XIAOMI CORP. CL.B WKN: A2JNY1 ISIN: KYG9830T1067 Kürzel: 3CP Forum: Aktien Thema: Hauptdiskussion
Deine langfristige Perspektive teile ich grundsätzlich. Die EV-Sparte ist beeindruckend – in 19 Monaten profitabel, das ist wohl einmalig. Und der Versuch, sich bei Chips unabhängiger zu machen, ist strategisch genau richtig. Nur zur Klarstellung: Das zentrale Problem sind nicht ‚Chips‘ im Allgemeinen, sondern speziell Speicher – also DRAM und NAND. In einem Smartphone machen diese Speicherbausteine mittlerweile über 20 % der Materialkosten aus, im Einstiegssegment eher mehr. Mein Punkt ist aber ein anderer: Es geht nicht darum, ob die Zukunftsaussichten gut sind – das sind sie. Sondern darum, wann sie zu wirken beginnen. Bis dahin – Analysten rechnen mit frühestens Ende 2027 – bleiben die Speicherpreise ein Margenkiller. Gleichzeitig ist der Smartphone-Absatz in China im ersten Quartal um 35 % eingebrochen, während die Konkurrenz wächst. Das ist keine alte, eingepreiste Nachricht, sondern eine aktuelle Eskalation. Die Frage für den Aktienkurs ist nicht, ob Xiaomi 2028 stark dasteht – vermutlich ja. Sondern wie stark die Gewinne 2026 und 2027 unter den Übergangsschmerzen leiden. Genau diese Unsicherheit bepreist der Markt gerade. Ich persönlich hoffe auf günstigere Kurse, um dann genau wegen dieser langfristigen Story zuzukaufen.
Bin auch der Meinung. Sollte sich ausgleichen. Zumal sie gezeigt haben, das sie in kürzester Zeit top E Autos produzieren, die Hammer aussehen, technisch und qualitativ vom feinsten sind. Und das sie auf die hohen Chip Preise zeitnah reagierten, indem sie sich von anderen Mitbewerbern unabhängig machen wollen Geile Investments. Diese Zukunftsaussichten sollten den Wert beflügeln! Die alten Themen sollten schon längst eingepreist sein!
Hab von 2021 bis 2024 immer wieder nach gekauft und dann bei 4,5 und 6,5 die Hälfte verkauft. Aussitzen lohnt sich nicht immer. Aber bisher bei Xiaomi nicht schlecht. Fundamental gibt die Aktie einfach keinen Grund zur Sorge. Es wird Geld verdient und machen gute Produkte. Warum dann nicht nachkaufen?
Ich verstehe, was du meinst. Dennoch verhält es sich aktuell aus meiner Sicht so: Q2 2025 (ATH): gesundes Smartphone-Geschäft (Marge bei ca. 12 Prozent) Q4 2025: klarer Margenschock (Marge bei nur noch ca. 8 Prozent) Q1 2026: operative Schwäche verfestigt sich. Die Smartphone Auslieferungen brachen um ca. 35 % auf 8,7 Millionen Einheiten ein. Dieser massive Rückgang ist eventuell ein hausgemachter Fehler, denn Konkurrenten wie Huawei und Apple konnten im gleichen Zeitraum sogar wachsen Genau hier liegt der Grund einer möglichen fundamentalen Neubewertung, der die Ursache des aktuellen Kursrückgangs sein könnte und den Abverkauf der letzten Zeit (vor allem in China) erklären könnte. Ich will mit meiner Darstellung gar nicht recht behalten, sondern nur ein paar Argumente bringen, dass der Kursverfall nicht so gegenstandslos ist, sondern auf einer andauernden und möglicherweise wachsenden Schwäche des Smartphones-Segmentes beruht.
Sehr guter Beitrag. Stimmt alles. Allerdings sind diese Themen nicht neu und sollten bei ca. -50 % vom ATH (Q2/2025) vollständig eingepreist sein. Die aktuelle Entwicklung ist daher nicht fundamental erklärbar, sondern beruht im wesentlichen auf Charttechnik (anhaltender Abwärtstrend).
