Flügel aus Stahl

Airbus trotzt Engpässen 03.11.2025, 13:01 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Flügel aus Stahl: Airbus trotzt Engpässen
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Airbus 166,38 EUR -0,67 % L&S Exchange

Rekordquartal mit 507 Auslieferungen

Airbus hat im laufenden Jahr bis Ende September 507 Flugzeuge ausgeliefert – ein Plus von 9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit liegt der Konzern auf Kurs, sein Jahresziel von 800 Auslieferungen zu erreichen, auch wenn Produktionsengpässe die letzten Monate des Jahres herausfordernd machen dürften.
Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 12 % auf 19,6 Milliarden Euro, während der operative Gewinn (EBIT adjusted) um 18 % auf 2,25 Milliarden Euro zulegte. Analysten hatten im Schnitt mit 2 Milliarden gerechnet.

Besonders profitabel entwickelte sich das A320neo-Programm, dessen Produktionsrate bis 2026 auf 75 Maschinen pro Monat steigen soll. Die Nachfrage bleibt enorm: Airbus meldete Bestellungen über 170 Jets allein im dritten Quartal, angeführt von Großaufträgen aus Indien und dem Nahen Osten.

Der Gewinn je Aktie erhöhte sich auf 1,92 EUR, nach 1,65 EUR im Vorjahr. Die Nettomarge liegt bei 6,8 %, was im kapitalintensiven Luftfahrtgeschäft als überdurchschnittlich gilt.

Nachhaltigkeit und strategische Partnerschaften

Ein zentrales Thema bleibt die Dekarbonisierung des Flugverkehrs. Airbus hat gemeinsam mit der Cathay Group ein Investitionsprogramm über 70 Millionen US-Dollar für die Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) gestartet. Der Konzern plant, bis 2030 mindestens 10 % SAF-Anteil im Treibstoffmix seiner Flotte zu ermöglichen – ein wichtiger Schritt Richtung Klimaneutralität.

Parallel dazu stärkt Airbus seine Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum. Laut Aviation Business ME beteiligt sich das Unternehmen an einer vietnamesischen Luftfahrtinitiative, die Investitionen in Höhe von 1 Milliarde EUR anzieht und mehrere tausend Arbeitsplätze schaffen soll. Damit positioniert sich Airbus strategisch in einem der am schnellsten wachsenden Luftfahrtmärkte der Welt.

Auch im Verteidigungsbereich gab es Bewegung: Der Streit um Norwegens NH90-Helikopter wurde beigelegt, nachdem Airbus und Norwegen eine Vergleichszahlung von rund 295 Millionen EUR vereinbart hatten. Damit ist ein jahrelanger juristischer Konflikt beendet, der das Image der Militärsparte belastet hatte.

Risiken und Marktstimmung

Trotz der starken Zahlen mahnt das Management zur Vorsicht. Produktionsvorstand Michael Schöllhorn sprach von einem „Abnutzungskrieg der Lieferketten“. Engpässe bei Triebwerken, Elektronikkomponenten und Fachpersonal könnten das Wachstum in den kommenden Quartalen begrenzen.
Die Inflation treibt zudem die Kosten für Rohstoffe und Energie. Airbus rechnet für das Gesamtjahr dennoch mit einem freien Cashflow von rund 4 Milliarden EUR – ein leicht höherer Wert als im Vorjahr.

Analysten von Berenberg bestätigten nach den Zahlen ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 225 EUR, während Barclays auf 235 EUR anhob. Die Begründung: Airbus vereine „operatives Momentum mit strukturellem Rückenwind“.

Community-Stimmung

Im Börsennews-Forum herrscht überwiegend Optimismus. Ein Nutzer schreibt: „Airbus liefert, Boeing liefert Ausreden – das sagt alles.“
Andere bleiben realistischer: „Tolle Zahlen, aber die Lieferketten bleiben ein Damoklesschwert.“
Viele Anleger loben die konsequente Wachstumsstrategie und sehen in Airbus eine stabile Langfristanlage, auch weil Dividendenrendite und Innovationspipeline überzeugen.
Ein Nutzer bringt es auf den Punkt: „Airbus ist kein Hype-Wert – hier fliegt Substanz.“

Fazit

Mit einem Kurs von 213 EUR steht Airbus so stark da wie seit Jahren nicht mehr. Der Konzern profitiert von der globalen Reiselust, steigenden Bestellungen und solider Profitabilität. Zwar bleibt der Druck auf die Lieferkette und die Materialversorgung hoch, doch Airbus zeigt eindrucksvoll, dass Wachstum und Stabilität in der Luftfahrt kein Widerspruch sein müssen. Für langfristige Investoren könnte der Höhenflug – trotz gelegentlicher Turbulenzen – noch lange nicht vorbei sein.

Bn-Redaktion/pl
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