-Co.-So-zahlen-Sie-im-Supermarkt-und-beim-Discounter-am-schnellsten_182545451.html
S
Short_Squeeze,
15.03.2020 6:28 Uhr
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https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/wegen-coronavirus-who-empfiehlt-kontaktloses-bezahlen-132220620.html
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Short_Squeeze,
15.03.2020 6:13 Uhr
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https://www.intelligentcio.com/eu/2020/02/21/munich-airport-a-hub-of-digitisation/
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Short_Squeeze,
14.03.2020 19:22 Uhr
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https://finanz-szene.de/payments/wie-sich-die-payment-konzerne-in-der-krise-schlagen/
Klippenkuckuck,
14.03.2020 17:17 Uhr
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WDI erzeugt circa 1/3 des TX über die Travel Sparte (Flüge, Hotels etc)
Die ersten Airlines bekommen finanzielle Probleme. Norwegian Air hofft auf Staatshilfen, sonst reicht das Kapital nur noch wenige Wochen. Frankreich hat jetzt schon eventuelle Unterstützung für Air France-KLM zugesagt und British Airways gerät ins straucheln. Wer sich in einem Live Ticker über die Zustände der Luftfahrtbranche informieren möchte, kann es unter diesem Link tun. (Wurde gerade von Wirecard auf Zwitscher mitgeteilt)
https://skift.com/coronavirus-airlines/
S
Short_Squeeze,
14.03.2020 16:36 Uhr
0
Bisher ist Wirecard der Zahlungsdienstleister von Real-Märkten einschliesslich Onlineshop gewesen. Mal sehen wie es nach dem Verkauf von Real weitergeht. Interessanter Artikel:
Real-Verkauf ist endgültig durch: Krallt sich Mega-Konzern aus China den Online-Shop?
05.03.2020, 13:05 von Konstantinos Mitsis
Real und der Online-Shop Real.de sind verkauft. Die neuen Besitzer bereiten sich nun auf die Auflösung der Filialkette vor. Auch der Online-Shop soll einen neuen Besitzer finden. In der Gerüchteküche brodelt es - kommt ein großer Interessent aus China?
Metro hat die angeschlagene SB-Warenhauskette Real und den dazugehörigen Online-Shop Real.de an ein deutsch-russisches Konsortium verkauft. Die Unterschriften unter den Kaufverträgen sind bereits getrocknet.
Mittlerweile hat auch die europäische Kartellbehörde grünes Licht gegeben. In einem weiteren Schritt werden nun die Besitzer der real-Grundstücke in den einzelnen regionalen Grundbüchern eingetragen. Das könnte sich noch bis spätestens Ende Mai hinziehen, berichtet die "Lebensmittel Zeitung".
Die neuen Besitzer – der russische Investor SCP und der deutsche Immobiliengigant x+Bricks – überbrücken die Wartezeit unterdessen mit Zukunftsplänen für Real und Real.de.
Real.de: Wer übernimmt die Online-Geschäfte?
Real.de ist bekannt für meist sehr attraktive Preise. Bild: Real.de
Während das Filialnetz aufgelöst wird, soll Real.de verkauft werden. Über potentielle Käufer lässt sich nur spekulieren. Es handelt sich schließlich um einen strategischen und auch laufenden Prozess.
Anders als viele glauben, geht es dabei nicht um eine Fortführung der Marke "Real.de", sondern um die Übernahme des Geschäftsmodells, der Logistik, der Verwaltung und der Expertise des Online-Händlers. Auch die Kunden machen die Übernahme des Online-Shop interessant.
Unter den möglichen Käufern steht offenbar die Schwarz-Gruppe, berichtet die "Lebensmittel Zeitung". Dem Unternehmen gehören unter anderem die beiden Einzelhandelsriesen Kaufland und Lidl.
Während der Discounterriese Lidl einen umsatzstarken Webshop betreibt, hinkt das Online-Geschäft von Kaufland hinterher. Mit dem Kauf könnte Kaufland Know-how, Kunden und Logistikzentren übernehmen. Mit einem Umsatz von knapp 600 Millionen Euro pro Jahr, den Real.de abwirft, wäre ein erfolgreicher Start auch gegeben.
Zurück zum Offline-Geschäft: Kaufland will offenbar 100 Real-Filialen übernehmen. Allerdings müssen die deutschen Wettbewerbsbehörden jede einzelne Übernahme zuvor noch genehmigen.
