JPMorgan warnt

Trumps Plan könnte Milliarden kosten 13.01.2026, 16:06 Uhr Jetzt kommentieren: 0

Kreditkarte
© Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay
Werte zum Artikel
Name Aktuell Diff. Börse
JPMorgan Chase 270,38 EUR -2,76 % Quotrix Düsseldorf
Mastercard Registered (A) 463,65 EUR -4,52 % Baader Bank
Visa (A) 281,10 EUR -4,52 % Lang & Schwarz

JPMorgan schlägt Alarm

JPMorgan Chase & Co. hat vor erheblichen Auswirkungen auf ihr Kreditkartengeschäft gewarnt, sollte Donald Trumps Forderung nach einer Zinshöchstgrenze von 10 % Realität werden. „Wenn das passiert, wäre das sehr schlecht für Verbraucher und sehr schlecht für die Wirtschaft“, sagte Finanzvorstand Jeremy Barnum am Dienstag nach Veröffentlichung der Quartalszahlen. In diesem Fall müsste das Kreditkartengeschäft „signifikant verändert“ werden.

Trump erhöht den Druck

Am Freitag hatte Trump eine einjährige Zinsobergrenze von 10 % für Kreditkarten gefordert – mit einer Frist bis zum 20. Januar. Banken, die dem nicht folgen, würden gegen das Gesetz verstoßen, so der Ex-Präsident. Der Vorstoß ließ Bankaktien einbrechen: JPMorgan verlor am Montag 1,4 %, Capital One sogar 6,4 %.

Milliardengeschäft unter Druck

Für JPMorgan ist das Kreditkartengeschäft essenziell: Zum Jahresende belief sich das Kreditvolumen auf 247,8 Milliarden US-Dollar. Allein im vierten Quartal erzielte der Bereich „Card Services und Auto“ Einnahmen von 7,28 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 5 % gegenüber dem Vorjahr. Der Zuwachs beruhte vor allem auf gestiegenen Nettozinseinnahmen durch höhere Revolving-Salden – genau diese Einnahmen wären durch den Zinsschritt gefährdet.

Branchenverbände schlagen Alarm

Auch die Finanzlobby schlägt zurück. In einem gemeinsamen Statement erklärten die Bank Policy Institute und Consumer Bankers Association, ein solcher Zinsschritt wäre „verheerend“ für Millionen Amerikaner. Die Verfügbarkeit von Kreditkarten würde sinken – Verbraucher müssten auf Alternativen wie Pfandleiher, Titelkredite oder gar illegale Kreditgeber ausweichen.

Ruf nach Regulierung trifft auf Widerstand

Trump hatte in sozialen Medien betont: „Wir werden nicht länger zulassen, dass das amerikanische Volk von Kreditkartenunternehmen mit Zinssätzen von 20 bis 30 % ausgenommen wird.“ Doch Experten und Banker sehen eine politische Kampagne, die mit wirtschaftlichen Risiken einhergeht. Die Reaktionen aus der Branche sind deutlich: „Alles liegt auf dem Tisch“, so Barnum, um sich gegen die „schwach unterstützten Direktiven“ zu wehren.

Unabhängigkeit der Fed in Gefahr

Zusätzlich steht die US-Notenbank unter politischem Beschuss. Die US-Justiz ermittelt gegen Fed-Chef Jerome Powell – wegen Aussagen zu Umbauten im Fed-Hauptquartier. JPMorgan-CEO Jamie Dimon warnte: „Alles, was an der Unabhängigkeit der Fed rüttelt, wird wahrscheinlich Inflationserwartungen anheizen und die Zinsen langfristig steigen lassen.“

Republikaner zeigen Risse

Während Trump auf Zustimmung von Senator Josh Hawley stößt („Fantastische Idee“), kündigte der republikanische Senator Thom Tillis an, keine weiteren Fed-Nominierten zu unterstützen, bis die Ermittlungen geklärt sind. Auch Wall-Street-Größen betonen den Stellenwert unabhängiger Notenbankpolitik: „Die Unabhängigkeit der Fed ist entscheidend für die Glaubwürdigkeit der Kapitalmärkte“, so Citigroup-CEO Jane Fraser.

Bn-Redaktion/ts
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