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Greta vor Rheinmetall

Klebeaktion endet mit Festnahmen 13.07.2026, 17:17 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Greta vor Rheinmetall: Klebeaktion endet mit Festnahmen
© AR/boersennews/ChatGPT
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Polizei verhindert geplante Blockade

Kurz vor 8 Uhr versammelten sich nach Polizeiangaben 43 Personen in einem Durchgang zur Ebertstraße. 39 Teilnehmer versuchten, sich auf dem Boden festzukleben. Da der Kleber noch nicht getrocknet war, konnten die Einsatzkräfte die Blockade vergleichsweise schnell beenden und den Zugang zum Rheinmetall-Büro freihalten.

Elf Personen kamen zur Feststellung ihrer Identität kurzzeitig in Polizeigewahrsam. Gegen mehrere Beteiligte wurden Platzverweise bis zum 15. Juli ausgesprochen. Bei drei bereits von früheren Aktionen bekannten Personen prüften die Behörden einen zweitägigen Unterbindungsgewahrsam, um weitere mögliche Delikte während der Protestwoche zu verhindern.

Thunberg erhebt schwere Vorwürfe

Auch Greta Thunberg erhielt einen Platzverweis. Auf Instagram veröffentlichte die 23-Jährige ein Video, in dem sie ein Foto des zerstörten Gazastreifens zeigte. Sie propagierte: "Wir haben die Pflicht, unsere Mitschuld an Völkermord und Massentötungen zu beenden. Und genau das tun wir heute."

Die Gruppe "Peacefully Against Genocide" behauptet, Rheinmetall unterstütze systematisch einen Völkermord und stelle Israel Waffen zur Verfügung. Sprecherin Laila Fuisz sagte: "Wir wollten das Büro blockieren, weil dort Menschen sitzen, die tagtäglich Entscheidungen treffen, um weiterhin das Töten von Menschen zu unterstützen." Belege für diese weitreichenden Anschuldigungen wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt.

Weitere Aktionen bereits angekündigt

Die Protestierenden richten sich gegen ein Rheinmetall-Werk in Wedding, den Gazakrieg und den Einsatz deutscher Waffen in Kriegsgebieten. In der Nähe der Fabrik wurde ein Protestcamp aufgebaut. Die Scheringstraße wurde von der Polizei weiträumig abgesperrt.

Bereits am 11. Juli 2026 hatte sich Thunberg einem Demonstrationszug mit rund 1800 Menschen angeschlossen. Die Aktivisten kündigten weitere Blockaden an. Fuisz propagiert: "Wir werden weiterhin die Waffenfabrik blockieren und Mittäter am Völkermord konfrontieren."

Polizei warnt vor Überlastung

Stephan Weh von der Gewerkschaft der Polizei kritisierte, Berlin sei "zum Mekka für Protestformen jeglicher Art zu allen globalen Themen geworden". Polizei und Justiz kämen mit der Bearbeitung der zahlreichen Verfahren kaum hinterher. Ohne Digitalisierung und KI-Unterstützung sehe er "wenig Licht am Ende des Tunnels".

Rheinmetall-Aktie steigt trotz Protest

An der Börse hinterließ die Aktion zunächst keine sichtbaren Auswirkungen. Die Rheinmetall-Aktie stieg um 1,43 Prozent auf 1.006,20 Euro und belegte damit Platz 4 im DAX. Der Index gewann insgesamt 0,18 Prozent.

Das Handelsvolumen lag bei 70.323 Aktien. Rheinmetall kommt auf eine Streubesitz-Marktkapitalisierung von 46,11 Milliarden Euro. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Konzern 9,75 Milliarden Euro Umsatz und 1,34 Milliarden Euro Gewinn.

 

Bn-Redaktion/ar
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