Alarmzeichen in China

VW kappt Ziele drastisch 24.04.2026, 14:18 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Absatzprognose deutlich gesenkt

Volkswagen erwartet in China künftig geringere Verkaufszahlen als bislang angenommen. Statt der ursprünglich geplanten 3,5 bis vier Millionen Fahrzeuge rechnet der Konzern für 2030 nun mit rund 3,2 Millionen Einheiten. Damit bleibt China zwar ein zentraler Markt mit einem Anteil von gut einem Drittel am globalen Absatz, doch das Niveau früherer Jahre rückt in weite Ferne. 2019 hatte Volkswagen dort noch 4,2 Millionen Fahrzeuge verkauft. Zuletzt sank der Absatz um 8 Prozent auf unter 2,7 Millionen Fahrzeuge.

Unsicherheit bis zur E-Offensive

Für das laufende Jahr bleibt die Entwicklung unklar. 2026 wird als Übergangsjahr eingeordnet, in dem noch keine klare Trendwende absehbar ist. Erst ab 2027 soll die umfassende Elektrostrategie ihre volle Wirkung entfalten. Der Konzern setzt dabei verstärkt auf batterieelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Modelle mit Range Extender. Diese Transformation gilt als entscheidend, um im hart umkämpften chinesischen Markt wieder stärker Fuß zu fassen.

Margen unter Druck

Parallel zu den Absatzproblemen korrigiert Volkswagen auch seine Renditeziele. Margen von über 10 Prozent gehören laut Unternehmensführung der Vergangenheit an. Stattdessen wird nun eine operative Rendite von 4 bis 6 Prozent bis zum Ende des Jahrzehnts angestrebt. Der intensive Wettbewerb und anhaltender Preisdruck lassen kaum Spielraum für höhere Gewinne. Analystenhäuser wie Jefferies und Barclays bleiben dennoch optimistisch und bestätigen ihre positiven Einschätzungen mit Kurszielen von 130 Euro beziehungsweise 125 Euro.

Radikaler Umbau der Produktion

Um effizienter zu werden, hat Volkswagen seine Produktionskapazitäten bereits deutlich reduziert. Seit 2023 wurden Kapazitäten von rund 1,5 Millionen Fahrzeugen abgebaut. Fünf Werke wurden verkauft, geschlossen oder umgewidmet. Auch weltweit plant der Konzern weitere Einschnitte. Die globale Produktionskapazität soll um eine Million Fahrzeuge auf neun Millionen Einheiten sinken, was in etwa dem aktuellen Absatzniveau entspricht.

Großoffensive mit 50 neuen Modellen

Gleichzeitig startet Volkswagen eine der größten Produktoffensiven seiner Geschichte. Allein 2026 sollen mehr als 20 elektrifizierte Modelle in China auf den Markt kommen, bis 2030 sind insgesamt 50 geplant. Neue Fahrzeuge wie der A6L e-tron, ID. Unyx 09 oder AUDI E7X stehen im Fokus. Zudem setzt der Konzern auf innovative Technologien wie die China Electronic Architecture und integrierte KI-Agenten. Ziel ist es, sich als führender Anbieter moderner Mobilitätslösungen zu positionieren und langfristig wieder an die Spitze des Marktes zurückzukehren.

Bn-Redaktion/tb
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