Intel unter Druck

Bruttomarge auf historischem Tief 03.02.2025, 14:15 Uhr Jetzt kommentieren: 0

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Erwartungen übertroffen – doch die Euphorie hält nicht lange

Intel konnte mit den Zahlen zum vierten Quartal zunächst positiv überraschen und die Markterwartungen übertreffen. Doch die Euphorie verflog rasch: Eine schwache Prognose für das erste Quartal 2025 ließ die Aktie wieder unter Druck geraten. Vor allem die sinkende Bruttomarge sorgt für Unruhe – mit 36 Prozent markiert sie einen historischen Tiefstand und bleibt 330 Basispunkte hinter den Markterwartungen von 39,3 Prozent zurück.

BofA bleibt skeptisch: Fehlende KI-Strategie und hohe Kosten belasten

Die Analysten von BofA Research bleiben pessimistisch und halten am Underperform-Rating fest. Das Kursziel wurde weiter gesenkt – von 21 auf 19 US-Dollar. Besonders problematisch sieht die Bank die anhaltend schwache CPU-Nachfrage, die hohen Fixkosten und vor allem die fehlenden Wettbewerbsvorteile im KI-Segment. Während Konkurrenten wie AMD und Nvidia das Rennen um leistungsstarke KI-Beschleuniger anführen, fehlt Intel ein konkurrenzfähiges Portfolio. Die für 2026 geplante GPU "Falcon Shores" soll nur intern genutzt werden, während die angekündigte Plattform "Jaguar Shores" voraussichtlich zu spät auf den Markt kommen dürfte.

Auch die Einführung der neuen 18A-Chip-Technologie bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Die speziell für Cloud-Anwendungen entwickelte "Sierra Forest"-CPU hat bisher kaum Marktanteile gewonnen, und die kürzlich angekündigte sechsmonatige Verzögerung der "Clearwater Forest"-Reihe sorgt für zusätzlichen Vertrauensverlust bei Investoren. Analyst Vivek Arya fasst die Probleme drastisch zusammen: "Intel ist zu groß, um schnell repariert zu werden."

Sinkende Margen und starker Wettbewerb setzen Intel weiter zu

Neben technologischen Herausforderungen muss sich Intel auch zunehmendem Preisdruck stellen. Um Marktanteile zu sichern, dürften aggressive Preisanpassungen notwendig sein – ein Vorteil für Wettbewerber wie AMD.

Dennoch gibt es Lichtblicke: Restrukturierungsmaßnahmen und eine strategische Neuausrichtung könnten Intel langfristig helfen. Analysten erwarten sinkende Betriebskosten für 2025 und 2026, während das Foundry-Geschäft bis 2027 die Gewinnschwelle erreichen könnte. Zudem könnten staatliche Subventionen aus dem CHIPS Act den Wandel unterstützen. Trotz aller Herausforderungen bleibt Intel im Enterprise-Segment eine dominante Kraft – doch der Weg zurück zur alten Stärke bleibt steinig.

Bn-Redaktion/aw
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