Boeing vorne bei Aufträgen

Warum Airbus trotzdem überzeugt 14.01.2026, 13:25 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Boeing vorne bei Aufträgen: Warum Airbus trotzdem überzeugt
© Symbolbild von Gabriel Goncalves auf Unsplash
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Name Aktuell Diff. Börse
Eutelsat Communications 2,23 EUR -2,62 % TTMzero RT
Airbus 217,28 EUR -1,13 % Lang & Schwarz
Boeing 209,48 EUR -0,24 % Baader Bank

Auftragslage: Volle Bücher, harter Wettbewerb

Airbus verfügt weiterhin über einen der größten Auftragsbestände der Industrie. Der Orderbacklog liegt bei über 8.600 Flugzeugen, was – je nach Produktionsrate – einer Auslastung von mehr als zehn Jahren entspricht. 2025 musste Airbus jedoch erstmals seit Jahren akzeptieren, dass Boeing bei den jährlichen Nettoaufträgen vorne lag.
Das änderte nichts an der strukturell starken Nachfrage, zeigte aber, dass der Wettbewerb wieder intensiver wird, insbesondere bei Großkunden und staatlichen Airlines.

Lieferketten als Achillesferse

Ein zentrales Thema bleibt die Produktion. Airbus peilt für die A320-Familie mittelfristig eine Rate von 75 Flugzeugen pro Monat an, kämpft aber weiterhin mit Engpässen bei Triebwerken und Zulieferteilen.

Diese Verzögerungen begrenzen kurzfristig das Umsatzwachstum. 2024 erzielte Airbus einen Umsatz von rund 65 Milliarden Euro, die operative Marge lag bei etwa 8–9 %. Jede Verbesserung in der Lieferkette wirkt sich daher überproportional auf Ergebnis und Cashflow aus.

Raumfahrt als unterschätzter Kurstreiber

Abseits des klassischen Flugzeuggeschäfts sorgt die Raumfahrtsparte für positive Schlagzeilen. Der jüngste Großauftrag von Eutelsat über 340 Satelliten für das OneWeb-LEO-Netzwerk unterstreicht die technologische Stärke von Airbus Defence & Space.

Solche Verträge sind zwar margenärmer als Verkehrsflugzeuge, sorgen aber für stabile Erlöse und strategische Bedeutung in einem wachsenden Markt. Analysten sehen hierin einen wichtigen Diversifikationsfaktor.

Bewertung: Viel eingepreist, aber nicht überzogen

Bei einem Kurs von 218 EUR kommt Airbus auf eine Marktkapitalisierung von rund 170 Milliarden Euro. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis für die kommenden Jahre bewegt sich im Bereich von 20 bis 22.

Für einen zyklischen Industriekonzern ist das anspruchsvoll, wird aber durch den außergewöhnlich hohen Auftragsbestand und die starke Marktposition gestützt. Zudem generiert Airbus wieder deutlichen freien Cashflow, der zuletzt bei mehreren Milliarden Euro pro Jahr lag.

Risiken: Politik, Technik und Konkurrenz

Risiken bleiben präsent. Produktionsprobleme könnten sich länger hinziehen, geopolitische Spannungen beeinflussen Lieferketten und Exportmärkte, und neue Wettbewerber wie innovative Flugzeug-Start-ups oder langfristig auch chinesische Hersteller erhöhen den Druck. Kurzfristig sorgt zudem die Schlagzeile „Boeing schlägt Airbus bei Aufträgen“ immer wieder für Nervosität an der Börse.

Fazit – Qualität mit zyklischem Charakter

Airbus steht bei 218 EUR für industrielle Substanz, technologische Führerschaft und außergewöhnliche Visibilität durch volle Auftragsbücher. Kurzfristige Schwankungen durch Lieferkettenprobleme und Wettbewerbsvergleiche gehören zum Bild, ändern aber wenig an der langfristigen Stärke.
Für Anleger bleibt die Aktie attraktiv – vorausgesetzt, man ist bereit, zyklische Turbulenzen auszuhalten und auf operative Fortschritte zu setzen.

Bn-Redaktion/pl
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