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BASF hebt Gewinnprognose an

Warum die Aktie trotzdem nachgibt 15.07.2026, 12:50 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Symbolbild BASF
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BASF 47,50 EUR -3,74 % TTMzero RT

BASF übertrifft Erwartungen

Im zweiten Quartal erzielte BASF einen bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) von rund 2,4 Milliarden Euro. Damit lag das Unternehmen klar über den Analystenschätzungen, die im Schnitt bei etwa 2,1 Milliarden Euro gelegen hatten.

Aufgrund der starken Entwicklung erhöhte BASF auch die Jahresprognose. Für 2026 erwartet der Konzern nun ein bereinigtes EBITDA zwischen 6,9 und 7,7 Milliarden Euro. Das liegt rund zehn Prozent über der bisherigen Prognose und signalisiert eine deutlich bessere Geschäftsentwicklung als noch vor wenigen Monaten angenommen.

Engpässe spielen BASF in die Karten

Ein wesentlicher Grund für die überraschend starke Entwicklung sind die Verwerfungen auf den globalen Chemiemärkten. Seit März führten Lieferengpässe infolge der Spannungen rund um die Straße von Hormus dazu, dass viele Kunden verstärkt auf europäische Produzenten auswichen.

Davon profitierte BASF gleich doppelt: Zum einen konnte der Konzern höhere Verkaufspreise durchsetzen, zum anderen stiegen auch die Absatzmengen in mehreren Geschäftsbereichen. Diese Kombination sorgte für einen deutlichen Gewinnschub.

Warum die Aktie dennoch unter Druck steht

Trotz der positiven Nachrichten geriet die BASF-Aktie nach Veröffentlichung der Zahlen unter Druck. Offenbar hatten viele Marktteilnehmer bereits mit einer Anhebung der Prognose gerechnet oder sogar noch stärkere Signale erwartet.

Hinzu kommt, dass BASF selbst für die zweite Jahreshälfte vorsichtig bleibt. Der Konzern verweist auf die hohe Unsicherheit rund um die geopolitische Lage und den weiteren Verlauf der Verhandlungen zwischen den USA und Iran.

Fazit

Operativ läuft es bei BASF derzeit besser als erwartet. Die erhöhte Gewinnprognose zeigt, dass der Konzern von den aktuellen Marktverwerfungen profitieren kann. Gleichzeitig bleibt der Ausblick jedoch stark von geopolitischen Entwicklungen abhängig. Für Anleger dürfte daher entscheidend sein, ob BASF den positiven Trend auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen kann oder ob neue Unsicherheiten den Rückenwind wieder abschwächen.

Bn-Redaktion/js
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