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Daimler Truck stürzt ab

Nordamerika im Krisenmodus 09.11.2025, 14:51 Uhr Jetzt kommentieren: 0

LKW
© Symbolbild von Artem Balashevsky auf Unsplash
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Daimler Truck Holding 41,02 EUR +1,67 % Quotrix Düsseldorf

Umsatzknick in den USA: Wenn der wichtigste Markt schwächelt

Die am Freitag vorgelegten Q3-Zahlen von Daimler Truck haben an der Börse für Ernüchterung gesorgt. Nach einem anfänglichen Kursanstieg auf knapp 36 Euro drehte die Aktie im Tagesverlauf ins Minus und schloss bei 33,85 Euro - ein Verlust von 2,4 Prozent. Im Zentrum der Enttäuschung: das Geschäft in Nordamerika, dem mit Abstand bedeutendsten Absatzmarkt des Nutzfahrzeugkonzerns.

Dort gingen Umsatz und Ergebnis im dritten Quartal spürbar zurück. Finanzchefin Eva Scherer zeigte sich in der Prognose vorsichtig. Man erwarte in Nordamerika nur noch das untere Ende der prognostizierten Bandbreite bei Absatz und operativer Marge. Die Unsicherheit im Markt sei spürbar gestiegen – ein Signal, das Investoren nicht ignorierten.

Zollpolitik und Frachtrückgang: Der Markt ist aus dem Takt

Die Ursachen für den Einbruch in den USA sind struktureller Natur. Die unter Ex-Präsident Donald Trump eingeführten Zollerhöhungen auf Stahl und Aluminium wirken weiter nach und belasten die gesamte Lieferkette. Speditionen halten sich mit Neubestellungen zurück, da das zukünftige Transportvolumen schwer kalkulierbar ist. In einem verunsicherten Marktumfeld fällt die Investitionsbereitschaft – und genau das trifft Daimler Truck im Kerngeschäft.

DZ-Bank-Analyst Holger Schmidt bringt es auf den Punkt: „Die Rezession im Frachtgeschäft ist ungebrochen.“ Der Markt leide unter einem strukturellen Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, das sich nur durch ein reduziertes Angebot stabilisieren lasse. Das bedeutet: Weniger neue Trucks, weniger Absatzpotenzial.

2026 im Fokus: Erwartungen laufen ins Leere?

Auch der Blick in die Zukunft liefert wenig Hoffnung. Die Schätzungen für das Jahr 2026 gehen laut Marktanalysen derzeit von einem 18-prozentigen Anstieg des operativen Ergebnisses gegenüber 2025 aus. Für Harry Martin von Bernstein Research ist diese Erwartung jedoch „ausgesprochen optimistisch“ – angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen möglicherweise sogar unrealistisch.

Die zentrale Frage: Wie entwickelt sich das politische und wirtschaftliche Umfeld? Sowohl die weitere Zollpolitik als auch die konjunkturelle Verfassung des Transportmarkts sind aktuell nur schwer vorhersehbar. Solange hier keine Klarheit herrscht, bleibt auch die Bewertung für 2026 mit Unsicherheiten behaftet.

Hoffnungsträger Europa und Dividende – reicht das?

Ein Lichtblick kommt aus Europa: Dort zeigen sich erste Anzeichen der Stabilisierung, nicht zuletzt dank Sparmaßnahmen und effizienterem Produktionsmanagement. Hinzu kommen zwei finanzielle Stabilisatoren, die laut Analyst Schmidt den Kurs stützen könnten: die attraktive Dividendenrendite sowie ein laufendes Aktienrückkaufprogramm.

Trotzdem bleibt der Gesamteindruck getrübt. Charttechnisch steckt die Daimler-Aktie in einem Abwärtstrend. Am Freitag scheiterte der Kurs am Widerstand der 50-Tage-Linie bei etwa 36 Euro. Die 200-Tage-Linie wurde bereits im September bei 38,55 Euro nach unten durchbrochen – ein langfristiges Schwächesignal.

Auch bei den Analysten zeigt sich ein geteiltes Bild: RBC bleibt bei „Outperform“ mit einem Kursziel von 42 Euro, während Jefferies mit „Buy“ und 50 Euro sogar noch optimistischer ist. Doch hinter den Kurszielen stehen zunehmend Zweifel an den Margenerwartungen, insbesondere im US-Geschäft. Die Auftragslage mag solide erscheinen – doch die Profitabilität bleibt unter Druck.

Bn-Redaktion/aw
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