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Neuer Rückschlag für Boeing 06.12.2024, 11:30 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Boeing unter Druck: US-Gericht kippt Vergleich wegen 737-Max-Abstürzen

Ein US-Gericht hat überraschend den Vergleich zwischen Boeing und der US-Regierung abgelehnt, der dem Luftfahrtkonzern einen Strafprozess wegen zweier tödlicher Abstürze ersparen sollte. Die Entscheidung des Richters Reed O'Connor aus Texas fordert neue Verhandlungen, während die Boeing-Aktie um ein Prozent nachgab.

Millionenstrafe und Compliance-Maßnahmen im Fokus

Boeing hatte im Juli eingeräumt, bei der Zertifizierung der 737-Max-Flugzeuge die US-Regierung betrogen zu haben. Als Teil des abgelehnten Deals sollten dem Unternehmen eine zusätzliche Millionenstrafe sowie die Überwachung durch einen von der Regierung bestimmten Aufpasser auferlegt werden. Doch Angehörige der Absturzopfer kritisierten die Einigung scharf und forderten strengere Sanktionen, darunter Milliardenstrafen.

Die Abstürze im Oktober 2018 und März 2019, bei denen 346 Menschen ums Leben kamen, wurden durch eine fehlerhafte Software ausgelöst. Sie griff in die Steuerung der Flugzeuge ein und lenkte diese unkontrollierbar Richtung Boden. Boeing hatte sich damals verpflichtet, ein Compliance- und Ethikprogramm umzusetzen und zahlte eine Strafe von 243,6 Millionen US-Dollar.

Kritik an Kontrollmechanismen

Richter O'Connor bemängelte, dass die Auswahl des Boeing-Aufsichtsbeauftragten durch die Regierung und nicht das Gericht erfolgen solle. Zudem sollten laut Vereinbarung Inklusionskriterien berücksichtigt werden, was der Richter als nicht relevant für den Fall ansah.

Ein beinahe katastrophaler Vorfall im Januar 2023 hatte den Deal weiter belastet: Ein großes Teil des Rumpfes einer neuen Boeing-Maschine löste sich während des Fluges. Dass niemand verletzt wurde, war reiner Zufall. Dieses Ereignis offenbarte erneut gravierende Qualitätsmängel bei Boeing und führte zu erhöhter regulatorischer Aufmerksamkeit.

Opfer-Anwälte fordern härtere Konsequenzen

Anwälte der Opferfamilien bezeichneten den Vergleich als „Samthandschuh-Behandlung“ für Boeing. Sie hoffen nun auf eine Neuverhandlung, die die Schwere der Vorfälle angemessen widerspiegelt. „Es braucht härtere Maßnahmen, um die Verantwortung des Unternehmens zu betonen“, sagte Erin Applebaum, Anwältin der Opfer.

Aktienkurs und Zukunftsperspektiven

Der Vergleichsrejekt schlägt sich auch an der Börse nieder: Boeing-Aktien sind in diesem Jahr um 40 % gefallen und markieren damit den größten Verlust im Dow Jones Industrial Average. Experten erwarten jedoch, dass ein überarbeiteter Vergleich bald genehmigt wird, was den langfristigen Schaden begrenzen könnte. Boeing-CEO Kelly Ortberg steht nun vor der Herausforderung, das Unternehmen nach Jahren der Krisen wieder auf Kurs zu bringen.

Bn-Redaktion/ts
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