KI-Offensive

Allianz warnt vor KI-Blasen und setzt auf Mythos 14.07.2026, 17:58 Uhr Jetzt kommentieren: 0

KI-Offensive: Allianz warnt vor KI-Blasen und setzt auf Mythos
© Bild von www.allianz.com
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DAX 25.100,83 PKT +0,41 % Ariva Indikation

 

KI-Strategie zwischen Chance und Risiko

Die Allianz will bei der Nutzung Künstlicher Intelligenz eine führende Rolle einnehmen und erweitert dafür ihre Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Anthropic. Gleichzeitig setzt der Versicherungskonzern auf eine stärkere Präsenz auf Plattformen wie ChatGPT. Konzernchef Oliver Bäte warnt jedoch davor, die wirtschaftlichen Chancen der Technologie zu überschätzen.

Bäte erkennt Parallelen zur Internetblase

Bäte sieht bei der aktuellen Entwicklung deutliche Ähnlichkeiten zur Internetblase um die Jahrtausendwende. Große Erwartungen und hohe Bewertungen an den Finanzmärkten könnten schneller wachsen als die wirtschaftliche Substanz. „Es bilden sich gerade Blasen in vielen Bereichen, vor allem bei Technologieaktien.“ Nicht jedes Unternehmen mit einem derzeit hoch bewerteten Geschäftsmodell werde langfristig bestehen. „Wir wissen im Voraus allerdings nicht, wer der Überlebende sein wird“, sagte Bäte.

Anthropic soll Allianz mit KI unterstützen

Die Allianz arbeitet bereits seit einiger Zeit mit Anthropic zusammen. IT-Vorständin Barbara Karuth-Zelle bewertet die bisherige Kooperation positiv. Der Versicherer verfüge dadurch schon heute über Zugang zu vielfältigen Ressourcen und tiefgehender Expertise. Im nächsten Entwicklungszyklus rechnet das Unternehmen zudem mit Zugriff auf Anthropics neuestes KI-Modell „Mythos“. Damit könnte die Allianz ihre KI-Transformation weiter beschleunigen und zusätzliche Anwendungen für interne Prozesse und digitale Angebote entwickeln.

Mythos kann IT-Schwachstellen erkennen

Das Modell Mythos gilt als besonders leistungsfähig, weil es Schwachstellen in IT-Systemen selbstständig aufspüren kann. Wegen dieser Fähigkeiten ist der Zugang bislang stark begrenzt. Aktuell können insbesondere große Konzerne der kritischen Infrastruktur in den USA das Modell einsetzen. Für die Allianz könnte der Zugriff sowohl Vorteile bei der Cybersicherheit als auch Risiken durch neue technologische Abhängigkeiten mit sich bringen. Bäte mahnt deshalb zu einem kontrollierten Umgang mit externen KI-Anbietern.

Allianz-Aktie verliert 0,50 Prozent

Die Allianz-Aktie notiert aktuell bei 418,90 Euro, nach einem Schlusskurs von 421,00 Euro am vorherigen Handelstag. Mit einem Minus von 0,50 % liegt der Titel auf Platz 20 im mittleren Drittel des DAX, der insgesamt um 0,77 Prozent nachgibt. Das Handelsvolumen beträgt 173.706 Aktien, nach 352.369 Wertpapieren am vorausgehenden Handelstag. Die Aktie liegt 1,55 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 425,50 Euro. Das 52-Wochen-Tief betrug 319,40 Euro.

Schwergewicht im DAX

Mit einem Anteil von 7,64 % belegt die Allianz Platz 3 im DAX. Der Wert der frei verfügbaren Aktien liegt bei 159,68 Milliarden Euro. Nur Siemens und SAP besitzen ein höheres Gewicht. Im zuletzt am 31. Dezember beendeten Geschäftsjahr erzielte die Allianz 148,51 Milliarden Euro Umsatz und 13,40 Milliarden Euro Gewinn. Ende Dezember 2019 beschäftigte der Konzern weltweit rund 142.000 Menschen.

Bn-Redaktion/ar
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