Bitcoin fällt und fällt

Kann Microstrategy das überleben? 01.02.2026, 12:30 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Bitcoin
© Symbolbild Pixabay
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Name Aktuell Diff. Börse
Microstrategy (Doing business Strategy) (A) 126,05 EUR ±0,00 % Lang & Schwarz

Kein Zwang, kein Stress – nur weniger Tempo

Der Rückgang von Bitcoin unter 76.037 US-Dollar hat dazu geführt, dass Strategy rechnerisch leicht unter seinem durchschnittlichen Kaufpreis liegt. Dramatisch klingt das, ändert aber nichts an der Stabilität der Bilanz. Ein unmittelbarer finanzieller Druck entsteht dadurch nicht.

Strategy hält 712.647 Bitcoin, vollständig unbelastet. Da kein Bestand als Sicherheit hinterlegt ist, besteht selbst bei weiter fallenden Kursen keinerlei Zwang zu Verkäufen. Die Position bleibt unangetastet.

Die 8,2 Milliarden US-Dollar an Wandelanleihen wirken groß, sind aber flexibel strukturiert. Laufzeiten können verlängert oder Anleihen in Aktien gewandelt werden. Der erste relevante Put-Termin liegt erst im dritten Quartal 2027. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über 2,25 Milliarden US-Dollar Cash, vorgesehen für Dividendenzahlungen.

Wachstumsbremse statt Krise

Der eigentliche Effekt zeigt sich bei der Kapitalbeschaffung. Strategy finanzierte frühere Bitcoin-Käufe überwiegend über sogenannte At-the-Market-Programme. Dieses Modell funktioniert vor allem dann gut, wenn die Aktie mit einem Aufschlag auf den Wert der Bitcoin-Bestände (mNAV) handelt.

Vom Aufschlag zum Abschlag. Noch bei Bitcoin-Kursen um 90.000 US-Dollar lag das Multiple bei etwa 1,15x. Mit dem Rückgang in den mittleren 70.000er-Bereich drehte der Aufschlag in einen Abschlag. Neue Aktien auszugeben würde damit stärker verwässern – die Kaufdynamik verlangsamt sich.

Historischer Vergleich. Schon 2022, als die Aktie längere Zeit unter dem Wert der Bitcoin-Bestände notierte, stockte Strategy seinen Bestand lediglich um rund 10.000 Bitcoin auf. Ein ähnliches Muster ist auch jetzt wahrscheinlich.

Schwacher Markt, schwindende Überzeugung

Bitcoin fiel im Januar um fast 11 % und verzeichnete damit den vierten Monatsverlust in Folge. Seit dem Hoch 2025 liegt der Rückgang bei rund 40 %. Die Marktbreite ist dünn, Käufer bleiben aus.

„I don’t think we’ll see a new all-time high for Bitcoin in 2026“, sagte Paul Howard, Director beim Market Maker Wincent. Auch Richard Hodges, Gründer des Ferro BTC Volatility Fund, rechnet mit Geduld: „They’re not going to see another all-time high for 1,000 days.“

Die Markttiefe liegt laut Kaiko mehr als 30 % unter dem Oktober-Hoch – ein Niveau, das zuletzt nach dem FTX-Kollaps 2022 erreicht wurde. Historisch dauerte die Erholung nach früheren Zyklen 28 Monate oder länger.

Kaiko-Analyst Laurens Fraussen ordnet die aktuelle Phase bei etwa 25 % des Zyklus ein. „Cyclically speaking, we usually see our worst drawdown at around the 50% mark“, sagte er und rechnet mit weiteren sechs bis neun Monaten, bis eine nachhaltige Erholung einsetzt.

Für Strategy bedeutet der Kursrückgang keine existentielle Bedrohung. Er reduziert vor allem die Geschwindigkeit, mit der das Unternehmen seinen Bitcoin-Bestand ohne Verwässerung ausbauen kann – in einem Markt, dem es derzeit an Momentum, Liquidität und Überzeugung fehlt.

Bn-Redaktion/ts
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