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AstraZeneca-Aktie +6 Prozent

Krebsmedikamente treiben den Gewinn 30.10.2026, 15:34 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Symbolbild AstraZeneca
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Gewinn übertrifft Erwartungen

AstraZeneca steigerte den Umsatz im dritten Quartal um sieben Prozent auf 16,2 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn nach Steuern kletterte um 23 Prozent auf 3,12 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 17 Prozent auf 2,79 Dollar und lag damit über den Analystenerwartungen.

Krebsmedikamente als Wachstumstreiber

Besonders stark entwickelte sich das Onkologie-Geschäft. Der Umsatz mit Krebsmedikamenten legte im dritten Quartal um 17 Prozent auf rund 7,8 Milliarden Dollar zu. Damit steuerte die Sparte fast die Hälfte zum Konzernumsatz bei. Besonders Tagrisso und Imfinzi sorgten für Rückenwind.

Alte Medikamente bremsen

Nicht überall läuft es rund. Beim Diabetes-, Herz- und Nierenmedikament Farxiga brach der Umsatz wegen zunehmender Konkurrenz durch Generika um 25 Prozent ein. Auch der Verlust des Patentschutzes bei älteren Medikamenten belastet das Geschäft. Dennoch konnten die starken Krebsmedikamente diese Effekte mehr als ausgleichen.

Milliarden-Sparprogramm

Zusätzlich will AstraZeneca die Kosten senken. Ein neues Programm soll ab 2029 jährlich rund 1,5 Milliarden Dollar einsparen. Das Geld soll überwiegend in die Entwicklung neuer Medikamente fließen. Dafür könnten bis zu zwei Milliarden Dollar an einmaligen Restrukturierungskosten anfallen.

Prognose bestätigt

Für 2026 hält AstraZeneca an seinen Zielen fest. Der Umsatz soll währungsbereinigt im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen, während der bereinigte Gewinn je Aktie im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zulegen soll. Auch langfristig bleibt der Konzern ambitioniert: Bis 2030 wird ein Umsatz von 80 Milliarden Dollar angepeilt.

Aktie vor dem nächsten Schub?

Die starke Quartalsbilanz sorgt damit für deutlichen Rückenwind. Mit dem boomenden Onkologie-Geschäft, der prall gefüllten Medikamenten-Pipeline und dem neuen Sparprogramm versucht AstraZeneca, die Grundlage für weiteres Wachstum zu legen. Für Anleger stellt sich nun die Frage, ob der aktuelle Kurssprung der Beginn einer nachhaltigeren Erholung ist.

Bn-Redaktion/js
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