Wirtschafts- & Börsenlexikon Börsen- und Finanzbegriffe von A bis Z
4416 Begriffe
| Begriff | Thema | |
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| Bundesverband deutscher Banken (BdB) | Eine zentrale Institution für die privaten Banken in Deutschland, die maßgeblich zur Gestaltung des deutschen und europäischen Finanzsystems beiträgt | |
| Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) | Ein essenzielles Element des deutschen Finanzsystems, das dem Schutz von Bankkunden im Falle einer Bankeninsolvenz dient | |
| Europäische Einlagensicherungsrichtlinie | Ein zentraler Bestandteil der EU-Finanzmarktregulierung | |
| Europäisches Einlagenversicherungssystem (EDIS) | Es verfolgt das Ziel, Sparer in allen EU-Ländern gleich zu schützen und das Finanzsystem stabiler zu machen, während es erhebliche politische Widerstände gegen seine Einführung gibt | |
| Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) | Ein wesentliches Instrument zum Schutz von Bankkunden und zur Stabilisierung des Finanzsystems in Deutschland | |
| Einlagensicherungssysteme | Ein essenzieller Bestandteil der Finanzmarktregulierung, der entscheidend zur Stabilität des Bankensystems beiträgt | |
| Ausschuss für Finanzstabilität (AFS) | Eine zentrale Institution zur Überwachung und Sicherung der Finanzstabilität in Deutschland | |
| Net Stable Funding Ratio (NSFR) | Ein wesentliches Instrument zur Stärkung der langfristigen Finanzierungsstabilität von Banken | |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR) | Ein zentrales Element der Bankenregulierung, das dazu dient, kurzfristige Liquiditätsrisiken zu minimieren | |
| Capital Requirements Regulation (CRR) | Ein zentrales Instrument zur Stärkung der Finanzstabilität in der EU, das für höhere Eigenkapitalquoten, bessere Liquiditätsreserven und eine einheitliche Bankenregulierung sorgt | |
| Capital Requirements Directive (CRD) | Ein wesentlicher Bestandteil der EU-Bankenregulierung, der die Capital Requirements Regulation (CRR) durch Vorschriften zur Bankenaufsicht, Governance und Vergütung ergänzt | |
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| High-Quality Liquid Assets (HQLA) | Ein essenzielles Instrument zur Sicherstellung der Liquidität von Banken und zur Stärkung der Finanzmarktstabilität, das gewährleistet, dass Banken auch in Krisenzeiten über ausreichend liquide Mittel verfügen, um kurzfristige Verpflichtungen zu erfüllen | |
| Leverage Ratio | Eine der wichtigsten Bankenkennzahlen zur Begrenzung der Verschuldung und zur Stärkung der Finanzmarktstabilität, die sicher stellt, dass Banken über ausreichend Eigenkapital verfügen, um Verluste abzufedern, und die risikobasierten Kapitalvorschriften ergänzt | |
| Debt-to-Income Ratio (DTI) | Eine essenzielle Kennzahl zur Beurteilung der finanziellen Tragfähigkeit eines Kreditnehmers, die Banken dabei hilft, das Risiko einer Kreditvergabe abzuschätzen, und Kreditnehmern als Orientierung zur Bewertung der eigenen Verschuldung dient | |
| Loan-to-Value Ratio (LTV) | Eine zentrale Kennzahl im Kreditwesen, insbesondere bei Immobilienfinanzierungen, die maßgeblich die Kreditkonditionen, das Risiko für Banken und die langfristige finanzielle Belastung des Kreditnehmers beeinflusst | |
| Debt-Service-Coverage-Ratio (DSCR) | Eine essenzielle Kennzahl für die Kreditbewertung von Unternehmen und Immobilieninvestoren, die zeigt, ob ein Kreditnehmer in der Lage ist, seine Schulden mit den laufenden Einnahmen zu bedienen | |
| Loan-to-Cost Ratio (LTC) | Eine zentrale Kennzahl in der Projekt- und Baufinanzierung, die angibt, wie viel Prozent der Gesamtkosten eines Bauprojekts durch einen Kredit finanziert werden, und Banken bei der Risikobewertung hilft | |
| Beleihungsquote | Ein zentrales Kriterium bei der Kreditvergabe, insbesondere bei Immobilienfinanzierungen, die maßgeblich die Kreditkonditionen und das Risiko für den Kreditgeber bestimmt | |