Steigt Alibaba bei Real.de ein?
Ein weiterer potentieller Käufer, über den in Branchenkreisen spekuliert wird, scheint der chinesische Online-Gigant Alibaba zu sein. Amazons gefürchteter Erzrivale sucht seit Jahren einen leichten Zugang auf den europäischen Kontinent, um seinen milliardenschweren Marktplatz AliExpress weiter auszubauen – besonders im kaufkräftigen Deutschland. Real.de könnte Alibaba diesen Einstieg erleichtern.
In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Spekulationen über mögliche Übernahmen und Zukäufe gegeben. Insgesamt rechnen Branchenexperten mit einem aggressiven Expansionskurs der Chinesen. Das zeigt sich aktuell in der belgischen Stadt Lüttich. Dort entsteht ein riesiges Logistikzentrum von AliExpress, das über 30 Fußballfelder groß ist und 2021 in Betrieb genommen wird. Da ist es nur praktisch, dass Lüttich gerade mal knapp 40 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt liegt.
Ferner noch hatte der Alibaba-Konzern im Dezember 2019 sein Europa-Team in seiner Londoner Zentrale deutlich verstärkt und somit die Spekulationen über einen paneuropäischen Start angeheizt. In Spanien errichtete der Gigant zudem zwei Läden, die etwa so groß sind, wie eine Aldi-Filiale. Dort verkauft AliExpress Plaza 1.000 Produkte und rund 60 Marken.
Ob Schwarz-Gruppe, Alibaba oder doch ein ganz anderer Player: Wir bleiben für Sie auch weiterhin am Ball und verfolgen die Abwicklung der Real-Marke.
valueFirst7,
14.03.2020 15:23 Uhr
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https://www.google.de/amp/s/amp.welt.de/wirtschaft/article206541365/Coronavirus-Einkaufen-wird-sich-dauerhaft-veraendern.html
S
Short_Squeeze,
13.03.2020 23:18 Uhr
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Zahlungsdienstleister
Wirecard: Aufklärung in Raten
Wirecard hat Teilergebnisse der Sonderprüfung von KPMG veröffentlicht. Die Aktie zieht deutlich an. Doch nicht alle Experten betrachten das Ergebnis positiv.
14.03.2020 | von Felix Holtermann und Christian Schnell

Markus Braun © Bloomberg/Getty Images
Frankfurt/München Markus Braun kann aufatmen, zumindest vorerst. Die Sonderprüfung von KPMG hat Wirecard in großen Teilen entlastet. In anderen Bereichen steht die Klärung noch aus. Gut möglich ist also, dass der Vorstandschef des Zahlungsdienstleisters aus Aschheim bei München schon im April weitere Fragen beantworten muss. Initiiert hatte der Konzern die Sonderprüfung im Oktober. Ihr Ziel: endlich einen Schlussstrich ziehen unter die gravierenden Vorwürfe, die die britische Wirtschaftszeitung „Financial Times“ (FT) gegen Wirecard erhoben hatte.
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In einer Reihe an Artikeln hatte sie 2019 vier Bereiche unter die Lupe genommen: eine teure Übernahme in Indien, finanzielle Unregelmäßigkeiten in Singapur, das Forderungsvorfinanzierungs-Geschäft (MCA, Merchant Cash Advance genannt) sowie die Zusammenarbeit mit Drittpartnern. Überall hatte die FT Abgründe vermutet – und belastende Details zur Hand. Am Ende wurde der Druck so hoch, dass Wirecard die Wirtschaftsprüfer von KPMG an Bord holte. Rund 40 Experten durchforsteten in der Folge die Bilanzen der vergangenen Jahre erneut.
Donnerstagnacht legte Wirecard ein Zwischenergebnis vor. Es bringt eine Teilentlastung: In den ersten drei Bereichen Indien, Singapur und MCA sehen die Prüfer keine Auswirkungen auf die Jahresabschlüsse der Jahre 2016 bis 2018. Die Untersuchung des umstrittenen Geschäfts mit Drittpartnern dauert jedoch an und soll erst am 22. April abgeschlossen sein.
Themen des Artikels
Wirecard
Fintech
Markus Braun
Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater
UBS
Eigentlich hatte Wirecard den Abschlussbericht für Ende des ersten Quartals versprochen. Doch am Donnerstagabend hatte der sechsköpfige Aufsichtsrat um den neuen Vorsitzenden Thomas Eichelmann beraten und die Zwischenmitteilung abgesegnet.
