3M hebt Prognose

Weniger Krise, mehr Cash 21.10.2025, 15:29 Uhr Jetzt kommentieren: 0

3M hebt Prognose: Weniger Krise, mehr Cash
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3M 149,50 USD -1,96 % NYSE Arca

Starke Zahlen und angehobene Prognose

3M hat mit den Zahlen für das dritte Quartal 2025 die Erwartungen deutlich übertroffen.
Der Umsatz stieg auf 8,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 4,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn pro Aktie (EPS) lag bei 2,52 USD – 0,12 USD über den Analystenschätzungen, wie Medien berichten.

Das operative Ergebnis verbesserte sich vor allem durch konsequentes Kostenmanagement und den Verkauf wenig rentabler Sparten.
Die operative Gewinnmarge stieg von 19,1 % auf 21,3 %, womit 3M seinen eigenen Zielkorridor übertraf.

Das Management reagierte prompt: Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2025 wurde auf 9,80 bis 10,20 USD je Aktie angehoben – zuvor lag sie bei maximal 9,60 USD.
Auch der freie Cashflow soll sich auf rund 6 Milliarden USD belaufen, 15 % mehr als 2024.

CEO Bill Brown, seit Mai im Amt, erklärte laut BNN Bloomberg: „Unsere Strategie greift. Wir fokussieren uns auf margenstarke Segmente und setzen auf Innovation statt Breite.“

Fokus auf Margen statt Volumen

3M hat sich in den vergangenen zwei Jahren von mehreren Randaktivitäten getrennt – darunter Teile des Gesundheits- und Konsumgeschäfts.
Das Unternehmen konzentriert sich nun auf vier Kernbereiche: Sicherheitslösungen, Industrieprodukte, Elektronik und Materialwissenschaften.

Besonders gut lief zuletzt das Geschäft mit Automobilklebstoffen und Schutzfolien, wo 3M von der steigenden Nachfrage in der Elektromobilität profitiert.
Im Segment Healthcare legten die Umsätze um 6 % zu, während die Verbrauchersparte leicht rückläufig blieb.

Laut Berichten konnten die Bruttomargen auf 45,8 % verbessert werden – das höchste Niveau seit 2021.
Gleichzeitig reduzierte das Unternehmen seine langfristigen Verbindlichkeiten um 3 Milliarden USD, um Zinskosten zu senken und die Bilanz zu stärken.

Analysten bleiben vorsichtig optimistisch

Die Reaktionen an der Wall Street waren überwiegend positiv:
Jefferies hob das Kursziel auf 145 USD, Goldman Sachs auf 150 USD an.
Beide loben die Fortschritte bei der Profitabilität, warnen aber vor strukturellen Risiken in den Rechtsverfahren rund um PFAS-Chemikalien und Ohrstöpsel-Klagen.
Diese könnten laut Schätzungen bis zu 10 Milliarden USD kosten, auch wenn Rückstellungen größtenteils gebildet sind.

Dennoch sehen Investoren das Vertrauen zurückkehren. Der Aktienkurs legte nach Veröffentlichung der Zahlen um 7 % zu – das stärkste Tagesplus seit über einem Jahr.

Der lange Weg zur Stabilität

Trotz der jüngsten Erfolge bleibt der Konzern in einem Transformationsprozess.
3M will bis Ende 2026 die operative Effizienz um weitere 500 Millionen USD jährlich steigern.
Investitionen in Digitalisierung und Automatisierung sollen die Produktion verschlanken.

Derzeit liegt die Marktkapitalisierung bei rund 70 Milliarden USD, das KGV bei 15,7 – moderat im Vergleich zu Branchenkollegen wie Honeywell oder Siemens.

Community-Stimmung

Im Börsennews-Forum zeigen sich Anleger erfreut, aber realistisch.
Ein Nutzer schreibt: „Endlich liefert 3M wieder Zahlen, die Hoffnung machen.“
Ein anderer ergänzt: „Die Klagerisiken sind noch da, aber die Bilanz sieht besser aus.“
Viele Diskussionen drehen sich um die Frage, ob 3M nach Jahren der Stagnation zum klassischen Dividendenwert zurückkehren kann.
Die Stimmung: vorsichtig optimistisch – mit Fokus auf Stabilität statt Hype.

Fazit

Mit einem Kurs von 134 EUR und einer gestärkten Bilanz meldet sich 3M eindrucksvoll zurück.
Die Zahlen zeigen, dass die Strategie der Margenoptimierung greift, während die Umbauten langsam Früchte tragen.
Rechtsrisiken und konjunkturelle Unsicherheiten bleiben, doch die Richtung stimmt.
3M ist noch nicht wieder der Innovationsriese vergangener Tage – aber klar auf dem Weg dorthin.

Bn-Redaktion/pl
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