Banken-Boom

Deutsche Bank & Commerzbank legen zu 05.03.2025, 18:48 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Geldautomat
© Symbolbild von Ali Mkumbwa auf Unsplash
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
Deutsche Bank 27,69 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz
Commerzbank 34,44 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

Steigende Anleiherenditen als Treibstoff für Banken

Ein zentraler Grund für den Höhenflug der Bankaktien ist die Entwicklung am Anleihemarkt. Die Renditen deutscher Staatsanleihen steigen kräftig: Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fällt am Mittwoch um 0,50 Prozent auf 130,17 Punkte, während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen um 0,20 Prozentpunkte auf 2,69 Prozent anzieht – zeitweise sogar auf den höchsten Stand seit November 2023 mit 2,71 Prozent. Auch in anderen Eurostaaten steigen die Renditen deutlich.

Für Banken ist diese Entwicklung äußerst vorteilhaft, denn sie profitieren von der sogenannten Zinsmarge – dem Unterschied zwischen Kreditzinsen und Einlagenzinsen. Während die Kreditzinsen mit steigenden Anleiherenditen rasch nach oben gehen, steigen die Zinsen für Einlagen meist deutlich langsamer. Dadurch verbessern sich die Ertragsaussichten für Banken wie die Deutsche Bank und die Commerzbank, die über ein starkes Kreditgeschäft verfügen und höhere Margen auf ihre vergebenen Darlehen erzielen können.

Staatsverschuldung als Wachstumsimpuls für den Finanzsektor

Neben den steigenden Zinsen treibt auch die Finanzpolitik der Bundesregierung die Bankaktien an. Um Milliardeninvestitionen in Verteidigung und Infrastruktur zu finanzieren, plant der Staat eine deutliche Ausweitung seiner Schulden. Das bedeutet, dass vermehrt Staatsanleihen ausgegeben werden, was deren Kurse drückt und die Renditen weiter steigen lässt.

Für Banken entsteht dadurch ein doppelter Vorteil: Einerseits profitieren sie von höheren Zinsen im Kreditgeschäft, andererseits gewinnen sie durch das Emissionsgeschäft. Als zentrale Akteure bei der Platzierung von Staatsanleihen verdienen sie an höheren Handelsvolumina und zusätzlichen Provisionseinnahmen. Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen sehen bereits eine Belastung des Rentenmarktes durch die Erwartung steigender Staatsausgaben, während Experten der Commerzbank sogar davon ausgehen, dass die geplanten Investitionen langfristig zu noch höheren Schulden führen könnten.

Handelsboom sorgt für zusätzliche Gewinne

Neben den positiven Effekten durch steigende Zinsen und wachsende Staatsverschuldung profitieren Banken auch von einer zunehmenden Marktaktivität. Die expansive Finanzpolitik und die schwankenden Kapitalmärkte sorgen für mehr Handelsvolumen – ein Geschäftsfeld, das Banken besonders zugutekommt. Die zunehmende Volatilität führt zu einer steigenden Nachfrage nach Anleihen, Derivaten und anderen Finanzprodukten, was sich direkt in höheren Erträgen für Investmentbanken niederschlägt.

Die aktuellen Entwicklungen eröffnen den Banken gleich mehrere Ertragsquellen: Höhere Zinsen verbessern die Margen im Kreditgeschäft, steigende Staatsverschuldung belebt das Anleihe- und Emissionsgeschäft und die wachsende Volatilität treibt den Handel mit Wertpapieren an. Dass die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank um mehr als zehn Prozent steigen, zeigt, dass Anleger die Chancen für den Bankensektor derzeit als äußerst positiv bewerten. Ob die Kursrallye jedoch anhält, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die Zinserwartungen weiterentwickeln und ob die Bundesregierung ihre ehrgeizigen Finanzpläne tatsächlich umsetzt.

Bn-Redaktion/aw
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 0,00
Hebel: 20
mit starkem Hebel
Ask: 5,17
Hebel: 5
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Morgan Stanley
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: MN4UPE MN2RXJ. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Weitere News

14:52 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

8:54 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 14:13 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:20 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 13:08 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 12:57 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Gestern 11:28 Uhr • Artikel • BörsenNEWS.de

Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer