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SAP kämpft ums Comeback

Diese Zahlen machen Hoffnung 28.05.2026, 18:20 Uhr Jetzt kommentieren: 0

SAP Firmensitz
© SAP SE / Stephan Daub
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SAP 152,10 EUR +1,44 % Tradegate

SAP kämpft weiter mit hartnäckigem Abwärtstrend

Die Aktie von SAP pendelt seit Wochen in einer engen Handelsspanne. Auf der Unterseite bleibt die Zone zwischen 135,44 Euro und 137,54 Euro die entscheidende Unterstützung. Nach oben blockieren die Bereiche um 159,40 Euro, 159,64 Euro sowie 162,12 Euro eine nachhaltige Erholung.

Seit Jahresbeginn hat die SAP-Aktie rund ein Viertel an Wert verloren. Damit steht der Softwarekonzern stellvertretend für die Schwäche vieler Cloud- und Softwarewerte. Anleger fürchten weiterhin, dass neue KI-Anwendungen traditionelle Geschäftsmodelle unter Druck setzen könnten. Gleichzeitig floss zuletzt viel Kapital in Halbleiterwerte wie AMD, Micron oder Nvidia.

Technische Indikatoren senden erste Signale

Trotz des schwierigen Chartbilds zeigen sich inzwischen erste Verbesserungen. Der Chaikin Money Flow hat sich mit minus 0,03 deutlich stabilisiert und signalisiert nachlassenden Verkaufsdruck. Der RSI notiert mit 50,77 leicht oberhalb seiner Durchschnittslinie von 48,89 und deutet damit auf eine neutrale bis leicht positive Entwicklung hin.

Auch der MACD liefert mittlerweile Hinweise auf einen kurzfristigen Aufwärtstrend. Zusätzlich konnte die SAP-Aktie zuletzt die 50-Tage-Linie verteidigen. Der EMA 20 verläuft aktuell bei 148,06 Euro und stützt den Kurs zusätzlich ab. Ein Rückfall unter die Zone zwischen 135 und 137 Euro würde dagegen ein neues Verkaufssignal auslösen.

KI-Offensive bringt neue Fantasie

Neue Impulse kommen inzwischen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz. Der schwedische Softwareanbieter Inriver meldete eine Zertifizierung seiner SAP-Schnittstelle auf Basis der SAP Business Technology Platform. Ziel ist eine stärkere Vernetzung von Produktdaten, ERP-Systemen und KI-gesteuerten Handelsplattformen.

SAP-Manager Alex Timlin bezeichnete Produktdaten dabei als zentralen Baustein für KI-Anwendungen im Handel. Die Integration soll Unternehmen helfen, Daten effizienter zu nutzen und KI-gestützte Verkaufsprozesse schneller auszubauen. Gerade im Wettbewerb mit US-Konzernen wie Salesforce, Microsoft oder Oracle könnte dies strategisch wichtig werden.

Salesforce liefert gemischte Signale für die Branche

Parallel sorgt auch der SAP-Rivale Salesforce für Aufmerksamkeit. Zwar hob der US-Konzern seine Gewinnprognose an, der Umsatzausblick enttäuschte jedoch viele Investoren. Trotzdem legte die Aktie zuletzt leicht zu.

Besonders das KI-Geschäft wächst bei Salesforce dynamisch. Die jährlich wiederkehrenden Erlöse der Plattform Agentforce stiegen auf umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit hoch, ob KI langfristig eher Chancen oder Risiken für klassische Softwareanbieter bedeutet.

Über 180 Euro würde sich das Bild deutlich aufhellen

Für die SAP-Aktie bleibt die Lage damit spannend. Ein Ausbruch über die Widerstandszone zwischen 159 und 162 Euro könnte zunächst neues Momentum freisetzen. Die entscheidende Marke liegt jedoch deutlich höher.

Erst oberhalb von 175 Euro und insbesondere über 180 Euro würde sich die charttechnische Situation nachhaltig verbessern. Dort wartet auch der EMA 200 bei 185,49 Euro als wichtige Hürde. Gelingt dieser Sprung, könnte sich die Stimmung bei der SAP-Aktie deutlich drehen.

Bn-Redaktion/tb
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