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Rückzug von KPS schockt Anleger! 18.06.2025, 17:31 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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KPS zieht sich zurück – Gerresheimer wehrt sich gegen Spekulationen

Ein möglicher Verkauf des Verpackungsspezialisten Gerresheimer sorgt für ein Wechselbad der Gefühle an der Börse. Nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, dass der US-Finanzinvestor KPS Capital Partners sich überraschend von einer Übernahme zurückzieht, brach der Aktienkurs des MDAX-Unternehmens am Dienstag um über sechs Prozent ein. Die Gespräche mit Warburg Pincus, dem zweiten potenziellen Käufer, gelten nach Einschätzung von Insidern als schwierig – ein Solo-Versuch des Finanzinvestors scheint wenig wahrscheinlich.

Gerresheimer reagierte umgehend auf die Gerüchte und wies die Darstellung zurück: „Die Gespräche über ein mögliches Übernahmeangebot sind ergebnisoffen. Es ist nicht absehbar, ob und wann es zu einem öffentlichen Übernahmeangebot kommen wird“, teilte das Unternehmen aus Düsseldorf mit. Die Unsicherheit über die künftige Eigentümerstruktur sorgte an den Märkten dennoch für Nervosität.

Kursexplosion trotz Kurssturz: Anleger hoffen auf Neuausrichtung

Am Tag nach dem Rückzug von KPS legte die Gerresheimer-Aktie überraschend um über drei Prozent zu und war damit Tagessieger im DAX – ein Zeichen dafür, dass Investoren weiterhin Fantasie im Wert sehen. Dabei blickt der Spezialist für Pharma- und Kosmetikverpackungen auf turbulente Monate zurück: Nach einer Gewinnwarnung vor zwei Wochen sackte der Kurs um ein Viertel ab. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 50 Prozent.

Doch Analyst Alexander Galitsa von Hauck Aufhäuser bleibt optimistisch. Er sieht im aktuellen Kursniveau eine attraktive Einstiegschance: „Eine mögliche Aufspaltung des Unternehmens ist noch nicht vollständig eingepreist“, betont er. Insbesondere das Behälterglasgeschäft (Moulded Glass), das 2024 im Zuge der Bormioli-Pharma-Übernahme restrukturiert wurde, gilt als potenzieller Werttreiber.

Aufspaltung als Plan B: Wie viel steckt noch im Konzern?

Gerresheimer ist in mehreren strategischen Geschäftsfeldern tätig und produziert unter anderem Tiegel, Fläschchen und komplexe Spezialverpackungen aus Glas und Kunststoff. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Spekulationen über eine mögliche Aufspaltung – insbesondere, wenn der Aktienkurs unter Druck geriet. Die aktuelle Lage verleiht diesen Gerüchten neue Nahrung.

Ein gezielter Verkauf einzelner Sparten wie Moulded Glass könnte nicht nur frisches Kapital bringen, sondern auch die Bewertung des Gesamtkonzerns deutlich erhöhen. Dass Private-Equity-Investoren erneut Interesse zeigen, unterstreicht das strategische Potenzial des Unternehmens – auch wenn konkrete Übernahmepläne aktuell auf Eis liegen.

Bn-Redaktion/aw
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