Boeing vor Turbulenzen

Triebwerksausfall & Tarifkonflikt 04.08.2025, 20:02 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Boeing vor Turbulenzen: Triebwerksausfall & Tarifkonflikt
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Arbeitskampf bremst Verteidigungssparte

Am Boeing-Standort in St. Louis legten über 3.200 Beschäftigte die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft IAM hat das jüngste Tarifangebot abgelehnt, das laut Reuters nur moderate Gehaltsanpassungen vorsieht. Die betroffenen Werke bauen Kampfjets wie die F-15EX, F/A-18 Super Hornet und die T-7A-Trainingsflugzeuge – Produkte, die essenziell für aktuelle und geplante Militärverträge sind.
Analysten sehen hier kurzfristige Risiken für Boeings Umsätze im Verteidigungssegment, das zuletzt rund 23 Mrd. USD jährlich beitrug.

Zivile Luftfahrt: Triebwerksausfall überschattet Erfolge

Während die Passagierflotten der Airlines weiter wachsen, sorgte jüngst ein Triebwerksausfall bei einem Boeing 787 Dreamliner von United Airlines für negative Schlagzeilen. Das Flugzeug musste notlanden – ein Rückschlag für das ohnehin von Qualitätsmängeln geplagte Dreamliner-Programm.
Trotz dieser Störfälle bleibt die zivile Sparte gefragt: Airbus und Boeing kommen mit Auslieferungen kaum hinterher. Boeing meldete im Q2 ein Umsatzplus von 35 % auf 22,8 Mrd. USD, vor allem durch die starke Nachfrage nach der 737 MAX.

Marktreaktionen und Analystensicht

Seit Jahresbeginn legte der Boeing-Kurs um knapp 12 % zu, liegt aber deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 225 EUR. Das KGV auf Basis der erwarteten Gewinne für 2025 liegt aktuell bei rund 22 – im historischen Vergleich fair, aber kein Schnäppchen. JPMorgan bleibt dennoch optimistisch mit einem Kursziel von 230 USD, verweist aber auf „operative Unsicherheiten“.

Trotz Streik und Zwischenfällen sehen einige Analysten wie RBC Capital das Kursziel weiterhin bei über 200 USD. Entscheidend wird sein, ob der Arbeitskampf bald gelöst und die Lieferketten stabilisiert werden. Der Markt preist zwar Risiken ein, honoriert aber die mittelfristigen Chancen.

Community-Stimmung: Abwarten mit Bauchgefühl

Im Forum ist die Lage gemischt. Einige Nutzer sehen die Streiks als „temporäre Schwankung“, andere äußern Sicherheitsbedenken. Ein User schreibt: „So viel Nachfrage wie nie – aber Boeing ist sein größter Gegner.“ Viele halten, wenige kaufen aktiv zu.

Bn-Redaktion/pl
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