Erleichterte Anleger
Anleger erhielten damit erstmals Einblick in die seit dem 21. Oktober laufende Sonderprüfung. Die Last der gravierenden Vorwürfe um unsaubere Bilanzierungspraktiken, Geldwäsche und womöglich erfundene Kundenbeziehungen ist nun zumindest ein wenig leichter geworden.
Und obwohl die KPMG-Prüfer nicht die volle Absolution erteilt haben, reagierten viele Anleger besänftigt. Zum Börsenstart am Freitag stieg die Wirecard-Aktie um fast 30 Prozent, nachdem sie am Vortag noch mit einem Minus von mehr als 18 Prozent zu den größten Verlierern gehört hatte. Auch im Tagesverlauf hielt sich das deutliche Plus, zum Handelsende blieben zumindest noch 4,5 Prozent.
Händler führten den Zuwachs nicht allein auf erneuertes Vertrauen zurück: Stattdessen machten sie auch den Kursverfall bis auf 83,50 Euro am Donnerstag verantwortlich. Damit hatte der Aktienkurs niedriger gelegen als zum Tiefpunkt vor rund einem Jahr, als erste schwere Vorwürfe zu Unregelmäßigkeiten in Singapur den Kurs hatten abstürzen lassen.
Mehrere Hedgefonds, die auch in den vergangenen Wochen noch auf einen Kursverfall gewettet haben, hätten nun mit hohem Gewinn einen Teil ihrer Positionen aufgelöst, hieß es von einem Händler. Das relativiere das deutliche Kursplus vom Freitag.
Kritik an verlängerter Prüfung
Den erhofften Befreiungsschlag kann Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies der Frankfurter Goethe-Universität, in der Mitteilung denn auch nicht erkennen. „Als Investor würde mich die Bekanntmachung nicht beruhigen“, sagt der Ex-Investmentbanker. „Die Tatsache, dass der Prüfzeitraum über mehrere Wochen verlängert wurde, zeigt, dass es offenbar noch erheblichen Prüfbedarf im Bereich des kritischen Drittpartnergeschäfts gibt“. Das sei angesichts des seit Oktober andauernden Prüfungshandlungen erstaunlich.

Interview zu Wirecard
Rechtsanwältin Daniela Bergdolt: „Die Mitteilung ist nicht befriedigend“
Für die Münchner Rechtsanwältin und Anlegerschützerin sind im Fall Wirecard noch viele Fragen offen. Sie hofft auf den finalen KPMG-Prüfbericht.
Ein differenziertes Bild geben auch die Analysten ab, die sich mit Wirecard beschäftigen. Ihre Kursziele reichen von 136 bis 270 Euro. Beim jüngsten Kursniveau von knapp unter 90 Euro böte das auch im schlechtesten Fall noch reichlich Potenzial. Hannes Leitner von der Schweizer Großbank UBS, einer der nüchternsten Analysten, hatte erst in dieser Woche nach einer Fachkonferenz mit Konzernchef Braun seine Einschätzung beibehalten.
Der Tag nach der Teilentlastung gehörte dennoch den Optimisten: Analyst Knut Woller von der Baader Bank sah in einer ersten Reaktion erste ermutigende Einblicke in die noch nicht beendete Sonderprüfung und behielt sein hohes Kursziel von 240 Euro bei.
In den Augen von Beobachtern gibt es Anzeichen, dass sich der Konzern endlich öffnet: So versprach Wirecard in der Mitteilung, „im Sinne transparenter Prozesse den vollständigen KPMG-Untersuchungsbericht unmittelbar nach Erhalt auf der Homepage“ zu veröffentlichen.
In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder unterschiedliche Nachrichten dazu gegeben, in welcher Art der Sonderbericht von KPMG veröffentlicht werden würde. Würde er komplett oder nur in Teilen an die Öffentlichkeit gelangen? Und wäre so für Anleger ein tiefer oder doch nur ein gefilterter Einblick möglich? Die Spekulationen hielten an.
Schon als im vergangenen Jahr die Vorfälle in der wichtigen Niederlassung in Singapur von der externen Anwaltskanzlei Rajah & Tann (R&T) untersucht worden war, war lange Zeit die Rede davon, Wirecard würde den kompletten Bericht veröffentlichen. Am Ende gab es jedoch nur eine dünne Meldung von rund zwei Seiten, was etwa die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz kritisiert hatte (siehe Interview).
Problematisches Drittpartnergeschäft
Trotz mancher positiver Signale: Knackpunkt der jetzigen Veröffentlichung bleibt der bisher ungeklärte Teilbereich zum Geschäft mit Drittpartnern. Diese sogenannten „Third Party Acquirer“ übernehmen in Ländern, in denen Wirecard über keine eigenen Lizenzen verfügt, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs.
Genau hier lag zuletzt das größte Problem für Wirecard. Auslöser für die Sonderprüfung durch KPMG war letztendlich ein zehnseitiger FT-Artikel im Oktober. Angereichert durch interne und externe Dokumente wurden dort Zahlungsströme von Wirecard über Partner in Dubai und Irland angezweifelt.
Im Mittelpunkt stand dabei Wirecards Partner Al Alam aus Dubai. Über den sollen laut FT im Jahr 2016 rund die Hälfte des Unternehmensgewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erzielt worden sein. Laut interner Unterlagen sei das Unternehmen aus Dubai für einen Umsatz von 265 Millionen Euro und einen „Ebitda-Effekt“ von 173 Millionen Euro verantwortlich, hieß es dort.
Laut FT wurden 2016 über Al Alam die Geschäfte von 34 wichtigen Kunden von Wirecard abgewickelt. Sie stammen aus den USA, Europa, dem Mittleren Osten, Russland und Japan. Die Wirtschaftszeitung hatte nach eigener Darstellung versucht, alle diese Geschäftspartner zu kontaktieren. Demnach hatten 15 von ihnen niemals den Namen Al Alam gehört, sechs antworteten nicht, fünf konnten nicht identifiziert werden und acht von ihnen haben ihr Geschäft eingestellt. Wirecard bestritt diese Darstellung scharf.
Der jetzt veröffentlichte Zwischenstand der Sonderprüfung bringt zu diesen besonders gravierenden Vorwürfen noch keine Aufklärung: Das Drittpartnergeschäft soll weitere sechs Wochen durchleuchtet werden. Erst dann soll dieser noch ausstehende Teil der Untersuchung abgeschlossen sein.
Schwierige Abstimmungen
Ein zentraler Knackpunkt für die Prüfung der Drittpartner „an exotischen Lokationen“ war, dass einige von ihnen die Bücher nicht für KPMG öffnen wollten, berichten Insider. Hier befinde man sich in intensiven Gesprächen. Darüber hinaus habe es auch bei den kooperativen Partnern zahlreiche sprachliche Barrieren und technische Restriktionen gegeben. So seien Buchhaltungsunterlagen der Jahre zwischen 2016 und 2018 bei Drittpartnern nicht in einem einheitlichen Format vorhanden. Entsprechend müssten Daten aufwendig ermittelt werden.
Die Wirtschaftsprüfer von EY, die seit mehr als einem Jahrzehnt die Bücher von Wirecard prüfen, warten deshalb mit der Testierung des Jahresabschlusses 2019 nun darauf, dass die Sonderprüfer von KPMG ihre Untersuchung final abschließen. Deswegen wurde auch die ursprünglich für den 8. April geplante Veröffentlichung der Bilanz um rund drei Wochen auf den 30. April verschoben. Vor einem Jahr musste die Bilanzverkündung ebenfalls verschoben werden.
Ein Hinweis auf Probleme? „Dass sich auch die Vorlage des Jahresabschluss 2019 verschiebt, spricht dafür, dass die Prüfer einen Korrekturbedarf nicht ausschließen können“, schlussfolgert zumindest Finanzprofessor Brühl.
Druck auf KPMG gebe es deswegen allerdings nicht, heißt es bei Wirecard. Die Prüfer fällten ihre Entscheidungen zum Fortgang des Audits in eigener Hoheit. Offenbar hätten sie in der Verlängerung des Prüfungszeitraums die Chance gesehen, offene Fragen im Drittpartnergeschäft aufzuklären. Der neue Aufsichtsratschef Thomas Eichelmann habe eine besonders gründliche Prüfung wiederholt begrüßt.
Auch der weltweite Ausbruch der Corona-Krise hatte die Prüfung behindert. Laut Konzernkreisen war seit den ersten Fällen vom Jahresbeginn die Reisebereitschaft der KPMG-Prüfer deutlich gesunken. Insbesondere die Flüge in den Nahen und Fernen Osten seien betroffen gewesen. Gerade dort waren jedoch besonders intensive Prüfungen bei Drittpartnern nötig. Nun habe sich die Lage in Asien jedoch beruhigt. Aktuell würde in Dubai geprüft, außerdem seien KPMG-Vertreter mit einem Wirecard-Vorstand auf den Philippinen unterwegs gewesen, berichten Insider.
Für das Geschäft von Wirecard hat das Corona-Virus selbst jedoch noch keine spürbaren Auswirkungen. Konzernchef Braun hatte vor wenigen Tagen zwar auf einer Konferenz einen gewissen negativen Einfluss der Pandemie auf sein Unternehmen eingestanden. Ausfällen im Flugverkehr und im Tourismus stünden jedoch höhere Umsätze im Online-Handel gegenüber.
Unter den Wirecard-Beschäftigten wurde die Mitteilung von Donnerstagnacht jedenfalls sehr positiv aufgenommen. „Das ist der erhoffte Befreiungsschlag. Die Stimmung bei uns ist entspannt“, sagte ein Manager des Zahlungsdienstleisters am Freitag. Zwar sei klar: „Es wäre sicher gut, wenn die Prüfung früher fertig geworden wäre.“ Man müsse jedoch den großen Umfang der Aufgabe sehen.
Die finale Klärung wird wohl erst die Veröffentlichung des KPMG-Abschlussberichts bringen. Zumindest im eigenen Haus kann Wirecard-Chef Braun bei der Organisation der Aufklärung bis dahin auf Nachsicht bauen.
valueFirst7,
13.03.2020 15:42 Uhr
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Top Beiträge hier @Klippe und Short 👍
Bornholm70,
13.03.2020 10:38 Uhr
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Danke Short..Squeeze für deine Einschätzung!!! Und vielen nützlichen Informationen
S
Short_Squeeze,
12.03.2020 23:15 Uhr
0
Wirecard: Sonderuntersuchung von KPMG hat in den Untersuchungsgebieten Indien, Singapur und Merchant Cash Advance keine Auswirkungen auf die Jahresabschlüsse des Untersuchungszeitraums. Die Untersuchung des Dritt-Partnergeschäfts dauert noch an.
DGAP-News: Wirecard AG / Schlagwort(e): Sonstiges
12.03.2020 / 23:03
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Die Wirecard AG wurde aktuell von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG darüber informiert, dass KPMG die Sonderuntersuchung zu den öffentlichen Vorwürfen in Bezug auf die Geschäftstätigkeit der Wirecard AG in Indien und Singapur sowie den Geschäftsbereich Merchant Cash Advance (MCA) / Digital Lending weitestgehend abgeschlossen hat. Diese Teile der Sonderuntersuchung hat in diesen Untersuchungsgebieten aus heutiger Sicht keine substanziellen Feststellungen ergeben, die für die Jahresabschlüsse im Untersuchungszeitraum 2016, 2017 und 2018 zu Korrekturbedarf führen würden.
Die Untersuchung des Dritt-Partnergeschäfts (TPA) dauert noch an und wird aus heutiger Sicht voraussichtlich zum 22. April 2020 abgeschlossen werden. Hintergrund ist die aufwendige und detaillierte Prüfung, die eine umfassendere Einsichtnahme in relevante interne Unterlagen der Wirecard Gruppe sowie externer Gesellschaften notwendig macht. Auch durch aktuelle, Corona-Virus bedingte Reiserestriktionen besonders in asiatischen Ländern muss der Zeitrahmen der Sonderuntersuchung verlängert werden.
KPMG führt seit Oktober 2019 im Auftrag des Aufsichtsrats der Wirecard AG eine Sonderuntersuchung durch, um die von Medien gegen das Unternehmen erhobenen Vorwürfe der Bilanzmanipulation aufzuklären. Dabei werden insbesondere die vorgebrachten Vorwürfe zu den Geschäftsaktivitäten der Wirecard AG auf indischem Staatsgebiet (EMIF1A / Hermes i-Tickets Private Ltd), im Stadtstaat Singapur sowie die Geschäftsfelder Forderungsvorfinanzierung (Merchant Cash Advance (MCA) / Digital Lending) und Dritt-Partnergeschäft (3rd Party Acquiring / TPA) untersucht. Die Wirecard AG wird im Sinne transparenter Prozesse den vollständigen KPMG-Untersuchungsbericht unmittelbar nach Erhalt auf ihrer Homepage in der Sektion "Transparenz" veröffentlichen.
Um die Untersuchungsergebnisse von KPMG im Rahmen der laufenden Erstellung und Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2019 fachgerecht berücksichtigen zu können, hat der Vorstand heute beschlossen, die Veröffentlichung des Jahresabschlusses und die Bilanzpressekonferenz (bisher 8. April 2020) auf den 30. April 2020 zu verlegen
S
Short_Squeeze,
12.03.2020 20:20 Uhr
0
automatisch übersetzt:
Von Étienne Goetz
Gepostet am 12. März 2020 um 20:01 Uhr Aktualisiert am 12. März 2020 um 20:03 Uhr
Am Donnerstagabend gab der Börsenbetreiber Euronext den Ausstieg von TechnipFMC aus dem Flaggschiff-Index der Pariser Börse bekannt. Das Öldienstleistungsunternehmen wird im CAC 40 durch Worldine, einen Zahlungsspezialisten, ersetzt, was den Aufstieg des Tech-Sektors kennzeichnet.
Der Aktienkurs von TechnipFMC fiel bei fallenden Ölpreisen auf den historisch niedrigsten Stand. Rohöl brach nach dem von Saudi-Arabien vor dem Hintergrund der Coronavirus-Krise und der Nachfrage am Halbmast erklärten Preiskampf um fast 35 USD zusammen.
Worldline seinerseits ist auf dem besten Weg, der viertgrößte Zahlungsspezialist der Welt zu werden, der mit den amerikanischen Giganten konkurrieren kann. Nach dem Erwerb der Swiss Six Payment im Jahr 2018 unterzeichnete die ehemalige Tochtergesellschaft von Atos Anfang Februar eine Vereinbarung zum Kauf von Ingenico. Der neue Komplex wird voraussichtlich 20 Milliarden Euro wiegen.
Diese Aufnahme in das CAC 40 belohnt auch eine außergewöhnliche Börsenreise. Am 20. Februar, vor dem Beginn des Sturms, der die Märkte erfasste, war der Aktienkurs seit seinem Börsengang im Jahr 2014 um 365% gestiegen. Mit der Ankunft von Worldline holt der CAC 40 weiter auf technologische Werte.
Der Zahlungsverkehrssektor boomt. Laut einer Studie der Boston Consulting Group und von Swift werden die Transaktionserlöse im Jahr 2027 voraussichtlich auf 2,4 Billionen US-Dollar steigen. Daher steigt der Appetit auf Konsolidierungsmaßnahmen. Im März erhielt das amerikanische Unternehmen Fidelity National Information Services (FIS) den britischen Schauspieler Worldpay im Wert von fast 43 Milliarden US-Dollar.
In der Branche sind in den letzten Jahren auch Online-Zahlungsanbieter wie die niederländische Adyen und die deutsche Wirecard im Wert von 19,8 bzw. 13,3 Milliarden Euro aufgetaucht. Der Italiener Nexi hofft, seinem Beispiel folgen zu können und hat am Montag sein Dossier für den Börsengang in Mailand eingereicht.
Etienne Goetz
S
Short_Squeeze,
12.03.2020 19:28 Uhr
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https://www.wirecard.com/knowledge-hub/case-studies/approaching-credit-from-a-different-angle
S
Short_Squeeze,
12.03.2020 19:28 Uhr
0
Rezession hin oder her, konsumiert wird immer. Der eingeschränkte Flugverkehr wird Wirecard schon zu schaffen machen, wenn ich mir allerdings die Pressemitteilungen von WDI der letzten Wochen bis einschließlich heute anschaue habe ich überhaupt keine Bedenken das die bisherigen Wachstumsraten weiter anhalten. Dr. Markus Braun klingt ja auch recht positiv. Corona sorgt massiv dafür dass das Bargeld weiter verdrängt wird. Die Finanzhandelsplattform von WDI steht und die vielen neuen Kunden können so wie es aussieht ohne viel Personalaufwand und Kosten integriert werden. Das bedeutet für die Zukunft weiter steigende überproportionale Erträge. Mein Rat: Nicht jeden Tag auf die Kurse schauen, wenn möglich gemässigt nachkaufen und viel Geduld aufbringen. Wirecard ist auf dem Weg zum Weltkonzern!
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