Gold vor der Entscheidung

Kommt jetzt der große Absturz 19.05.2026, 17:46 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Gold
© Bild: iStock.com/alfexe
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Silber 73,73 USD -5,09 % Lang & Schwarz
Gold 4.487,46 USD +0,11 % Forex

Gold fällt trotz geopolitischer Risiken

Der Goldpreis ist am Dienstag deutlich gesunken und fiel zeitweise bis auf 4.476 US-Dollar je Unze. Damit erreichte XAU/USD den niedrigsten Stand seit Ende März. Zuletzt notierte Spot-Gold bei rund 4.506,59 US-Dollar und lag damit rund 1,31 Prozent im Minus. Auch Silber geriet massiv unter Druck und verlor rund fünf Prozent auf 73,21 US-Dollar je Unze. Platin und Palladium gaben ebenfalls nach. Bemerkenswert ist die Entwicklung vor allem deshalb, weil geopolitische Krisen Gold normalerweise stützen. Doch Anleger konzentrieren sich derzeit stärker auf die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. Vor allem die steigenden Ölpreise treiben die Inflationserwartungen nach oben und verändern damit die Zinsperspektive an den Märkten.

Inflation verändert die Erwartungen

Die jüngsten Inflationsdaten aus den USA sorgten für Nervosität. Die Teuerungsrate stieg im April auf 3,8 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Gleichzeitig zogen die Renditen am Anleihemarkt kräftig an. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen näherte sich der Marke von 4,60 Prozent. Damit wächst die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed ihre Zinsen länger hoch halten oder sogar erneut anheben könnte. Laut FedWatch Tool rechnen Händler inzwischen mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 50 Prozent für eine Zinserhöhung bis Jahresende. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 35 Prozent. Für Gold ist dieses Umfeld schwierig. Höhere Zinsen erhöhen die Attraktivität von Anleihen und stärken gleichzeitig den US-Dollar. Der Dollar-Index DXY stieg zuletzt auf rund 99,33 Punkte und erreichte damit ein Mehrwochenhoch.

China bleibt der wichtigste Käufer

Trotz des Rückgangs zeigt sich Gold weiterhin vergleichsweise robust. Seit Beginn des Konflikts im Nahen Osten verlor das Edelmetall zwar fast 15 Prozent, dennoch bleibt die langfristige Nachfrage hoch. Vor allem Zentralbanken kaufen weiterhin massiv Gold. Besonders China baut seine Reserven seit Monaten kontinuierlich aus. Viele Staaten wollen ihre Abhängigkeit vom US-Dollar reduzieren und setzen deshalb verstärkt auf Gold als strategischen Wertspeicher. Genau dieser Nachfrageblock verhindert bislang einen stärkeren Einbruch. Auch die Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Nahen Osten bleibt hoch. Zwar laufen Gespräche zwischen Washington und Teheran, doch die Lage gilt weiterhin als fragil. US-Präsident Donald Trump erklärte zuletzt, ein geplanter Militärschlag sei vorerst gestoppt worden. Gleichzeitig kündigte er an, das Militär bleibe für einen möglichen Großangriff bereit.

Charttechnik liefert wichtige Marken

Technisch bleibt die Lage angespannt. Gold handelt aktuell unter dem 50-Tage- und dem 100-Tage-Durchschnitt. Der Relative-Stärke-Index RSI liegt bei rund 40 Punkten und signalisiert nachlassendes Momentum. Die wichtigste Unterstützung verläuft derzeit im Bereich um 4.500 US-Dollar. Darunter rückt die Zone um 4.350 US-Dollar in den Fokus. Dort verläuft der 200-Tage-Durchschnitt, der weiterhin als zentrale langfristige Unterstützung gilt. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand bei 4.700 US-Dollar. Danach folgen 4.800 und 4.850 US-Dollar. Sollte Gold diese Bereiche zurückerobern, könnte sich das Bild wieder deutlich aufhellen.

Anleger blicken jetzt auf die Fed

In den kommenden Tagen richtet sich der Fokus der Märkte auf neue Aussagen der US-Notenbank. Besonders wichtig werden das Protokoll der letzten Fed-Sitzung, die Einkaufsmanagerindizes sowie die neuen Daten zum Verbrauchervertrauen. Die aktuelle Lage zeigt, wie stark Gold inzwischen zwischen Inflation, Zinspolitik und geopolitischen Risiken schwankt. Kurzfristig dominieren steigende Renditen und der starke Dollar das Geschehen. Langfristig bleibt Gold jedoch für viele Investoren ein zentraler Schutz gegen Unsicherheit, Inflation und politische Spannungen.

Bn-Redaktion/tb
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
News-Kommentare
Thema
1 Biontech kehrt zu seinen Wurzeln zurück Hauptdiskussion
2 Trump: Geplanter Angriff auf Iran gestoppt Hauptdiskussion
3 ROUNDUP 2/Trump droht: 'Für den Iran tickt die Uhr' Hauptdiskussion
4 Taiwans Präsident bangt um Sicherheitsversprechen der USA Hauptdiskussion
5 ROUNDUP/Trump droht: 'Für den Iran tickt die Uhr' Hauptdiskussion
6 Tesla-Absturz: Musk wie immer mit neuen Ankündigungen Hauptdiskussion
7 Kiew erhält mehr als 500 Soldatenleichen zurück Hauptdiskussion
Alle Diskussionen
Weitere News

Gestern 19:47 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 18:59 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:04 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:39 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:11 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:08 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 9:46 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 9:41 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer