Dax

Deutsche Industrie macht Druck! 25.02.2025, 11:51 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Deutschland
© Bild von Noel auf Pixabay
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
DAX 25.317,31 PKT -0,02 % Ariva Indikation

Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr: Industrie schlägt Alarm

Bürokratieabbau und niedrigere Energiekosten gefordert

Deutschlands Industrie fordert von der künftigen Regierung tiefgreifende Reformen: Bürokratieabbau, schnellere Genehmigungsverfahren und sinkende Stromkosten stehen ganz oben auf der Agenda. Laut einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) unter 4.000 Unternehmen empfinden 90 % die aktuelle Wirtschaftspolitik als zunehmend unzuverlässig. Zudem berichten mehr als zwei Drittel der Befragten von einem drastischen Vertrauensverlust in den letzten vier Jahren.

„Deutschland ist als Wirtschaftsstandort derzeit nur eingeschränkt wettbewerbsfähig“, erklärte DIHK-Präsident Peter Adrian nach den nationalen Wahlen. Er fordert die neue Regierung auf, „unverzüglich zu handeln“, um den Vertrauensverlust der Wirtschaft zu stoppen.

Genehmigungen beschleunigen, Bürokratie abbauen

Die größte Herausforderung bleibt der Abbau regulatorischer Hürden: 95 % der Unternehmen sprechen sich für eine drastische Reduzierung der Bürokratie aus. Adrian fordert sogar, für jede neue Regelung mindestens zwei, idealerweise drei, bestehende Vorschriften abzuschaffen.

Auch die Genehmigungsverfahren müssen deutlich schneller werden: 70 % der Unternehmen drängen auf sofortige Maßnahmen. Zwar wurde bereits 2023 ein „Beschleunigungspakt“ auf Bundes- und Länderebene beschlossen, doch dieser müsse jetzt auch konsequent in die Praxis umgesetzt werden. Erfolgreiche Beispiele wie die schnelle Genehmigung von LNG-Terminals und Windkraftprojekten zeigen, dass beschleunigte Verfahren möglich sind – diese müssten zum neuen Standard werden.

Hohe Stromkosten und globale Unsicherheiten belasten Unternehmen

Ein weiteres zentrales Thema: die Senkung der Kosten. 63 % der Unternehmen fordern eine Begrenzung der Sozialabgaben, 60 % verlangen eine Reform der Unternehmenssteuern. Besonders die hohen Stromkosten setzen die Industrie unter Druck – fast zwei Drittel der Betriebe im industriellen Sektor sehen darin einen Wettbewerbsnachteil.

Auch der zunehmende Protektionismus auf globaler Ebene verschärft die Situation. Da Deutschland stark in den Welthandel integriert ist, fordern 81 % der Unternehmen von der Politik neue EU-Handelsabkommen und einen besseren Schutz vor regulatorischen Eingriffen aus Brüssel.

Fünf-Punkte-Plan für wirtschaftlichen Aufschwung gefordert

Die DIHK schlägt einen Fünf-Punkte-Plan vor, der konkrete Maßnahmen für die ersten 100 Tage der neuen Regierung vorsieht. Unternehmensführer seien bereit zu investieren und zu expandieren – doch dafür brauche es politische Unterstützung, nicht zusätzliche Hürden.

Bn-Redaktion/ts
Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Werbung
Weiter abwärts?
Kurzfristig positionieren
Ask: 12,25
Hebel: 21
mit starkem Hebel
Ask: 52,41
Hebel: 4
mit kleinem Hebel
Smartbroker
Vontobel
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie hier: VH08P1 VH4AJE. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung. Der Emittent ist berechtigt, Wertpapiere mit open end-Laufzeit zu kündigen.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer