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Energieversorgung bedroht

Ölpreis reagiert auf neue Angriffe 13.07.2026, 17:33 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Energieversorgung bedroht: Ölpreis reagiert auf neue Angriffe
© AR/boersennews/ChatGPT
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Öl (WTI) 77,68 USD +8,64 % TTMzero RT (USD)
Öl (Brent) 82,59 USD +8,64 % ARIVA Indikation Rohstoffe

Ölpreise ziehen wieder deutlich an

Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 3,3 Prozent auf umgerechnet rund 68,68 Euro. Der Preis für die US-Sorte WTI stieg um 3,4 Prozent auf etwa 64,60 Euro. Vor Beginn des Irankriegs Ende Februar hatte ein Barrel weniger als rund 61,25 Euro gekostet. Der aktuelle Anstieg bleibt dennoch deutlich schwächer als zu Kriegsbeginn, als der Ölpreis innerhalb von gut einer Woche auf mehr als rund 78,75 Euro kletterte.

Nur sechs Schiffe passieren die Meerenge

Auslöser der Preisbewegung sind neue Sorgen über eine länger anhaltende Blockade der Straße von Hormus. Über diesen Transportweg werden rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Schiffsverfolgungsdaten zufolge durchquerten die Meerenge am Sonntag lediglich sechs Schiffe. Das war der niedrigste Wert seit fünf Wochen und widerspricht der Darstellung von US-Präsident Donald Trump, wonach der Wasserweg offen sei.

USA greifen 140 Ziele im Iran an

Das US-Militär griff in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben 140 militärische Ziele im Iran an. Washington bezeichnete die Operation als Reaktion auf iranische Attacken gegen zivile Schiffe. Teheran erklärte dagegen, lediglich Warnschüsse abgegeben zu haben. Trump hatte zuvor gedroht: „Jedes Mal, wenn Iran uns angreift, schlagen wir 20 Mal so stark zurück.“ Zu den Angriffen sagte er außerdem: „Wir haben sie in Schutt und Asche gebombt.

Vergeltungsschläge erhöhen das Marktrisiko

Der Iran meldete seinerseits Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait, Bahrain und Jordanien. Das Regionalkommando des US-Militärs äußerte sich dazu zunächst nicht. Gleichzeitig werfen sich beide Seiten gegenseitig Verstöße gegen das im Juni geschlossene Rahmenabkommen vor. Trump erklärte die Vereinbarung inzwischen für nichtig. Der Iran versucht unterdessen, Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu etablieren.

Hohe Ölpreise könnten länger bleiben

Militärexperten rechnen damit, dass gegenseitige Angriffe und Vergeltungsschläge anhalten. Zusätzlich sinkt der Handlungsspielraum der USA, da die Strategische Ölreserve bei unverändert hohen Entnahmen in einem Monat praktisch leer sein könnte. Für Anleger bleiben damit Energieaktien, Öl-Futures und Rohstoffprodukte schwankungsanfällig. Eine längerfristige Einschränkung der Schifffahrt könnte Öl und Gas weiter verteuern, während ein Atomabkommen vorerst in weite Ferne rückt.

Bn-Redaktion/ar
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