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Aufträge explodieren, Verluste bleiben

Wie stark ist Nel ASA wirklich? 15.07.2026, 18:12 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Wasserstofftanks
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NEL ASA 0,20175 EUR +1,31 % Baader Bank

Umsatz bleibt unter Vorjahresniveau

Nel ASA erzielte mit Kundenverträgen einen Umsatz von umgerechnet rund 13,8 Millionen Euro. Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 entspricht das einem Rückgang von 12 Prozent, gegenüber dem ersten Quartal 2026 jedoch einem Anstieg um rund 451.000 Euro. Die gesamten Erlöse und sonstigen Erträge erreichten etwa 16,4 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal waren es umgerechnet rund 19,4 Millionen Euro.

Sonderbelastung vergrößert den Verlust

Das EBITDA fiel mit umgerechnet minus 14,0 Millionen Euro deutlich negativ aus. Im Vorjahreszeitraum hatte der operative Verlust rund 7,8 Millionen Euro betragen. Belastet wurde das Ergebnis durch Kosten von rund 6,3 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Einigung mit Iwatani. Unter dem Strich meldete Nel ASA einen Nettoverlust von rund 17,0 Millionen Euro. Hauptgrund war ein operativer Verlust von umgerechnet etwa 18,5 Millionen Euro.

Auftragseingang springt deutlich an

Das stärkste Signal kommt vom Auftragseingang. Dieser erreichte rund 20,7 Millionen Euro und lag damit 224 Prozent über dem Wert des Vorjahresquartals. Gegenüber dem ersten Quartal stiegen die Bestellungen um 171 Prozent. Insgesamt 96 Prozent des Auftragseingangs entfielen auf das PEM Segment. Der gesamte Auftragsbestand erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal um 9 Prozent auf rund 109,3 Millionen Euro.

PEM Geschäft gewinnt an Stärke

Die PEM Sparte erzielte einen Umsatz von rund 8,7 Millionen Euro. Das waren 31 Prozent mehr als im ersten Quartal, aber 10 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Auftragsbestand der Sparte stieg um rund 13,2 Millionen Euro auf etwa 89,2 Millionen Euro. Unterstützt wurde die Entwicklung durch zwei größere Bestellungen. Das Unternehmen verwies zudem auf bessere Produkt und Projektmargen infolge einer effizienteren Abwicklung.

Liquidität bleibt der entscheidende Faktor

Zum Quartalsende verfügte Nel ASA über liquide Mittel von rund 119,7 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch etwa 173,8 Millionen Euro. Der Mittelbestand bietet weiterhin Spielraum für den laufenden Betrieb und die Entwicklung neuer Technologien, sinkt angesichts der Verluste jedoch weiter. Für Anleger sind deshalb neben neuen Aufträgen vor allem die Kostenentwicklung, der Auftragseingang und der künftige Kapitalverbrauch entscheidend. Die Zahlen zeigen erste kommerzielle Fortschritte, aber noch keinen nachhaltigen operativen Wendepunkt.

Bn-Redaktion/tb
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