| Beleihungsauslauf | Eine entscheidende Kennzahl für die Immobilienfinanzierung, die das Verhältnis zwischen Kreditbetrag und Marktwert einer Immobilie beschreibt | |
| Global Systemically Important Bank Buffer (G-SIB Buffer) | Eine regulatorische Maßnahme zur Reduzierung systemischer Risiken, durch die global bedeutende Banken zusätzliche Kapitalreserven aufbauen müssen | |
| Global Systemically Important Banks (G-SIBs) | Banken, die eine zentrale Rolle im internationalen Finanzsystem spielen | |
| Systemic Risk Buffer (SRB) | Ein wichtiger Bestandteil der Bankenregulierung zur Reduzierung systemischer Risiken und zur Stabilisierung des Finanzsystems | |
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| Triffin-Dilemma | Die grundlegende Problematik einer globalen Leitwährung | |
| Handelsbilanzdefizit | Ein komplexes wirtschaftliches Phänomen, das sowohl Chancen als auch Risiken birgt | |
| Handelsbilanzüberschuss | Ein Zeichen wirtschaftlicher Stärke, da es auf eine wettbewerbsfähige Exportwirtschaft und hohe Produktivität hinweist | |
| Exportüberschuss | Ein Zeichen wirtschaftlicher Stärke, da es auf hohe Wettbewerbsfähigkeit, technologische Exzellenz und eine stabile Finanzlage hinweist | |
| Außenhandelsdefizit | Ein komplexes wirtschaftliches Phänomen, das sowohl Vorteile als auch Risiken birgt | |
| Außenhandelsbilanz | Ein essenzieller Indikator für die wirtschaftliche Lage eines Landes | |
| Handelslücke | Ein wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Lage eines Landes, der Aufschluss darüber gibt, ob eine Volkswirtschaft mehr exportiert oder importiert | |
| Too Big to Fail-Problem | Eine große Herausforderung für Finanzmärkte und Regulierungsbehörden | |
| Schattenbankaktivitäten | Ein bedeutender Bestandteil des Finanzsystems, da es alternative Finanzierungswege bietet und die Liquidität der Märkte erhöht | |
| Bank-Runs | Ein ernstzunehmendes Risiko für die Stabilität des Finanzsystems, das oft durch einen Vertrauensverlust in Banken entsteht und sich schnell zu einer systemischen Krise ausweiten kann | |
| Moral Hazard | Ein bedeutendes wirtschaftliches Problem, das durch asymmetrische Informationen und falsche Anreizstrukturen, die riskantes Verhalten begünstigen entsteht | |
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| Schwarzer Dienstag (1929) | Eine übermäßige Spekulation, mangelnde Regulierung und strukturelle Schwächen der Wirtschaft, markierte den Beginn einer der schlimmsten Wirtschaftskrisen der Geschichte | |
| Schwarzer Donnerstag (1929) | Exzessive Spekulation, unregulierte Finanzmärkte und wirtschaftliche Ungleichgewichte führten zum Börsenkollaps, und zur schlimmsten Wirtschaftskrise des 20. Jahrhunderts | |
| Weltwirtschaftskrise von 1929 | Eine der tiefgreifendsten wirtschaftlichen Katastrophen der modernen Geschichte | |
| Bankenkrise von 1933 | Ein entscheidender Moment in der Geschichte der Weltwirtschaft, der die Schwächen eines unregulierten Bankensystems verdeutlichte und zeigte, wie ein Mangel an Vertrauen zu einer tiefen wirtschaftlichen Krise führen kann | |
| Energiekrise der 1970er | Ein einschneidendes Ereignis in der globalen Wirtschafts- und Energiegeschichte | |
| Nixon-Schock vom 15. August 1971 | Die Entscheidung, die Goldbindung des Dollars aufzuheben, führte zum Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems und wurde dadurch eines der bedeutendsten Ereignisse der modernen Finanzgeschichte | |
| Savings-and-Loan-Krise der 1980er | Eine der schwersten Bankenkrisen in der Geschichte der USA und ein klassisches Beispiel für die Gefahren ungezügelter Deregulierung, schlechten Managements und riskanter Spekulationen | |
| Asienkrise (1997–1998) | Eine der schwersten Finanzkrisen der modernen Zeit, die tiefgreifende wirtschaftliche, politische und soziale Auswirkungen hatte | |
| Russland-Krise (1998) | Eine der schwersten Finanzkrisen der modernen russischen Geschichte, die zu einem Staatsbankrott, massiven Währungsabwertungen und schweren wirtschaftlichen Einbrüchen führte | |