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Apple schockt mit Mega-Umbruch 30.04.2025, 10:34 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Apple zerschlägt seine KI-Abteilung: Was hinter dem Umbruch bei Siri, Musik und internationaler Politik steckt

Umstrukturierungen auf mehreren Ebenen

Apple treibt die interne Neuausrichtung in mehreren Geschäftsbereichen voran. Neben der Aufspaltung der KI-Abteilung betrifft die Umstrukturierung auch die globale Regierungsarbeit sowie Apple Music. Laut Insidern, die nicht genannt werden möchten, da die Änderungen bislang nicht offiziell verkündet wurden, sollen die Teams für Europa, Indien, China und andere asiatische Märkte neu organisiert werden.

Im Musikbereich wird Apple Music künftig von Rachel Newman und Ole Obermann gemeinsam geführt – beide berichten an Oliver Schusser, der zuvor die Musik-Sparte allein leitete. Die Doppelspitze soll Schusser entlasten, nachdem er zuletzt auch Apple TV+ und das Sportsegment übernommen hatte. Gleichzeitig verantwortet er weiterhin Beats und die Services in internationalen Märkten.

Apple Music unter neuer Doppelspitze

Newman ist langjährige Führungskraft bei Apple, Obermann war zuvor bei TikTok tätig und bringt digitale Musikexpertise mit. Der Umbau der Musik-Abteilung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Apple verstärkt auf Services setzt, um rückläufige Hardware-Verkäufe auszugleichen. Die Quartalszahlen, die am Donnerstag veröffentlicht werden, dürften das Wachstum in diesem Segment erneut bestätigen.

Machtverschiebung in Apples Regierungsarbeit

Auch im Bereich der internationalen Regierungsbeziehungen verschieben sich die Verantwortlichkeiten. Die Leiter der Europa- und Asien-Teams, Matt Browne und Elizabeth Hernandez, berichten künftig direkt an Lisa Jackson – nicht mehr an Nick Ammann. Jackson ist Vizepräsidentin und berichtet direkt an CEO Tim Cook. Sie verantwortet nicht nur die politischen Beziehungen, sondern auch Umwelt- und Bildungsthemen.

Der Umbau folgt auf anhaltenden politischen Druck in Märkten wie der EU, Japan und Südkorea. In Europa etwa war Browne bislang zuständig für die Abwehr von Wettbewerbsverfahren – Aufgaben, die nun Jackson zufallen. Ammann bleibt jedoch zentraler Ansprechpartner für die US-Regierung, insbesondere im Umgang mit den politischen Erben der Trump-Administration.

Siri und KI: Rückkehr zum alten Modell

Noch drastischer fällt die Reorganisation im KI-Bereich aus. Apple hatte 2018 John Giannandrea von Google abgeworben, um alle KI-Bemühungen unter einem Dach zu bündeln – inklusive Siri, maschinellem Lernen, Datenanalyse und dem inzwischen eingestellten Auto-Projekt. Doch das einst ambitionierte Modell wurde inzwischen weitgehend zurückgefahren.

Siri wurde im März unter die Leitung von Mike Rockwell überstellt, der nun an Software-Chef Craig Federighi berichtet. Die Robotik-Abteilung – ein strategisch bedeutsames Feld – wechselt zu Hardware-Chef John Ternus. Ziel ist eine funktionale Eingliederung: KI-basierte Software soll wieder zur Software-Abteilung, Hardware-nahe Innovationen wie Robotik zu den Hardware-Teams.

Rückschritt oder strategische Rückbesinnung?

Insider sehen in der Zerschlagung der KI-Strukturen einen Vertrauensentzug gegenüber Giannandrea und dessen Abteilung. Apple Intelligence, die große KI-Initiative des Konzerns, gilt intern als verspätet und unvollständig. Die verbleibenden Teams unter Giannandrea fokussieren sich nun auf Grundlagenforschung, Modellentwicklung und Infrastrukturen. Siri wird dort nur noch in begrenztem Umfang weiterentwickelt.

Sollte Giannandrea das Unternehmen verlassen, könnte Apple seine letzten Zuständigkeiten direkt an die Softwareabteilung übergeben – und damit das Experiment eines zentralen KI-Chefs endgültig beenden.

Bn-Redaktion/ts
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