Ich kann nachvollziehen, dass viele den aktuellen Kursrückgang bei Xiaomi für übertrieben halten – aus meiner Sicht gibt es dafür aber mehrere fundamentale Gründe: Xiaomi steht momentan vor Herausforderungen im Heimatmarkt China. Im ersten Quartal ist man bei den Smartphone-Verkäufen deutlich zurückgefallen – von einer Spitzenposition bis auf Platz 5. Sollte sich dieser Trend bestätigen, wäre das ein ernstzunehmendes Warnsignal für das Kerngeschäft. Hinzu kommt zunehmender Margendruck im Smartphone-Segment. Vor allem die gestiegenen Speicherpreise (DDR4/DDR5) könnten die Bruttomarge im wichtigen Hardwarebereich deutlich belasten. Genau hier liegt ein zentrales Risiko, denn Xiaomi verdient traditionell über hohe Stückzahlen bei vergleichsweise knappen Margen. Ein struktureller Belastungsfaktor könnte sein, dass große Speicherhersteller wie Samsung oder SK Hynix ihre Kapazitäten zunehmend auf margenstärkeren HBM-Speicher für den KI-Sektor fokussieren. Dadurch könnte klassischer Speicher für Smartphones länger knapp und teuer bleiben. Die EV-Sparte bleibt zwar langfristig super spannend, dürfte kurzfristig jedoch noch nicht stark genug sein, um mögliche Schwächen im Smartphone-Geschäft vollständig auszugleichen. Damit besteht zumindest das Risiko, dass Xiaomis bisherige Cash-Cow vorübergehend zum Belastungsfaktor wird – und genau das könnte sich in den nächsten Quartalszahlen deutlicher zeigen. Sollten sich diese Befürchtungen bestätigen, halte ich weitere Kursrückgänge durchaus für möglich. Auch Kurse um 3 € wären für mich denkbar. Charttechnisch befindet sich die Aktie aktuell an einer wichtigen Unterstützungszone um 30 HKD. Sollte diese nachhaltig brechen, sieht es nach unten zunächst dünn aus. Kurzfristig bin ich daher eher vorsichtig bzw. pessimistisch.
Ich kann nachvollziehen, dass viele den aktuellen Kursrückgang bei Xiaomi für übertrieben halten – aus meiner Sicht gibt es dafür aber mehrere fundamentale Gründe: Xiaomi steht momentan vor Herausforderungen im Heimatmarkt China. Im ersten Quartal ist man bei den Smartphone-Verkäufen deutlich zurückgefallen – von einer Spitzenposition bis auf Platz 5. Sollte sich dieser Trend bestätigen, wäre das ein ernstzunehmendes Warnsignal für das Kerngeschäft. Hinzu kommt zunehmender Margendruck im Smartphone-Segment. Vor allem die gestiegenen Speicherpreise (DDR4/DDR5) könnten die Bruttomarge im wichtigen Hardwarebereich deutlich belasten. Genau hier liegt ein zentrales Risiko, denn Xiaomi verdient traditionell über hohe Stückzahlen bei vergleichsweise knappen Margen. Ein struktureller Belastungsfaktor könnte sein, dass große Speicherhersteller wie Samsung oder SK Hynix ihre Kapazitäten zunehmend auf margenstärkeren HBM-Speicher für den KI-Sektor fokussieren. Dadurch könnte klassischer Speicher für Smartphones länger knapp und teuer bleiben. Die EV-Sparte bleibt zwar langfristig super spannend, dürfte kurzfristig jedoch noch nicht stark genug sein, um mögliche Schwächen im Smartphone-Geschäft vollständig auszugleichen. Damit besteht zumindest das Risiko, dass Xiaomis bisherige Cash-Cow vorübergehend zum Belastungsfaktor wird – und genau das könnte sich in den nächsten Quartalszahlen deutlicher zeigen. Sollten sich diese Befürchtungen bestätigen, halte ich weitere Kursrückgänge durchaus für möglich. Auch Kurse um 3 € wären für mich denkbar. Charttechnisch befindet sich die Aktie aktuell an einer wichtigen Unterstützungszone um 30 HKD. Sollte diese nachhaltig brechen, sieht es nach unten zunächst dünn aus. Kurzfristig bin ich daher eher vorsichtig bzw. pessimistisch.
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